Achtes Buch. 7z
Wann man nun aus der Blasen öeKiZliren will/ sten Thon oder Leimen/damit es im Feuer nicht zersprm-muß selbige in einen darzu gemachten Ösen gesetzet wer-- ge/und eine rhönerne oder gläserne Kolben oder li.cror.den dmmr derselben nach und nach Feuer könne gegeben ten darein füglich gesetzet werden möge. Alsdann nehmewerden: Der Ofen kan auf folgende Art zubereitet wer- man gesiebte Aschen oder Sand / thue solchen in das be-dcn ; Er;t'.lch lege einer Spannen hoch Bräunt- oder sagte Gefäß/ welches eine Capelle genannt wird/ ungefehrBac^ Srcme auseinander / und füge es mir Leimen zu- z. Finger hoch/ woraufdie töpferne oder gläserne Kurortesammln / vornen lasse ein Loch / damit die Aschen heraus- oder Kolben solle eingesetzet / und annoch so viel Aschengenommen kan werden / hernach lege mit eisernen Slang- oder Sand nachgeschüttet werden/ daß diegantze Capellelein einen Rost / also / daß jedes Stanglein einen Dau- erfüllet werde. Nachdem dieses geschehen / so setzet manwen oder Anger breit von dem andern abl?ge/dann wann die Capelle mit dem Ko ben oder kernten in den oben-selbigenahe beysammen stehen/ verstopffen die kleine Koh- beschriebenen Ofen / nachdem die Blasen oder Kessel mis-ten denRost leicht / daß derLufft nicht durchdringen kan/ genommen worden / stürtzet auf den Kolben den Helm/um das Feuer anzublasen: Nachdem der Rost gelegt/ oder leget vor die kerbten einen k-ecipienten oder Vor--werden wieder einer Spannen hoch Backsteine geleget/ läge/machet Feuer unter/und beginnet diel)cltjjiatwn.und zwar rings herum / auch über das Loch / welches in Diese Art zu6cttiiliren brauchet man zwar selten zu denenuntern Theil fornen gelassen worden; hernach werden die Wassern / weilen die Materie leichr anbrinnt, und dieBacksteine wieder einer S pannen hoch geleget / doch also/ Wasser dardurch einen unangenehmen Geschmack unddaß vornen wieder ein Loch seye^/um die Kohlen in den Geruch bekommen / doch kan man selbigen vorkommen/Ofen zu bringen; nachdem die Steine also aufeinander wann der Sand angefeuchtet wird / weiche Anfeuchtunggesetzet sind/ werden mitten durch den Ofen 2. eiserne und aus eine besondere Art geschehen kan: Man nimmr einenund breite Sranglcmgeleget/ damit aus demse-bigen die etwas hohen/entweder viereckichtcn oder runden Kessel/küpsferns Blasen / oder Capellen oder andere Gefäß ru- welchernemlich am bequemsten in den Ofen kan ge etzethen können/hernach werden wiederSreine geleget/uni) werden/füllet dessen halben Theil mit Wasser/auf wel-zwar so hoch / als es die Höhe der Blasen oder anderer ches ein eisernes Blech/so mir vielen Lockern durchstecken/Gefäße erfordert. geleget wird / und damit selbiges fest liege / wird t us den
In dielen Ofen können allevcllillztiones verrich- Seiten des Kessels rings herum eine kleine Leisten ge-tet werden / wann nur an statt der Blasen ein ander Ge- macbt / und auf selbige eiserne Sranglein gelegt; auf dasfaß eingesetzet wird/ms wann man perZ^neum Blech breiter man ein hänffinesoder sonst grobes Tuch/ciekilllren will /geschiehet solches auf sogen de Art :^Man aufweiches dann fo viel Sand geschüttet wird / biß derlast sich bey einem Kupffer - Schmiede einen kupsfernen Kessel voll und der Kolben geziemender Massen bedeckt ist.Kesselmachen serliche nehmen darzu einen eisernen oder Auslösche Weiß steigen von dem erhitzten und erwarme-von Ertz gegossenen Topf) der so hoch und weit / daß ein ten Wasser die Dampsse durch das Blech und Tuch inzinnerner oder glaserer Kolben fein raumlich darein ge, den' and / feuchten se-'bigen an / und verhindern / daßsetzet kan werden / diesen Kessel setzet man in den erst-be- die Materie nicht anbrenne. Auf der Seiren aber mußschriebenen Ofen an statt der Blasen / geuß darein so viel ein kleines Röhrlein in dem untern Theil des Kessels ge-Wasser / daß / wann der Kolbe hineingelassen worden/ hen / damit wann das Wasser ausgerauchet / ein anderessolches nickt überlauffe; wann so ches geschehen / so wird könne zugeschüttet werden. Die Art aber / durch Sankauf den Kolben der Helm gesetzet / und des Helmen oder Aschen allein zu clckiüiren / haben wir nicht so wohlSchnabel mit dem 8.ec'penten/oder Gefäße/so d.