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Des klugen und Rechtszuständigen Hans-Vatters
Feigen / 2. LothWachholder-Beer/ 2. Loth Welsche
vt( y^uß / 4. xott) Essig / thuts in ein Zucker-Glaß/ ejlet
Vor den Ohren« Müyel leget einem einenSchle- des Morgens nüchtern davon / ehe ihr in die Lufft gehet/
gel Haken unter/und lasset ihn daraufschlaffen. es hilfft gar gewiß/wann mans brauchet.
Vordas üble^ören nehmet Haselwurtz Kraut .
i.Vicring/thutcinPfundBaum-Oeldazu/dlstillirts Müll düs l)dkp A^UNoe^
an der Sonnen / lasset des Morgens / und Abends einen Pflaster Machen M.
Trcpffen in das Obr fallen. ^
Wer lange Zeit nicbr gehört hat / der nehme Man nimmt 2. und ein halb Pfund Baum-Oel/
«inen Aal/z iehe ihme die Haut ab/schneide ihn zuStuck- und lässet es in einem grossen Kessel, auf einem kleinen
lem / stecks an Spießlein / und bestecks mitHaus- Feuer warm werden / darnach nimmt man 8- Loth klei-
Wurtz.Blätter / lasse sie braten / bis sie zu Oel werden / „e geschabte Venedische Seiffen / und lasset solche in
tropffetdavoudemübelHörendenindieOhrensowoldes warmen Oel zergehen ; wanns ansängt zu sieden / so
Morgens als Abends/es ist bewahrt. fixeuet man ein Pfund rothe Meng / und ein Pfund
wem die Würmer in den Ohren wachsen, Bleyweiß darein / so zuvor klein geflossen / durch gcsie-
dcr nehme Pfeffer-Kraut / flösse es / drucke den Sasst und wol untereinander gemenget worden / lührets
heraus/ttopffe ihme selbigen in die Ohren; oder zerstoße alles/ indem man die Menge und das Blevwch bmein
einen Speck/und troxffe ihn in die Ohren. gestreuet/sehrwolund fleissig/damit es nickt anwnne;
rr«nn ein Mensch nicht höret, so nehme man 'Man so lange lieden / bis es bestehet, und de-
einTrinckgläslein/ das nickt dick ist / verbindeeswol ginnet bräunlich zu werden / alsdann giesselmanukcke
mir einem Wachstuch und rothen Leder / setze es mitten Tropffen in kalt Wasser; wann dann solches sich wol
in einen frischen Ameiß. Haussen / da er am Heisesten ist/ handthieren lasset / wie weich Wachs / so ists re5t.
lasse es ein paar Monat darinn stehen / so schwitzet ein Alsdann nimmt mans vom Feuer/undgiesset dieHMe
Masser in das Glas. Desselben;. Tropffen in ein Ohr davon in einen Cvmer mit kalten Wasser / undrranns
gethan / und sich auf die andere Seite gelegt; hierauf em wenig kalt worden ist/daß mans arbeiten kan / so legt
auch eine Baumwolle mit Wasser benetzet / in das Ohr man das Pflaster aufeinen Tisch oder Bret / undarbeu
gesiegt / / und darinn ;. Stunden gelassen ; wann tets wie einen Teich. Dies Pflaster ist vor vielerley
man also erlichmahl verfahrt / so wird man bewährte gut.
Hüiffe spühren. ^ . . In dieandereHelffte/welche annoch im Kassel ge.
