Achtes Buch. 9l
weFesWax 6. Loth; das Wax zerschlmltze m den Oelen dazu / und koche es über der Kohlen m einer Salben /
und Fetren/ und mache es also zu emer Salben/weiche in welche / so es warm in die Brust einaesckmierct wird/ den
jedem Theil desLeibesdie Schmertzen lindert. Schmertzen stillet / und den Auswurffbefördert.
UnZuentum aä^ermas.Kruch^ Unsuentum
Salben. «v ^
Nimm Schweinen, Schmaltz vierthalb Pfund/
Nimm frischen Mayen-Butter 2. Pfund /Dachs- ^rac. Lalamir. öev^oin , Florentinische Veil- Rurtz/
Fetti6. Loch/Menschen-Fett 12. Loth/ nachdem die- Ammet/Nagelein/eines jeden ^-Quintl / Citronen/
ses vermengt / thue folgende Species, fo vorhero wol Pomerantzen / von jeden 2, Stuck / Börsdörffer-Aepffel
zerschnitten und zerflossen worden darzu :nemlich frische 4» Nachdem das letzrerezerschnitten und zerstossen/wird
Tormentill-Wurtz / dergleichen Hirfchzungen-Wurtzel alles vermenget/und so lang gekocht / biß keine wasserige
eines jeden z.Loth/ Wallwurtz 6.Loth/Sanickel-Klet- Feuchtigkeit mehr übrig / hernach presser man es aus / zu
tenWurtz/emesieden4.Loth/ftisches Kraut von Durch- den ausgepreßten werden 8-Loch weissesWax gethan/
wachs / Zohannis-Kraut / Heidnisch Wund-Kraut/ und wird also eineSalbe gekocht/welche mitRosen-Was-
Wiesen-Mangoit/ Garb-Kraut/ frische Eichen-Blatter/ Z« letzt wol mußvermengetund untereinander gerieben
dergleichen von Ephen/eines jeden z. Loth/ Tann-Zapffen werdem Dieie Salbe machet eine zarte Haut / und hei«
von Kehren Bäumen 6. Loth/ zu diesen geuß 12.Loth von iet die Schrunden des Mundes,
gmen rothen Wein/laß so lang stehen und weichen biß al- ,
les gesammlet worden/dann es muß alles frisch seyn/her- luNZucntUM » Pappel?
nach koche es in einer irdenen Pfanen bey gelinden Feuer / Sälblein.nachdem alle wasserige Feuchtigkeit ausgerauchet/ drucke
die Species starckein/ und mach es also zur Salbe / wel- Nimm schwartze PappelmKnöpsse / oder Bollen
ches ein gewisses Mittel ist die Brüche zu heilen. von schwachen Pappel - Baum / anderhalb Psund /
Schweinen Schmaltz 2. Pfund / die Bollen müssen zer-stossen / und in den Schmaltz so lang mscei-irt / oder ges^ ^ n- weichet werden/biß solgmde Krauter den Sommer überNimm Kraut von Salbeyen / Aeld-Cypressen/ können gesammlet werden / nemlich/ /unae Brombeer«Majoran/ Roßmarin/KrauHmuntz / Rauten / Laven- Blatter/Blatter von weissenOelniagen/von Alraun unddel/ Aohannis-Kraut/ Schlussel-Blumen/ B-umen von Bilsenkraut / Nachrschattenkraut / kleine Hau-wurtz-Chamillen/ Stein-Klee / Gipsseln von Dill / Betram- Kraut oder Blatter von der grojsin Hauswuitz / vonWurtz/eines jeden 2.Qumtl/Lorbeer/Wacholder-Beer/ Salat-Kletten/Violen/Nabelkraut/eines jeden 6 Loth,eines jeden 2.Loth / Mastich 1.Loth/ Leneoc 6. Quintl/ Die Krauter sollen zerstossen / und mit dem Fett / in wel-Terpenrin 