Druckschrift 
Droguerie-, Spezerei- und Farb-Waaren-Lexikon, oder vollstandige und genaueste Anleitung, die officinellen Benennungen der Droguerie-Waaren, welche auf den Preis-Couranten gewöhnlich abbrevirt sind, in den ganzen Worten richtig deutsch und lateinisch verstehen zu können
Entstehung
Seite
194
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

194

M«ANe»i« atb. levi«». — »««t«.

Abbreviatu-ren.

GanzeBenennun-gen.

DeutscheBenennun-gen.

Vorkommen, Bereitung,Eigenschaften.

Anwendung.

»Ib. levi»».

vel

S»rl»oi»ie».

murist.

»Ib» levis-»in»».

Talkerde.BittererdeLeichte weißeMagnesia

AllsKne»»«

SalzsäureMagnesia.

«»ta.

GebrannteMagnesia.

Man bereitet sie theils aus Bittersalzhaltigen Mineralwassern, theils ausder Mutterlauge einiger Salinendurch Niederschlagen mit kohlensau-rem Kali; diejenige, welche dieSalpetersieder liefern, taugt nichtzum medicinische» Gebrauch, weilsie viel Gypstheile enthält; über-haupt wird dieser Artikel oft mitGyps, Kalkerde und Sand ver-mischt. Mit 8 Theilen Waffer ver-dünnte Schwefelsäure löst die reineTalkerde ganz auf und die Beimischungen bleiben zurück; die NsKnesi»kommt in feinen, weißen, leichten,viereckigen Stücken in den Handel;man reibt sie auf einem umgekehr-ten Drahtsieb zu Pulver, und be-zieht sie aus Hall in Tprol,Böhmen und England.

Sie findet sich besonders in der Koch-salzsoda und bleibt in der Mutter-lauge zurück, aus welcher das Koch-salz krysiallisirt ist; in diesem Zu-stande ist sie aber nicht rein, son-dern noch mit andern Salzen ver-mischt. Rein erhält man sie durchSättigen der kohlensauern Magnesiamit Salzsäure und Abdampfen zurTrockne. Sie ist ein weißes, leichtzerfließliches, in Wasser und Wein-geist leicht lösliches Pnlver vonwiderlich stechendem Salzgeschmack,und muß in gut verschlossenen Fla-schen aufbewahrt werden.

Sie wird durch Glühen der Mßne-sis «>bs erhalten, welche dadurch

Zn der Cholerakrank-heit mußte er auchanfänglich Dienstethun, eS scheint aberdaß man seine An-wendung nicht genü-gend befunden hat,denn in neuester Zeitwurde seiner deshalbnicht mehr erwähnt.

Sie ist ein säuretilgen-des Mittel, wirdauch unter feuchtesdumpfiges Mehl, umdoch gutes Brod zuerhalten, gemengtund in Ungarn be-dient man sich ihrerzum Klären des Wei-nes. Beim Sod-brennen wird siehauptsächlich mit Nu-tzen angewandt.

Die in dem Sool-wasser vorkommendedient zur Darstellungdes Bittersalzes undder Us^nesi» slds.

In der Medicin inner-lich.