l;8 Des klugen und Rechts-verständigen Haus-Vatters
sotten/ sondern auch gebraten zurichten / welches folgen- Fleisch samt Erd Schwämmen / Petersilien und Zwie»der massen beschiehet/ nemlich man psieget sie zuvörderst belvermenget/würtzetsvlchesmitgurem Gewürtz/ thutzu schuppen/und an den Rücken zu eröffnen/dvch daß der Eyer und Butter daran/wann solches alles untereinan-Kopff und Sckwantz aneinander bleibt / nachgehends der gemenget ist / füllet man es in die Haut / nehec als'dasEingeweiv heraus;» nehmen/und die Galle hernach dann dieselbige wieder zu/und sieht/wo möglich/daß derabzusondern/ wann man dasselbige / absonderlich wann Fisch seine Form behält/ legt ihn hernach in eine Brät-es ein Rogen ist / kacket / geröst Brod / Majoran / oder Pfannen auf Höltzlein/ oder bratet ihn in einer Reus-andere beliebte Kräuter/ nebst gutem Gewürtz/undein sen/ daß er sich nicht zuviel anhange/ und lasset ihn alsobaarEyern darunter mis5t/ solches wol untereinander abbraten/ wann er fertig/werden die Fäden/ damit errüyret/ und also wieder in den Fisch füllet/ selbigen dar- zugenähet worden-kerausgezogen/uudder Fisch zu Tiscdaufzunchet/von aussen gleichfalls sa'tzet/ sodann in eine getragen: Wiewohl man auchemekmtzeBrüh darüberB-at-Psannen/oder in einen dazu gemachten Most le« machen kan.get / wichen darauf mit heissen Scbmaltz / oder Baum-
Oel bcgiest/uns ihn also abbraten läst ; will man ihn a- ' ' ,
der nicht füllen / so können etliche Schnitt überquer/doch Gebachen aber werden die Karpssen folgender mas«
nichtvurchaus/ und zwzrzudemEnd/hinein gethan wer- sen / nemlich man schneidet sie in Stuck/ nach dem
den /d zm-t vas Saltz und Gewürtz/welches von aussen sie vorhero geschuppt und sauber ausgewaschen wor»
darauf gesir.uet worden/ woh> hinein kriecht; Ja man den/nimmt hernach genebenSemmel-.und andersMehl/
kan ihn auch/wann er in der Brat' Pfannen gebraten mnct't solches wohl untereinander / saltzet Stucker
wird/aufschleissn oderdünne Höltzlein legen/damit es Fisch/und waltzetdieselbige / wie auch das Cingeweid/
sich mchk so viel anhängen möge- Endlich/ kan man ihn wann man nemlich die Galle zuvor hinweg gethan hat/
aufdem R>.-st/wie bn> den Hechten gedacht worden/ab- m Mehl/ und bächt sie fein roD aus demSchmch;
braten/ uadhernzch eine Brüh von Cappern/oder was So man will/kan aucd in die^chus^el eine Bruh von
sonsten beliebig'darüb.r machen; Wer aber übrige Zeit Cappern gemacht/ und die geback ene^tuckerdarausge«
hat / kan solche FisH auch füllen/und zwaraufdiefeMei- legt werden. Oder man kan auch von Zwiebeln eine
se/wiewoi es etwas mühsames ist; Nemlich man nimmt Brüh darüber machen/ wann man anders die Zwiebel«
denKarpffen/'chuppet ihn(wiewo^l es etwas mühsames vorhero wohl absieder/alsdann das Äkasserrein abgiesl/
ist) doch daß die H.iut ni.i't zerrissen wird / öffnet darauf die Zwiebeln darauf klein hackt/ und in Schmaltz ro-
denselbigen/tkut das Eingeweid heraus/löset dasFleisch/ stet; Woraufman Pfeffer / Saffran/Wein und Essig
samr den Gräten von d>>m Hecbtab/drcd das; der Kopf daran thut/und solches einen Sud aufthun last/ endlich
s»>vl dem Scbwanß an der Haur gelassen werde / aber selbige entweder über» oder unter die Aifch/ikdie
ktaubet alsdann die Grät sauber aus / und Hacker das Schüsse! anrichten kan.
Das xx, Capitel.
Von Ahlen / Ruppen und Schleyen.
Znnhalt. uud überden Ahlanrichten; Will man ihn aber gantz
. ^ auf den TW traaen / so muß derfelbige nicht abgezo-
§- l. Aufwie vieierley Art d.e Ml gesotten zuzurichten. Wie gen/ sondern in heisser Asche abgerieben / und mit Wasser
sltzudraien. § Z- »öie l.ic puppen zu sieden. § 4 Nndzu bra' ö'ikieleweidau^aenonitnen/ unddek
ten §- 5 Und endlich/ wie mit den Schleyen Merfchren. Wo- Sbgcbrudt/SUM vas ^geweiv auegenommen / UNV ver
bey allenthalben/ svwolronden Füllen/ die IN die Fisch zu ma« Ahl IN Stucke zerschnitten werden/ doch also / daß er anch?,/ al ^auchooi'.denBcühen/wiediesMgmjuzuricht«n/ge- dem Iiuckgradbeysammen hangen bleibt / und also indachtwirs. einer Runde in die Pfanne gelegt/mit Essig/Saltz und
^ - x , Wein/darunter auch Petersilien gemenget/gesotten/nnd
der Fisch dabey fleissig verwendet werde/damit erallent«.Achdem wir in demvorhergehendemCapltel ^ohl durchkoche / dann legt man ihn in eine
> ^ Schüssel/ bestreuet ihn nachBelieben mitBrod-Rinden-
i n Mehl. Weiters kan auch den Ahl / wann er abgezo-
., -.n sen und ausgenommen/ das Rückgrad heraus gelöst/das
^ /in Fleisch sodann mit Saltz/guten Gewürtz / Majoran und
selbigen naqelt ^ Ven Ko^ chm (welches alles klein-zerschmtten seyn muß) be-
die AautbiydxN ^>l.pss ab/und nimmt a sdann dasein- sjp«,,»», nebeneinander zusammen aerollet/aebunden/undgewe.dheraus.zerschneidetdenAhlinSlück/zieherauch/
mit einem Str°h!Bm, das Aederlein oder Hautlein/ " 1,^
so durch das Rückgrad gehet/ durch / brühet darauf die Deßa?>cln
sie na^ malsaus/sievet a!so ^n Ahl mit ^em/ passer ^ ^qebunden/ in einem Hafen mit einer kurtze«
und Essig / und einen gu ten <^heil ab / thutauch ^ikpn^/^tirjnnennuteÄGiwür^is^/kochen/und s» erer»
klein.gehackttn Saibey/Petersilien/Majoran/nebst gu- ^aoen/vamtt er gebunden/davon nehmen,
lem Gewürtz Va^/ und ttam ihn/ wann alsi» ^^x,g„n den Ähl in Scheiben zersch neiden/und ihn in ei,
«in« Dnch Samw MI» man wiiioaraufdrurklii/ouch «inen d<>
5'M G-Wür/; O°erWis-»W«wWg!>°,°ding.b«>,.
vbenqedachter Brüb nehmen / darinnen der Ähl qesvt- ^
len worden /etwas Butter/ nebst Gewürtz dazuthun/ Einen gebratenen Ahl aber richtet man a»f diese
Art