Nehmet wolgesottne Bohnen ohne die Brühe/ blieben / rühret man ein halb Lochgebrannten Alauns
tbut sie in eine Sckussel/druckerden Saffc heraus / tro^f- x,n , giessets alsdann auch in einen Eymer mit kaltem
set ihn iu die Ohren / so wird man bald Linderung em- Wasser / u»d arbeitetswie das vorige Pflaster / solches
pfl-'ven. . ^ , brauchet man zu alten offnen Schaden. Wann man
Nehmet vor einen Heller Saltz / vermackets in ein das Pflaster wol vermähren will/ so machet man läng-
Häseleln / gar wol/ brennets gar hart / lassets sodann jich^e Stücker davon / schmieret die Blasen inwendig
kaltwerden/reibetsmememMörsergarkleinzuPulver/ mitBaum-Oel/ wickelt das Pflaster in die Blasen /
nehmet eine grosse Rüben schneidet eme Scheiben her- und legets in einen kühlen Ort / so hält sichs.wol 2c?.
aus / machet ein gut Loch in die Rüben / thut das Saltz Jahr
darein/grabets in die Erden/bis das Saltz gar zu Was- . ^ ^
ser wird / das hebetso fleissig und sorgfältig auf als Gold; Gebrauch dieses Pstajmö.
Wann ihr Schlaffen gehet / so thut einen Tropffen in die
Ohren/stopffeteineBaumwolledavor/ es bringet dem Wann jemand einen alten Schaden hat/ s»
Gehör grossen Nutzen/darzu dienet auch das Lavendel« nimmt man von dem Pflaster/darinnen derAlaun ist/vnd
Wasser. ^ ^ ^ schmieret davon aufein Tuch / legets ausdie Wunve/vnd
Oder: Hebet alle Beiner vom ^isch auf / lassetsie Mets so lang darauf liegen / b>ß es beginnt heil zu wer-
durr werden / brennets zu Aschen / thut so viel Eichen- den; wann dann die Wunde jucket unter dem Pflaster /
Aschen darunter machet Laugen daraus ; mitselbiger svnimmtmanselbigtsab/wiscktsmiteinemreinenTuch/
waftl>et alle Wochen einmal den Kopff / lasset ihn von und legts wieder über / oder man nimmt wiever ein sri-
sich selbst trocken werden. Man muß aber den Kopff sches Pflaster / und lässet solches so lange liegen / bis die
nichtwaschen/ wann es meinem obern Zeichen ist. Wunde geheilet ist. Es hilfst gewiß/und ist ossr pro-
Wann eseinem vor den Ohren sausset/daß das Ge-hörveriohren. Nehmet2. Loth Lorbeer/stossets/thuts
in ein kleines Häfelein / giesset ein Viertel von einer dem ^Malier / darinnen
MaasWeindaran / lassetssied»n / thutalsvann einen MvlaUcy V0N vcm
Trichter über den Hasen / bindet ein Tüchlein umb das rein ^tlaul» lil.
Röhrlein / haltet das Ohr über den Triechter / solana ... ^ ^ ^ -
als es Warm in das Ohr geht/das thut des Tages drey- ^ Dieses Pflaster wirb gebrauch et m Pest. Zeiten/
mal/biß es hilfft; Man darsss nurdas erstemal)! sieden wann die Pejl an einem Menschen auescklagt / so leqt
lassen, darnach machtmans nur warm / wannmans mans ausdiePest Beulen / welche eeverzehret; wann
brauchen will- sie aber aufbrechen/ so kan mans mit diesem Pflaster wie-
Oder: Nehmet Haselwurtzkraut-O«! / hackts ^
klein/thutsin einZucker-Glaß, nehmet Baumöl darzu DielesPflaster »ftgut vor dle Co^ca undGnm.
Verbinders wol/ lassets 14. Tag an der Sonnen stehen/ men /bey aiten und iungen^eulen / auch hindern / de-
daßesvistillirt; wer übel Hort/ der thue Morgens und legt man von d,e!em Pflaster uberden Bauch/ul?d
Naevtsz. Tropffen in ein Ohr/es hilfft. ^ lasset es einen Tag liegen.
di? 3lem chögutvorN7agenn?eh / daß mans über
heri Magen lege bis an den Nabel / und also 8. Tage
Nehmet ein Loth Weivrauten-Blätter /1. Loth liegenlasse.
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