Druckschrift 
Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
114
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Ik4

Des klugen und Rechtszuständigen Hans-Vatters

Feigen / 2. LothWachholder-Beer/ 2. Loth Welsche

vt( y^ / 4. xott) Essig / thuts in ein Zucker-Glaß/ ejlet

Vor den Ohren« Müyel leget einem einenSchle- des Morgens nüchtern davon / ehe ihr in die Lufft gehet/

gel Haken unter/und lasset ihn daraufschlaffen. es hilfft gar gewiß/wann mans brauchet.

Vordas üble^ören nehmet Haselwurtz Kraut .

i.Vicring/thutcinPfundBaum-Oeldazu/dlstillirts Müll düs l)dkp A^UNoe^

an der Sonnen / lasset des Morgens / und Abends einen Pflaster Machen M.

Trcpffen in das Obr fallen. ^

Wer lange Zeit nicbr gehört hat / der nehme Man nimmt 2. und ein halb Pfund Baum-Oel/

«inen Aal/z iehe ihme die Haut ab/schneide ihn zuStuck- und lässet es in einem grossen Kessel, auf einem kleinen

lem / stecks an Spießlein / und bestecks mitHaus- Feuer warm werden / darnach nimmt man 8- Loth klei-

Wurtz.Blätter / lasse sie braten / bis sie zu Oel werden /e geschabte Venedische Seiffen / und lasset solche in

tropffetdavoudemübelHörendenindieOhrensowoldes warmen Oel zergehen ; wanns ansängt zu sieden / so

Morgens als Abends/es ist bewahrt. fixeuet man ein Pfund rothe Meng / und ein Pfund

wem die Würmer in den Ohren wachsen, Bleyweiß darein / so zuvor klein geflossen / durch gcsie-

dcr nehme Pfeffer-Kraut / flösse es / drucke den Sasst und wol untereinander gemenget worden / lührets

heraus/ttopffe ihme selbigen in die Ohren; oder zerstoße alles/ indem man die Menge und das Blevwch bmein

einen Speck/und troxffe ihn in die Ohren. gestreuet/sehrwolund fleissig/damit es nickt anwnne;

rr«nn ein Mensch nicht höret, so nehme man 'Man so lange lieden / bis es bestehet, und de-

einTrinckgläslein/ das nickt dick ist / verbindeeswol ginnet bräunlich zu werden / alsdann giesselmanukcke

mir einem Wachstuch und rothen Leder / setze es mitten Tropffen in kalt Wasser; wann dann solches sich wol

in einen frischen Ameiß. Haussen / da er am Heisesten ist/ handthieren lasset / wie weich Wachs / so ists re5t.

lasse es ein paar Monat darinn stehen / so schwitzet ein Alsdann nimmt mans vom Feuer/undgiesset dieHMe

Masser in das Glas. Desselben;. Tropffen in ein Ohr davon in einen Cvmer mit kalten Wasser / undrranns

gethan / und sich auf die andere Seite gelegt; hierauf em wenig kalt worden ist/daß mans arbeiten kan / so legt

auch eine Baumwolle mit Wasser benetzet / in das Ohr man das Pflaster aufeinen Tisch oder Bret / undarbeu

gesiegt / / und darinn ;. Stunden gelassen ; wann tets wie einen Teich. Dies Pflaster ist vor vielerley

man also erlichmahl verfahrt / so wird man bewährte gut.

Hüiffe spühren. ^ . . In dieandereHelffte/welche annoch im Kassel ge.

