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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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^8 Deß klugen und Rech tS -verstündigen HauS Vatters

Das XXIIX. Kapitel.

Kalte Piße/Harnkvmde.

Innhalt- von Süßholtz offters getruncken / beninnnet die Schärffe

des Urins / von Beruviamschen Balfam / wie auch von

5.1. Wasessey. h. s. Derselben Ursachen. §.z. Wie dicUr« AgtsteiN-1'in6wr,lnglcichcnv0nTerpeNtlN -OelkaNMan^chenzu untcr, Melden. §.4. Wann es leicht zu curuen. morgens 20. biß zn.Trvpffen gebrauchen. Bey

5. >^ie es ;u u lru. . Schlaffen-gehen kan man eine Messerspitz voll von folgen-

§. 1. den Pulver nehmen : Nimm Ibisch-Wurz 1. qu. rothe

przepsrirte Corallen / prsepsrirtes Hirschhorn eines je-AltePiße/ LcrsnZllris. ist eine Beschwe- denz .Scrupel/Agtstein-Saltz l.Scrupel /himlnlischenrung /wodurch der Mensch unablaßlig und Ikerizc.s.Gran/vermenge es Oder mankan vonJbisch-mit grossen Schmertzen den Harn zu las-- Wurtz und süßen Holtz ein Pulver machen / und vonsen / angetrieben wird / welcher doch nicht solchem eine grosse Messerspitz voll gebrauchen. Als daskäuffig/ sondern nur Tropffen-weis er- Eyter Ursach ist/ kan man Schwefel-Baisam / wie auchfolget. . , peruanischen Balsam täglich 2O. biß zo. Tropffen ge-§. 2. Die Urjach dieser Beschwernus ist eine krampst brauchen; oder kan man Saamen von Johanms-Krautsichte Zusammenziehung der Blasen / welche geschiehet/ mit Rosen-Zucker vermengen / und von solchen morgensindem die Nerven/ aus welchen das innerste Hautlein der und abends einer Nuß groß zu sich nehmen. FolgendenBlasen besiehet / von schärften Urin. Eyter / Stein und Oecoä kan man als einen orämsire Trunck gebrauchen:Grieß/ ingleichen eingeschlossenen Winden sich zusammen Nimm Wegerich-Wurtz 4. Loth / Ottermenig / Ehren-"zu ziehen angereiht we:den/welches sonde: g:ossenSchme:- preist / Sinau / Heidnisch Wundkraut / eines jeden einzen nicht geschehen kan /und weilen der Urin, so balden nur Hand voll / rothe Rosen / Johanniskraut-Blumen / ei-dessen ein wenig von den Nieren in die Blalen kommet/ nes jeden z. Finger voll / Juden-Kirschen / Fenchel-Saa»vermittelst derselben Zusammenziehung durch die Harn- men / von einem jeden ein halb Loth / Gersten-Wasser 4.Röhre ausgeleeret wird / so kan solcher nicht hauffig/son- Maas / koche es biß auf den halben Theil ein. In diedern Tropssen weis Herfür kommen. Harn-Röhren kan man eine frische / laulichte Kühemilch/F.z. Daßwir von dem Kennzeichen/wodurch die- in welche ein wenig von ungesaltzenen Butter und Terpen-ser HffeÄ erkennet wird/ melden / ist unnöthig/ indem tin/ so in Eyerdotter aufgelöst / gethan worden / einspri-solcher aus diesen / was bißhero gemeldet / genugsam er- zen. So die Winde Ursach geben / kan man Zimmet-kannt wird. Nur ist nochzu mercken/ daß man wohl acht Wasser gebrauchen / oder warmen Wein mit Zi'mmet/haben muß/um zu erfahren /von was Ursach die Kranck- Musealen und dergleichen gewürtzet. Coriander-Saa-hcit herrühre/ ob es die bloße Schärffe des Urins / oder men zerflossen/und mir weissen Zucker vermenget/zerthei-.. H^ide/inaleicbenCalmus-WurK. Vonfolaen«

man hat sich vorhero lehr erlan- .. ....

§. 4. Ehe wir zur Cur schreiten / müssen wir noch an- Schalen 6. qu. vermenge es. Folgendes Clystier kan auch

mercken / daß die Harnwind ein beschwerlicher äkeÄ sey/ sppli'ciret werden : Nimm Eybisch - Wurtz / Fenchel-und daß solche bey altenLeuten / ingleichen bey denen sie Wurtz/eines jeden 2.Loth/Kraußemüntz/ Rauten/Pin-eine Zeit lang angehalten /nicht so leicht curirt wird / als gelkraut/Chamillen-Blumen/ eines jeden 1. HanS-voll/bey jungen / und bey welchen sie von Erkaltung oder an- Anis-Saamen/Kümmel/eines jeden ein halb Loth/ ko-dern Fehlern in Essen und Trmcken kürzlich vorhero ent- che es in gemeinen Wasser / als es durch ein Tachgeseigetstanden. worden / thue hinzu Rauten-Oel / Fencbei-Oel / eines§. s. Weilen die Ursachen unterschiedlich / als kön- jeden 1. Loth / Eyerdotter von einem Ep / zerlassenesnen nicht einerley Hülffs-Mittel angewandt werden / son- Bock-Jnschlig / welchem etliche Tropssen von ciekillirtendern sie müssen nach Unterscheid der Ursachen auch unter-- Rauten-Oel zugethan worden / kan man in den Nabelschieden seyn. Als derowegen die Schärffe des Urins treffen lassen / wie auch Oel von Pomeranzen-Schalen,das Übel verursachet/welches erkannt wird/ wann weder Sacklein von Chamillen-Blumen/Poley / Rauren unddie Blasen ausgedehnet / noch in dem Urin Grieß oder Wacholderbser gemacht / und warm über den Leib ge-Eyter gesehen wird / so ist ein unfehlbares Mittel / wann schlagen/eröffnen die SchweWcher/ daß die Wind ih-man etliche Tropffen von ausgepreßten Oel der Musca- ren Ausgang nehmen können. Als Gries und Stein demten-Nuß in einem Löffel mit Brandwein nimmt; oder Übel Ursach geben / können die Mittel / welche in demman kan zum öjfrern etliche bitters Mandeln essen. Das Cap. von Stein erwehnet worden / gebraucht werden,frisch ausgepreßte Mandel-Oel ist ingleichen sehr dienlich. Letzlich soll man sich vor kalter Lufft hüten/ keine grobe/ge-Oder man kan von folgender Milch 6. Loth 2. Stund vor faltzene und fchar/fe Speisen als Salat / alten Kaß unddem Essen gebrauchen: Nimm sauber gescheite Mandeln dergleichen gebrauchen / sondern leichte und verdauliche/? Loth abgezogenen Saamen von Cucumern / Kürbsen/ als Gersten-Schleim / weiche Eyer / junge Hüner / xMelonen/ Citrallen / jedes ein halb Loth/ weissen Mohen- Man sollauch keinen sauern Wein oder Most / kein altes/Saamen 1 qv. zerflösse alles/und ziehe mit einer ungesalze- saueres undunzeitigesBiertrincken/ welches alles nichtnen Gersten -Brühe eine Milch heraus/welche mit weissen allein das Übel vermehren /sondern auch von neuenZucker Candi süß zu machen. Das abgekochte Wasser verursachen ka n.

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