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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
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61
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Achtes Buch. 6l

damit es frisch bleibe / und dem Patienten angenehmer Im Anfang kan man also folgendes Pflaster überlegen/sey. An statt des ordentlichin Trancks kan man folgendes welches man alle 6. Stund verneuern kan / damit die

gebrauchen: Nimm dasjenige/was von einem oder dem Beulen wohl geweichet/ und Hernachmals leicht mit der

andern OecoÄo in dem Hafen geblieben / schütte 7. biß Lancetten können eröffnet werden: Nimm Lummi km-

8. Maas Wasser darzu / und koche es nachmals / thue monisc. Lummi <^a!t»t,i eines jeden 8- Loch / nachdem

hinzu grosse und kleine Weinbeerlein eines jeden 4. Loth/ es in Essig lolviret worden / trucke es aus / thue hinzu

Ani6/Zimmet/einesieden2.qu. Wann aber der Patient Terpentin 3-Loth / Latlsm.Zuipkui-. -.Loth / Lmplakr.

des Weins gewohnet ist / und selbigen nicht entbehren visctiyl. ttmplic. Lmplskr. 6ekieliloe. eines jeden fünff

kan/ ist ihm allezeit bey dem Essen einTrunck von einem Loch/Wachs 4. Loth/ lasse alles zerschmeltzen/und machguten alten Wein erlaubet. Vor dem Essen svlle er alle- es zu einem Pflaster. Wann die Beulen durch dieses er-zeit herumgehen / oder sich sonsten eine Bewegung ma- öffnet worden / kan man Terpentin/ so in veco <5to vonchen. Vor sauern und harten Speisen solle er sich hüten/ Franzosen-Holtz gewaschen / und mit Honig ein wenig ge-

und nach dem Essen nicht gleich schlaffen. kocht worden/ überlegen / und selbige also gäntzlich zur

K.s. Wann der Saamen-Fluß oder Harnwinde Heilung bringen. Wann diese Beulen gleich nach dem

gleich nach dem Beyschlafferfolget/ ist es unnöthig/ daß ^Kuvenereo entstehen/ kan man etliche Schrepff-Köpf

man gemeldte Cur zur Hand nimmt / sondern man kan auf selbige setzen / damit das Gisst dardurch ausgezogen

den Letb mit oben-gemeldten Pillen purgiren / und taglich und verhindert möge werden / daß es nicht wieder zurück

etliche Tropffen von dem 5pir,r. Terebinlk. oder dem in das Geblüt sich begebe.

Lailsm. Lopaiose nehmen / auch diesen letztern etlichmal /. 7. Unterweilen entstehen auch auf dem mannlt-

in die Röhre des mannlichen Gliedes einspritzen. Ferner chen Glied Wartzen / deren theils hangen / theils nicht/

kan man in dem Saamen-Fluß folgender Milch sichbe- doch sind sie hart als Horn. Wann sie hangen/können sie

dienen / und öffters des Tages etliche Löffel voll davon mit einem Pferd - Haar oder Seiden - Faden gebunden

nehmen: Nimm Hanff-Saamen i. Loth/Melonenkern/ werden dann indem der Zugang des Nahrungs-SafftS

Kürbis-Kern / Cucumern-Ke» n / Citrullen Kern / eines dadurch verhindert wird / werden selbige dür: / und fallen

jeden 1. qu.Valat-Wasser/Endwien-Wasser/ Seeblu- ab. Wann sie aber nicht hangen/ und deßwegen nicht

men--Wasser / eines jeden 4. Loth / mache mit den Was- können gebunden werden / sollen sie etlichmal mit dem

fern aus den Kernen eine Milch / thue hinzu Bley-Zucker 8pii-iru>l,rri berühret werden / oder man kan selbige mit

ein halb qu- Syrup von Seeblumen 2. Loch. folgenden Pflaster vertreiben: Nimm Lummi kmmo-

§.6. Wann in den Reihen Beulen / Lubones, ent- nisc.so m Eßig aufgelöset worden z.Loch/ Grünspan 1.

stehen / müssen über die innerliche Mittel / auch ausserliche qu nachdem es bey gelindem Feuer in etwas gekocht wor-

zur Hand genommen werden/ damit selbige erweichet und den/thue hinzu der gepülvertenWurtzel von der runden

geMiget / und also Hernachmals eröffnet können werden. Osterlucien i. qu. und vermenge es zu einem Pflaster.

