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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
111
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Achtes Buch.

i ii

Trinck- Gewirr /giessetBrunnen-Wasserdaran/lassetSsieben / biß das Flcckiein keine Farbe mehr hat / drucktswolaus/ werff:s in ein heimlich Gemach/daß niemanddarzu kan / das Wasser trincket des Morgens nüchternim Bett/deckeceuch warm ^u / schwitzet zwo Stundetdarauf / da je länger man darauf schwitzet- je eher es hilfft/man muß es viermahl also gebrauchen. ^ Kan man dasBlut von e-nem grauen Maul-Esel haben/ ist es destobesser; Wo aber nicht/so nimmt man / in Ermanglungdesselben / das Blut von einem braunen Maul-Esel oderauch wol von einem Müllet-Esel.

Vor die Scbüß/si) vom Kopffoder Haupt herabin die'seln aehen /.nehmet 2. Loth Wachholder-Beev2. Loth Lorbeer l. Huintlein Campher / pülvertSundmischetsuntereinander/ thut es in ein halb Seidel ge-brannten Wein / schmieret euch bey einer GlutdanntMorgens und Abende/ wo euch weh ist.

VordieHeißerigkelt.

Wann ein Mensch Heißer ist / und nicht laut redenkan / so nehmet ein Huintlein Mangolt in einer MaasMalvasicr/lassets einen Sud thuli/ trincketS Morgensund Abende so warm es sehn kan; es ist bewahrt.

Wer von Husten heißer ist/ dir nehme i. j)uintleinNägeleni/ in einem Maßlein Malväsier/ wie erst vomMangoit gemeldet. Item nehmet Jsop / Weinrebenund Poley / stossels/drucket den Säfft daraus/ und tun«ckets/ so warm ihr eseroulten könnet//ewärmerje besserund ist bewährt«

Vor den Hery/lVurm.

Wann ein Mensch den Hertz-Wurmhat/ der bin-de eine lebendige Gründet auffden Nabel/lasse sie einenTag und eine Nacht daraufliegen; esset es von derGrun-del / so ist es der Hertz-Wurm. Nehmet aisbann Ve?nedischesGlas/ undSeaelbaum-Kraut/ stosset beydesauss allerkleineste/ rührrs in Honig / bindet eine Nuß,Schulen voll auf den Nabel / laßt es Taa und Nachtdarauf; wann es von der Salben geessen hat / so machetdie Nuß'Scbalen wieder voll /, binvetS wieder über/»nd solches thut so offt/ biß es nicht mehr davon isset/ soizt der Wurm todt»

Vor^etschen oder Schlucken.

Der Hetschen kommt von Lärung des Leibs / oderVon übriger Alle / machet ein Pflaster / siedet Leinsamensehr wol in Wein/ stosselS in einem Mörser zu Mues/bindets dem Krancken warm über den Nabel / tbut ihmeÄ!ießpulver in die Nasen/ daß erstarck nieset / macheteinen Syrup von Hanffkern und Honig / gebts ihm zutrincken.

Nehmet eines guten welschen Weins/ odersonsteneines starcken Weins eine halbe Maas / leget Negeiein6.oder8. barem / thuts in einHaselein / verkleidetesvliteinemTaig/saltzets in einer Pfannen mit Wasser/lassets eine Viertelstunde sieden / trinckls auf das warme-'sie. Es ist bewährt-

Vor daö Hinfallend.

So bald der Mensch Met / so lasset einen Hunötodtschlagen / und gebt dem Patiencen die Gallenzutrincken ; ist es einKind / sogebtsder Säuqammen zutrincken / so sauget das Kind von ihr / und bekommt dieseböseKranckheit nicht mehr

Nehmet cm Todten. Bein eines Hinqers lang/ pul«SertS und gebts dem Patienten in / er wird genese«.

Wann der Mensch erst-ich scllt / so soll mov ihmAderlässen / an welchem Eüev man will / und Mbmdes Bluts 4. Humtlein in einem weichen Ey zu trinckengeben»

Vor das Hirn-Fließen.

. . Wann einem Menschen das Hirn flicsstt/also daß/wann ergehet / ihme der Kopff schwancket / als wanuWassertdarmnen wäre der nehme Wein/ Honig undSchmaltz/ lasse es untereinander zergehen / und lrinckees des Morgens nüchtern gantz warm»

Vor die Hüneraugen.

SchNtidet das Hüncraug heraus/ und nehmet einwarmes Tauben«Blur/thur es darein/ undzwarver-tichtet solches Freytag nacheinander.

Bindet eine Hecht-Gallen aufdasHüneraug / eshilfft und izj bewährt

Hün^r-Leder Morgens unn Abends ft'sch aufqvbunden/ ist auch gut/ auchscbwartz Schuster PechNacht und Tag daraufliegen lassen / alsdann in einemFuß-Bade wieder abgewischet/ und daß Hüneraug her-ausgeschnitten/ ist bewährt.

Vor Wärtzel oder Hüneraugen soll man schwarteSchnecken nehmen / und die Wartzel oder Hüneraugenwol damit reiben / alsdann soll man die Schnecken an«inen Dornstrauch stecken / und also denselben Tagve«dorren lassen. Ist bewährt.

Vor die Husten.

Osterlucia-Blat uud Wurtzeigenommen/ in reinWasser gesotten / Morgensund Abends einen Löffel volldavon genommen / ist gut vor alle Husten.

Vor alte langwüriqe Husten / nehmet Haselnuß/brennets zu Pulver/ stossetsgar klein / gebts dem Pati-enten in einem Schlehen Blük-Wasser Morgens undAbends Vrey guter Messerspitzen voll ein.

VordmRlanimen.

Wann einen Menschen die Angel verschwollensmdso st o sset Wachholder-Beer / siedets in Milchraum / le«gets warm über/wann es ka^t wird / svmachlö in demMilchraum wieder warm.

DieRröpffezu vertreiben.

Nehmet Hauswurtz / Sassran / Schafen, Un«schlitund Saltz/eines so viel als des andern/sivsstts undbindets mit einem Tüchlein auf die Kropjf/ daömachetSschwinden / und vertreibet sie.

Vor die Rrötten l'mHalö.

. Nehmet breit Wegerich«Masser / das zwischenzweyen Frauen-Tagen gebrennt ist / gurgelt euch damit/es ist bewährt.

, Wann ein Kind die Krotte hat / so nehmet Eisen-Kraut/ legers unter die Windeln/ wann mans schlaffenleget; Nehmer Rittersporn-Blumen/, bindets in einTüchlein / lassets inverMilch sieden/ davon mandemKind den Brey kochet.

Vor die entzchwcte Leber.

NebmerDei'menken/S're^ Kraut / Ebrenpreiß/roth Schnallen oder Klapper Rosen brennet jedes abson«dcrlich. Warm man eine Entzündung der Leber bey sichverspübret/so nehme manvon einemjev^n diese? Wosseeeinen Löffel voli/machv MitZucker süß/misch wol unterein«

anbei?