Nehmet wolgesottne Bohnen ohne die Brühe/ blieben / rühret man ein halb Lochgebrannten Alauns

tbut sie in eine Sckussel/druckerden Saffc heraus / tro^f- x,n , giessets alsdann auch in einen Eymer mit kaltem

set ihn iu die Ohren / so wird man bald Linderung em- Wasser / u»d arbeitetswie das vorige Pflaster / solches

pfl-'ven. . ^ , brauchet man zu alten offnen Schaden. Wann man

Nehmet vor einen Heller Saltz / vermackets in ein das Pflaster wol vermähren will/ so machet man läng-

Häseleln / gar wol/ brennets gar hart / lassets sodann jich^e Stücker davon / schmieret die Blasen inwendig

kaltwerden/reibetsmememMörsergarkleinzuPulver/ mitBaum-Oel/ wickelt das Pflaster in die Blasen /

nehmet eine grosse Rüben schneidet eme Scheiben her- und legets in einen kühlen Ort / so hält sichs.wol 2c?.

aus / machet ein gut Loch in die Rüben / thut das Saltz Jahr

darein/grabets in die Erden/bis das Saltz gar zu Was- . ^ ^

ser wird / das hebetso fleissig und sorgfältig auf als Gold; Gebrauch dieses Pstajmö.

Wann ihr Schlaffen gehet / so thut einen Tropffen in die

Ohren/stopffeteineBaumwolledavor/ es bringet dem Wann jemand einen alten Schaden hat/ s»

Gehör grossen Nutzen/darzu dienet auch das Lavendel« nimmt man von dem Pflaster/darinnen derAlaun ist/vnd

Wasser. ^ ^ ^ schmieret davon aufein Tuch / legets ausdie Wunve/vnd

Oder: Hebet alle Beiner vom ^isch auf / lassetsie Mets so lang darauf liegen / b>ß es beginnt heil zu wer-

durr werden / brennets zu Aschen / thut so viel Eichen- den; wann dann die Wunde jucket unter dem Pflaster /

Aschen darunter machet Laugen daraus ; mitselbiger svnimmtmanselbigtsab/wiscktsmiteinemreinenTuch/

waftl>et alle Wochen einmal den Kopff / lasset ihn von und legts wieder über / oder man nimmt wiever ein sri-

sich selbst trocken werden. Man muß aber den Kopff sches Pflaster / und lässet solches so lange liegen / bis die

nichtwaschen/ wann es meinem obern Zeichen ist. Wunde geheilet ist. Es hilfst gewiß/und ist ossr pro-

Wann eseinem vor den Ohren sausset/daß das Ge-hörveriohren. Nehmet2. Loth Lorbeer/stossets/thuts

in ein kleines Häfelein / giesset ein Viertel von einer dem ^Malier / darinnen

MaasWeindaran / lassetssied»n / thutalsvann einen MvlaUcy V0N vcm

Trichter über den Hasen / bindet ein Tüchlein umb das rein ^tlaul» lil.

Röhrlein / haltet das Ohr über den Triechter / solana ... ^ ^ ^ -

als es Warm in das Ohr geht/das thut des Tages drey- ^ Dieses Pflaster wirb gebrauch et m Pest. Zeiten/

mal/biß es hilfft; Man darsss nurdas erstemal)! sieden wann die Pejl an einem Menschen auescklagt / so leqt

lassen, darnach machtmans nur warm / wannmans mans ausdiePest Beulen / welche eeverzehret; wann

brauchen will- sie aber aufbrechen/ so kan mans mit diesem Pflaster wie-

Oder: Nehmet Haselwurtzkraut-O«! / hackts ^

klein/thutsin einZucker-Glaß, nehmet Baumöl darzu DielesPflaster »ftgut vor dle Co^ca undGnm.

Verbinders wol/ lassets 14. Tag an der Sonnen stehen/ men /bey aiten und iungen^eulen / auch hindern / de-

daßesvistillirt; wer übel Hort/ der thue Morgens und legt man von d,e!em Pflaster uberden Bauch/ul?d

Naevtsz. Tropffen in ein Ohr/es hilfft. ^ lasset es einen Tag liegen.

di? 3lem chögutvorN7agenn?eh / daß mans über

heri Magen lege bis an den Nabel / und also 8. Tage

Nehmet ein Loth Weivrauten-Blätter /1. Loth liegenlasse.

4-Item