Achtes Buch.
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Vor V erstopffung des Miltzeö.
Nehmet des besten Weins 5. Maas / thuts in einenglasirten Hafen / und darzu der mittlern Rinden vonEsckbaumkleingeschnitten l s. Psund / oder ein wenigmehr darein / lassets in Wein so lang sieden / biß einMaas eingesotten ist / darnach theilet des Weins eineMaas in neun Theil / und lasset den Patienten neun Ta-ge Morgens nüchtern einen Theil warm trincken/so wirder wieder gesund.
Die Monatliche Zeit der Weib^Per-
sonen zu befördern.
Nehmet Krebs-Augen 7. oder 9. darnach sie großseind / ein viertel oder dritter Theil von einer Muscat-nuß / nachdem sie groß ist/ eine halbe Zähen Calmus undZittwer / Campher ein halb Quinliein / diese Stuckflösset zu Pulver / oder reibet sie klein / undnehmetein halb Maas guten Wein / der nicht geschmiert ist/thutdas Pulver darein / undtrincket des Tags?, mahldavon / nemlich des Morgens / Mittags und Nachts/und über zwey oder drey Löffel voll nicht auseinmalge-tmncken.
Vor die Mundfaule.
Nehmet gebrannten Alaun / stosset ihn zu Pulver/siedet ihn in Honig / schmieret die Mundfaule darmit/es hilfft/ und ist an vielen Leuten bewährt worden; wannauch gleich Locher in den Backen/und Zahnfleisch waren/so heilet es.
Vor dieMutter-Kranckheit.
Nehmet von einem Pserd / das wol gefüttert ist /den Zirchk/ eines Eyesgros/thutihn.in einhalb Maasdes besten Weins/als ihr haben könnet/lasset ihn einenMinen Snv thun / und alsdann kalt werden; seyhetda-rausdenWein reindavon / gebtder Person / so die Mut-ter oder Grimmen hat einen Trunck oder sie wirdgesund / ist bewährt.
So eine Frau unrein und erkaltet ist / nehmet einneuesBier/ daserstvonderBraukommt / einegmeMaas / der Lorbeer« / so viel als ihr in zugetkanerHandhalten könnet/ schahletsie/ schneidetszu vierteln / legtsins Bier / deckets zu / daß kein Geruch davon gehet / se-tzetdie Kannein einsiedend Wasser / lasser das Wasserund Bier sieden so lang als man harte Eyer siedet / das-selbige Bier soll die Frau trincke» des Morgens und desNacbts / wann sie zu Bette gehet aufswärmste alssiekan/und sie solis nicht achten / wann es inihrwürcket/obenoderunten ; sieikreigt Wehen wie zu einem Kmdzes schadet ihr aber niclts / siewird bald gesund/ undschwanger daraus; und dißmuß sie; mal also gebrau-chen / und allemahl wann sie ihre Zeit hat.
Oder nehmet Rüb-Kraul / sievelv mit Wasser wol /verdeckts in einem Hasen / setzeem einen Leibstuhl/lasseteuch des Tags offtdmDampff in den Leib gehen / tkuts14. Tag aneinander / da» reiniget die Mutter augen-scheinlich.
Wann eine Natter eder Schlange ineinen Menschen gekommen.
Dem gebet Geißb>ut al^o warm zu trincken / sogehet die Natter dem Mund heraus/und schadet ikmenichts. Traget Namr-Wurtz bey euch / so seyd ihr si-cher vor Nattern und allem
St.Iohanms-Oelzu machen.
Nehmet zwischen zwey Frauen Tagen JohannsKraut / oben die Dollen 4. Pfund/ thuts in eine^'glä«fernen Kolben/und des stärksten Weins ; Maasda^ran / füget darzu Terpentin l. Pfund / BaumOel 2.Pfund/ WeyhrMch/ Laudanum / Mast-x / Storax/Calmante/ AsaDulcis/GummiElemi/ jedes 2. Loth/bereite Regen-Wurme/ zuvor zekenmahl mit starckenWein gewaschen/2. HandvoK/ Saffran Quintlein/tkuts alles in den Kolben / und einen blinden Heim da-rüber/verkleidet ihn wo! mit Meel und Eyerweiß/ lastset es an einem ziemlichtemperirten Ort stehen 6.Wo-chen/ darnach setzet den Kolben mit dem Helm in e?nenKessel mit Wasser / daß das Wasser bis zu den kalbenKolben heraufgeket / lassets in siedendem WasserStunden stehen / darnach ftkieret immer zu / daß dasWasser s. Stunden lang ziemlich siede / alsdann t!>utden Kessel vom Feuer/lasset ihn eine weile stehen / da-raufthuts ausdem Glas in einen Sack / pressttsa s/so giebts ein Oel und Wasser / schöpffet das Oel vomWasser in ein sonderbaresGlas/verbindet beides garwol / dann es ist das Wasser eben so gut zu gebrauchen /alsdasOel. VondiesemOel einerFrauen in Kinds-Nothen 9. Tropffen in einem Löffel voll Wein eingege-ben / treibet das Kind mit Gewalt / es stehe gleich so ge-fahrlich als es wolle.
Wann ein Mensch oder Kind am Rucken schlimmist / des Morgens und Abends mit dem Wasser warmgeschmieret/so vergehetver^KeÄ; es ist auch Oel undWasser trefflich nützlich.
Für die Ohnmachten.
Nehmet das Gelbe von den Rosen / dorrets / neitzets mit einem nassen Finger / und bindets auf die Puls/es ist gar gut für die Ohnmachten.
Nehmet anderthalb Maas Rosen-Wasser / an,derthalb Maas Malvasier/1. Loth Negerin, vier LothVeyhel-Wurtz / 4. Loth grosse Citronen-Schaalen/ 2.Loth StoraxCalamita? / Loth MuscatBlühe / v-ndritten Theil einesQuintleins Bisam / und soviel Am«bergusta / thut es alles zusamm in ein Glas /verbindetswol / lassets40. Tag an der Sonnen stehen / darnachdistillirts in Lalneo^lsri?. In dieses Kraff Wossernetzetein Tüchlein/leget solchesausdasHertz einesMen,schen / der Ohnmachtig ist / oderdas Hcrtzzitter-i hat/es ist bewährt.
Zu denen Ohnmachten dienet auch folgend, s so ge-nanntesWasser desLebens: Nehmet z00. schone leib-färbe Rosen /die nicht gar offen sind /Handvoll / oderL-Loth Lavendel-Blühe / so viel Majoran/^Lot'imarin/sovielKrause-Müntzen/Deimenten /Muscatei^Blüh «.Loth /Negelein i-Loth/ dieRos nund Kräu-ter klein geschniiten / das Gewürtzgrob gestossen / untre-einander in einen glasirtte Krug / oder gwßGlas gethan/Malvasier! / oder sonsten alten starcken Wein darübergegossen / daß der Wein die Kräuter bedecket,' bindetsfestzu / lassets -4 Tage stehen / darnach brenneksaus/nehmet).ErbsengrosgerechtenBisam / di-dets in einTüchlein / machet einen langen Faden daran / thure indasGlas/daßdasTüchleinaufdemBoden liege; qies-set das gebrannte Wasser darüber/es ist ein kräffri., Was-ser; in Ohnmachten und Hertzschwächen ein wenigda«von eingegeben / und angestrichen / ist es möglich/daßnoch ein Leben in einem Menschen zu finden / sodrmglses mit Gottes Hülffe wieder.
Für die Ohnmacht nehmet Muscaten-Blühe/ma,chets mit Wein an/gebtsdem Krancken zu essen.
Vv?