Das XXXl. Aapitcl.

Berstopssungdes Mvnat-Flußes.

Jnnhalt. macht. Wann diese erzehlte L/mptomsts sich zur AuS-

^ b'eibung des Monat-Flusses nicht gesellen / ist selbige für

§. I. Was es sey /was für Übel zum selbigen sich gesellen, wann keine Kranckheit zu halten / und erfordert alfo auch keine

der Monat.Fluy anfange / und wann er aufhöre. §.2. Wie weil ken kleinen ^unaf, auen, wol.es entstehe , und wie es die begleitende Übel errege, h.^UissS^.iirel, vaNN wett vey tielNM Jungfrauen / WSl,

Wann es schwer ju curiren. §.4. Mit was Mitteln es tu che nemlich das »4. ^sahr noch Nicht erlanget/der Monat«

curiren. Fluß noch nicht zu hoffen / so haben sie auch noch keine

Mittel vonnöthen / die den Fluß sollten forttreiben/dann

^ das Geblüt/ so zur Ernehrung ihres eigenen Leibes-

'Erstopffung des Monat-Flusses/^eniium thig / ist noch in keinem Überfluß vorbanden; Und dieses

5upprellio, ist / wann bey Jungfrauen ist auch bey Weibern / so bereits so. Jahr zurückgeleget/

und Weibern / so bey rechtem Alter sind/ zu beobachten/ weilen die Natur nicht mehr so viel Geblüt

und die Theile / so der Empsängnus und ausarbeitet/ welches einen Überfluß konte verursachen/

Geburt dienlich seynd / in natürlicher auch über das die Adern hart und gleichsam steiffwerden/

Ordnung besitzen / des Geblüts / so zur daß sie von dem aufwallenden und Ausgang suchenden

Erhaltung und Ernährung der Geburt bestimmet ist/ in Geblüt/nicht so leicht können eröffnet werden. Unterwei-

derselben Abwesenheit aber alle Monat / weilen durch die- len seynd die Theile der Gebahr-Mutter also beschaffen/

se Zeit über so viel gesammlet wird / als die Eröffnung der daß sie dem Geblüt gar keinen Avsgana zulassen / welches

Adern in der Gebähr Mutter erfordert/ durch die Ge« geschiehet bey den Unfruchtbaren / und sind selbige des-

burts-Theile ausgeschüttet wird / Ausleerung aufhöret/ wegen niemals dem Monat-Fluß unterworffen welcher

dardurch unterschiedliche Übel entstehen / nemlich eine auch mit keinen Mitteln zuweg zubringen. JnForttrei-

Mattigkeit entweder m dem gantzen Leib / oder nur emi- bung des Monat-Flußes muß man sich bey Weibern be-

genTheilen/dehnende Schmertzen in den Lenden/fchwe- hutsam aufführen/damit nicht eine Schwängerung für

resAthemcholen/obgleichnm eine leichte Bewegung vor- eine Verstopfung des Monat-Flußes angesehen / und

hergegangen / Kopf-Schmertzen / so sich bald vorwärts/ also durch die angewandte Mittel die Geburt ausgestos-

bald hinterwärts erstrecken / die röthlicht weisse Färb des sen werde.

Angesichts wird ingleichen in eine grüne und bleich-gelbe F. 2. Das Geblüt wird in seiner Ausleerung ver-verwandelt/die Füße schwellen auf / zudiesen kommt offt hindert / wann eS an statt der lubrilen und flüchtigeneine Aufschwellung der Augen / Traurigkeit / Erbrechen/ Theile mit zähen/dicken und groben angefüllet ist/ dar-unnatürlicher äpperle»und unterweilen gar eine Ohn- durch es nicht allein untauglich ist die kleinen Aederlem in

? der