-.scl«-. weaender Wasser/als andererDinge/ deren unrensolliriillrte auffanget / zusammen gefüget / die Fu en aber/ gedacht werden / beysetzen wollen,so zwischen den Kolben undHelm / wie auch zwischen des " Wie wir bischer» die Instruments, so zur veklüs-Helms Schnabels und R.ecipienrensind / müssen wohl rinn nöthig/besehen / als wollen wir nun betrachten dieverlun'ret werden / welches geschiehet / wann man mit Dinge/ans welchen die Wasser / von welchen wir allhierWasser und Mehl eine Xlassam oder flüssigen Taig ma- absonderlich handeln / können herfürgebracht werden. Eschet/ selbigen aufein Papier / so zwey oder drey Finger seyndzwar in denen Apothecken so viel und fast unzahlbarebreit ist / streichet / und um gedachte Fugen legst. Wann Wasser / welche entweder nur den Namen / nickt der Tu--mcm in dieser Art zu cleWÜren gläserne Kolben gebrau- gend nack unterschieden find / oder so viel Krasst und Tu-chen«)!!!/ muß man selbige mit eisernen Rincken/so starck gend insich haben/ als das gemeine Brunnen-Wasser/mit Tuch überzogen seyn / rings umher fassen / damit sie welches nicht anders seyn kan/ weilen man aus allen / watim Wasser nicht empor schwimmen: Oder man nimmt für die Hand komm? ' ein Wasser will ^estiMren / da docheinen Umck von Stroh gemacht / dergleichen man ge- nichts anders dazu bequem ist / als was entweder einenbraucht/wann man grosse kecipiemen oder Kolben oder guten und gewürtzhassten Geruch von sich giebt / oderandere runde Glaser und Gesäße aufrecht und fest stehend scharff und angenehm auf der Zungen ist / das ist / welchewill haben / bindet an selbigen einen bleyernen Ring / und ein subtiles und flüchtiges Saltz / wie auch dergleichenleget ihn aufden Grund des Kessels / worem das Wasser Sckwefel bey sich Hagen / dock also/'daß selbige nickt zugegossen wird/und setzet den Kolben darauf / hernackde- fest mit andern groben indischen Theilen vereinbaretcket man den Kessel mit'einem Deckel/ so in der Mitten seynd / aus daß sie mit denwasserichenTheilen leicht eur-em Loch hat / durch welches der obere Theil des Helms be- por können gehoben werden / so steige»! sie entweder garquem gehen kan zu / dardmch der Kolben nicht allein be- nicht in die Höhe / oder indem sie durch ein hesstiges Feuerfestiget wird / sondern es wird auch verhindert / daß die zum Aufsteigen gezwungen werden / so überkommen sieWarme nickt leichtlich herausdringe. Das Wasser / in beedes einen unangenehmen Geschmack und Geruch/wei-welches der Kolben gesetzet/mußsiats in währendem Sie- len sie viel indischen Theile/ mit welchen sie sehr fest verein-dcn bleiben / und wann was darvon ausgerauchet / muß baret sind / mit sich genommen. Um so viel desto mehrfrisches Wasser nachgegossen werden. werden auch zum Oestiliiien unbequem seyn / die garWann man durch Sand oder Aschen 6estilliren will/ nichts von subtilen Sckwefel und Saltz mit sich führen/muß man sich beym Töpsfer ein Gefäß machen lassen/wel- als da sind so einen >?ßen/sauren / zusammenziehenden/ches gleich auf rund und Spannen hoch / von dem be- herben / oder gar l einen Geschmack haben / mgleichen
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