Neuntes Buch.
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Das n. Kapitel.
Vom Kochen insgemein/wie auch von denen Dingen/ so zur Bereitung
der Speisen erfordert werden/ als vom Saitz/ Zucker/ Gewürtz /
Oliven / und Baum-Oel.
Znnhalt.'
5. i - Ob das Kochen den Mannern oder den Weibern bester anstehe/»md was da bey zu beobachten? F. Zum Kochen gehörigeSpecerei) und Gewurtz/als Saltt/ von dessen Natur und Ei<gensiHafft hier gehandelt wird. F- z - Dergleichen auch von demZucker/>5.4, PMr/§. f. Ingber/L 6- Muscaten - Blüh undMnstal-Nuß/L. 7. Cardämomen. L. 8- Negelein / Zimmtt/Eaffran/ dessen Eigenschafften an berührten Stellen insonder-heit betrachtet werden, j 9. Ebner maffen wird von Zltwer/Ealgant und Zibeben. L. ic>- Und endlich von Oliven undBaum-Oel/und dessen Eigenschafften gehandelt.
§« 1.
'Ann nun vorgedachter Massen ein solcher?Vorrath vorhanden / kan sich dessen die^ Haus>Mtttter bey Gelegenheit zum Kochen^bedienen. Wir erwähnen mit Fleiß derHaus Mucecr und solcherGestaltcn einesWeibs / um die Männer hiervon auszuschlicsseN/alswelchen dasKocben imHause nicht anstehen will.Zwar istes nicht ohne/daß manchmal auch dieManns-Bilder/wonit besser / doch offt eben so gmdamit umzugehen wissen /absonderlich in Venen Klöstern undan grosser HerrenHö«fen/da es viel zu kochen gibet/ und wo sie wegen ihrerStarck / und der darvon kommenden Hurtig-und Ge-schicklichkeit/viel angenehmer/ als die allerbesten Kochi-nen sind. Allein in einer gemeinen Haushaltung /stehet«6 dem Weib und nicht dem Mann zu/ vor das Kochen
zu sorgen. Und ob schon die Frau nicht eben selbst alle-zeit die Hand mit anleget / so muß sie doch getreue unvdazu geschickte Mägde sich bestellen / auch hierinnen einesolche Wissenschafft haben / damit sie wenigstens alles or-dentlich anzuschaffen vermöge; Gestalten es eben keineso geringeSache/einegute Köchin zu seyn/ und die Spei«sen/so in vielerley Arten bestehen/wohl zurichten zu kon-Neu. Ursprünglich aber ist hiervon zu mercken / daß sichzuvorderst eine jedwede Köchin derSauberkeit befleissige/damit nichts Unreines oder Cckelhafftes mitden Spei«sen aufden Tisch komme/ neben dem aberauch sich wohlInformire/wie lang man eine Speißbey dem Feuer ko-chen lassen müsse ; wasvor Gefasse dazu zu nehmen; wieweit vdernahedasFeuer bey demTopffanzuscküren, da-mit das Essen nichtanbrenne / auch nicht zu langsam ko-che; Wobey zugleich der Unterschied ver Speisen wohlzu betrachten seyn wird / massen etliche durch das langeKochen hart/andere aber qar zuweich werden / welcheswir in Beschreibung der Speisen / wie man sie kochensvlle/ noch ausführlicher berichten wollen.
§. z.
Und weilen zu dem Kochen die Specereyen und Ge«würtzgehören/ aiswollen wirallhiervon deroselbenEi^genjchafft etwas weniges gedencken. Das vornehmsteund nothwendigste Stuckaber ist das Saly/ dessen Gü-te daran zu spühren/wann «s weiß/ gleich/ schwehr/ kör-* S iiichi