8- Loth/ Regenwurm Oel/ Dill Oel/ Iohan- chen bißhero d»e Pavpel-Knöpsse geweichet worden / ver-nis-Kraut-Oel / eines jeden 6. Loch / Terpentin Oel 2. menget werden / und nachdem sie bey gelinden Feuer qe-koth/ Menschen-Fett/ wüd Katzen-Fert> Hunds ^ett/ kocht worden/ werden sie gepreßt/ und ist alsdann dieeines jeden i.Loch/ zudem mir den Oelen und Fetten zer« Salbe bereitet / welche an die Stirn und Schlaffe ge-lassenen Tervmtm / thue die ubnge dpecies. welche in ein schmieret den Kopff-Schmertzen/ so von hitzigen Geblütsehr subtiles Pulver zerstossen undzernben worden / und entstehet/dampsset und stillet/ingleiche bringet selbige denkoche es alsdann mit Wax zu einer ^alben/weNe m der Schlaff/ und lindert die Hike / so man es auf die PMLahmung und andern Kranckheiccn / so von Verstopf- schmieret,siing der Nerven und zchen Fließ-Wasser entstehen / sehr .
nuklich kan angewandt werden / man muß aber solche unZuciiculii Ix.0l3l.um.
warm in die ^Kcirte und schmertzhaffre Theile einreiben. ^ ^ .
Nim von frischen weißen Rosen 2. Pfund/Schwel«
löNLUentum . Nichts- so etlich malen mit frischen Wasser gewaschen
«S?ll>fo,>> worden / 4.Pfund / laß miteinander sieden / allezeit her-
^alvlem. um rührend/welches bey allen/so gekocht werden/muß
<xv^K-, ^ geschehen/ biß die Feuchtigkeit gantz aus'gesottcn / hernach
NiMw^es ^ ^ ^ thue hinzu Rojen-!>?lricum »Oel von Rhodiser Holtz / ei-
Mit demleWMi i. Serupel Campher/2^uintl von 5»c> ,^en 1. Quintl/ vermenge es zu einer Salben / wel«
ctisro8aliIrN/?.Quintl von wessen Nichts/und eben ch.. hitzigen Kopff Schmertzen / Entzündungen dec
soviel von prXparirter ^erlen>?^uttec / und mache eme ^jeren und der Gold-Ader / ingleichen in fressenden
Salbm / welche die Rothe / Ln^undung und Schmer- Schien nutzlich zu gebrauchen ist.
zen m Augen vertreibet/so man offterS davon em wenig ,
indieAug'WinckMmieret. UnZucntuni R.ubrum Umverlale.
, Vru^ Niinm z. Pfund gut Baum-Oel / ein halb Pfund
GaMlN. Terpentin; ein halb Pfund gelb Wax / 2. Quintl San-
tel-Holtz / ein Quintl Drachen-Blut ; laß das Oel in
Nemmt von süssen Mandel-Oel 8. Loth / Cbamil- Spanischen Wein sieden / alsdann thue den Terpentin /
len-Oel /Violen-Oel / eines jeden 6. Loth / frischen But- so in RosemWasser gewaschen / darein / darnach das
ter 12. Loth/ Hennen-Fett/ Enten Fett / eines jeden 4. Wax/ und laß alles miteinander sieden / allezeit herum
Loth/ Viol-Wurtz2. Quintl/Sassranein halb Quintl/ rührend / biß der Spanische Wein aantz ausgeiotten
weisses Wax 6. Loth; nachdem das Wax und die Fetten sey; darnach jdlsi du die übrige obgedachten Sachen auch
in den Oelen zerschmoltzen worden / thue alsdann die dazu thun/ und es auf dem Feuer lassen / biß es durch ein
Viol-Wurtz / so gepulvert worden/ und den Saffcan leinen Tuch muß gesiegen werden. Diese Salben oder
2 Balsam