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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
154
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i ^ Des klugen und RechtsHerständigen Haus-Vatters

gute Brüh darüber anrichten / kan man es auf folgende §. f.

Wnseverfügen; Nemlich man nimmt süsse Pomeran- Endlich lassen sich auch vic Hüner- und Tauben-L-,tzen/ schätzt das Marck sauber heraus/ thut Wein / bern und Mägen/zu einemBey-Essen zubereiten/ wannJngber/Zimmet und Zucker daran/ lästes sieden/ rich- mannemlich dttselbigen absiedet, unvhernach/ nachbe-tet solches hernach über den gebratenen Capaunen an / lieben/ entweder eine Butter-Brüh / oder auch aus s»l«und «äst ee noch etwasauf derK-.chlen kochen;Sopfleget gende Weise eine Brüh darübermacht: Nemlickmanman auch Mandeln zu nehmen, selbige mit etwas Knob- schneidet Aepffel etwas klein/ rostet solche im Sckmalk!tauch abzustoffen / darnach etwas Huner-Brüh dazu mit ein wenigSemnnl-Mehl/thut aledann n,schut ten / doch daß es nicht zu dünne wird / und es als- Zucker/ Gewürtz/ Mandeln und Rosm daran / ä.dann über den gebratenen Capaunen zugiessen. End- so miteinandersieden/ und richtetsan; Doch mukmanlich ist noch eine andere Art/denCapaunengutzuzurich. hierinnen acht haben / daß die Mägen den Gebernten, wann man nemlich denselbigen / so er gebraten / von gleich gesotten > dann durch vieles Sieden werd!» d?-Spieß thut/ und längst den Bauch her / etliche Stück iebetn nur hart / weßwegen man dieselbiaen erwa^schneidet/ hernach etwas Saltz varein streuet / und den ter zulegen muß; Übrigens/ kan man auchetwasan^selbigen auf einen Teller/ darauf etwas Pomerantzen. aus den Lebern machen/wann man nemlichen die^'k^-nSasst ist/ leget/ alsdann den Capaunen noch mit einem mit Hüner-Zett hackt/und daran aeröst S-mmet-mA,?Teller drucket/ daß die Brüh heraus dringet, worauf Saltz/Gewürtz und Eyer thun / darauf solches m -inman ihn mit dieser Brüh wieder ubergiessen, und solches Kälber-Netz füllet/ kleine Würstlein machet / und d/-etlichmal thun muß/ so voraus ein gut und herrlich Essen selbigen in einemBrat'Pfännlein brätet/diese Mll läaabgiebet. sich auch/ wi^oben schon gedacht/ in die Hüner Und Tau-

Das xvil. Kapitel.

Von Indianischen Hünern/wie auch Reb-und Haselhünem/Auer-

Hahnen / Fasanen und Pfauen.

Innhalt. alsdann in die Länge von einander zerschnitten/und wie-

. Wie die Indianischen Hahnen zuzurichten. «. 2. Wie die Relx ^ inwendig/

und Hasel-Hüner/ sowohl zu sieden als zu braten / auch mit ? ? einem Spich halb abbraten / zlehets ber-

einer Bmhzupirichten sind. L. z. Wie eS mit den Auerhah- "ach ab / thut geschnittene Limvnien Mit GewürK unV

nen und Fasanen zu hatten- L-4-Und endlich wie die Pfauen i» Wein daran/ und läst es also miteinander dätnvff-n

kvcl^n. der man kan auch von jungen Hünern den Schweiß nek,

§. t. men/ und dieselbige darinnen mit Gewürtz/ Wein und

Ann man einen Indianischen Hahnen oder A"',. ^^en aber thut man sie sol,Hennen zubereiten will/ kan solches auf sol- A, ^ rupffet dieselbige wohlgende Weise geschehen; Nemlich man muß ^hernach das Gedärm her-denselbigen einen halben Tag aus hungern / ^ ^ ^ ?"n aus / daraufspi-hernach umiagen/daßer matt wird/alsdann ^ ^ ^«egelein / oder auch wohlEssig mit Jngber und Saltz vermischt / demselbiaen in ? Spieß/ verbindet denden Hals giessen/ und ihn mit einem Strick erwürgen: ^op"N>»hl mir Papier/ begieils mttBmer/und lassetSdarnach man ihn ein baar Tag hangen läst/rupffen/aus-- ^ ^ wiewohl man sie auch/ sonehmen/putzen/und zu erst in siedend, darnach in kaltes ^nwill/ungespickk braten kan. Etliche pflegen auchWasserstoffen/ und mit Gewürtz und Saltz auSreibmz ^ ? dmiungen Gänsen/abzufchk?eiden/Endlich aber mit Speck / Zimmet und Negelein gespickt ^ bmzubraten. Wann sie dann ge-undgesaltzen / am Spieß stecken / und sasstig abbraten Citronen / Wein undlassen/auch zusehen/ daßernichtzu schnell/sondern etwas ? ^ ?! Schussel^machen. Odermankan auchlangsam gebraten werde- Übrigens/ können auch die In- 5 von eingemachten Wei«dianischenHahnen/wiediegemeinenHünerzugericht/und ^ ^wann dieselbigem Wem mit gebäheten Brod ae>das M/so in die Brat-Pfannen abtreifft / mir Zimmet/ ^ durch «nen Seiher getrieben worden) klein-Citronatund Zucker/wie auch Wein und guten Gewürtz ierschntltenen Cittonat / guten Gewürtz mit Zimmetvermischt/ m die Schüssel dazu gegossen werden/ sokan ^ruMer vermischt/eine Bruh bereiten/ und das Reb«man auch denselbiM im Auftragen /mitEitronen -Plätz« ^ darauf legen ; So pfleget man auch die Reb-lein undSchelffen /wie auch mit eingemachtenWein-Ne- vuner/wann sie gebrattn /in etliche Stücke zu zerfchnei«gelein,und Lorbeer-Blättern zieren. Ja sie sind auch sehr m eine Schussel zu thun / Wein / etwasgut/ wann man sie mit gantzemGewürtz und etlichen au- Wasser/und Wem-Cssig daran zu giessen ; Ferner Da,ten Kräutern absiedet/ hernach in der eignen/ oder/nach werantzen-Schalen/ etwas Saltz und gutes GewürbBelieben / in einer süssen odersäuerlichttn Brüh auf- baranzuthun/ undselbiges aus der Kohlen noch etwas

träget. " kochenzulassen.W.llman sie aber trocken a^

§. 2. lo legt man sie gebraten aufWem-Laub/bestecket mit aus-

Die Rebhüne? können so wohl gedämpfft/ alöauch und bestreuet mitder-

gebraten werden. Dampffen thut man sie auf nachge- Jaman schneidetauch zuweilen die

setzte Weise - Nemlich man nimmt das Rebhun (wie . bunter / und stecket solche zur

ingleichen anch die Haselbuner / dann sie auf einerley S^ve/wann sie gebraten sind/wiederum an.

Weis zugerichtet werden) spickets mit Zimmet und Ne- §. ).

richten