55 Des klugen und Re^tS: verstündiqen Haus - VatterS
Leib keinen ferneren Nutzen bringen kan/in den Nieren Sälblein schmieren : Nimm Scorpion-Oel / bitteraber in einen Stein zusamen gehet/ weilen wie gesagt/ die Mandel-Oel/ Stein-Oel eines jeden i. Loth / vermengeGänge von Natur sehr eng sind / und zu der Sammlung es zu einem Sälblem. Man kan sich auch eines BadesUrsach geben Oder es wird die Kisrerie zum Stein in bedienen/ in welchem folgende Species gekocht worden:den Nieren gesammlet/ weilen es wegen grosser Menge/ Nimm Gundelrebe / Tag und Nacht oder Glaß Kraut /so von dem Geblüt durch die aussaugende Pulß-Adern Violen-Blatter / Chamillen-Blumen / Genisten-NÄ»zugeführet worden/ nicht kan ausgeleeret werden/sondern men/ Wuhlkraut-Blumen / Holder-Blumen / Wacholszum Stillstehen gezwungen wird. Diese indische und der-Beer/ Bohnen-Stroh/ eines /eden so viel als-zu ei-saure Theile aber verursachen die Speisen so mit denselben nen Bad nöthig; indem der l>»r'«-nr das Bad gebraucht/angefüllet sind / oder leicht in solche können verwandelt kan er 2. Loth süsses Mandel-Oel in einer Fleisch-Sup-werden/als da sind Milch/Kaß/Fisch/Schweinen-Fleisch pen/ in welcher Petersilien-Wurtz gekocht worden / neh-und anders so gesaltzen und geräuchert ist / ingleichen men. Wann durch diese äusserlich?Mittel der SchmertzWein/ so mit einem groben sauern Saltz und vieler Er, mcht kan gestillet werden/und der Urinmit seiner Scharf-den angefüllet ist/ dergleichen der Franckische ist/ und an- sen / auch der Stein selbsten / noch durch Nagung derderefoinka ten Orten wachsen. Nerven / sich den Weg verschliessen / kan man die inner-
§.4. Der Stein-Schmertzen / ob er gleich selten liche Mittelzur Handnehmen/und unterselbigenfolgen-tödtlich / ist dock für eine langwierige und unheilbare des Pulver gebrauchen : Nimm Krebs Augen 1. halbKranckbeit zu halten/absonderlich so er von Eltern gleich- Quintl/Berg Zinnober i. Scrupel/ ^snäibul. I.ucjisam angeerbet worden / und die alten Leute überfallet/ 1.Quintl Aglstein-Saltz einen halben Scrupel / Lxcr.dann wann jenes / so seynd die enge Gange der Nieren Opii f. Gran/vermenge/ und theile es in s. gleiche Theil/Ursach/weiche durch keine Mittel können erweitert wer, davon alle z. Stund eines zu nehmen/so die ersten keinenden/wann aber dieses/ daßnemlichdie alten Leute damit tNLt gethan. Oder man kan sichdes vecoÄ'vouck».behafftetsind / so ist der Magen zu schwach / die groben millen-Blumen bedienen. Nachdem der Schmertz ge-Theile auszulösen/und abzusondern/daß sie nicht mit dem stillet / kan man solche Mittel gebrauchen / welche denNahrungs-Safft dem Geblüt zugeführet werden. Stein zertheilen/und welche die Sammlung des iudi-Wann der NieremSchmertz die Schwangere erareifft / fchen Saltzes ins künfftige verhüten; dieses aber vernch-so erfolget leichtlich ein äborms. So der psroxyimuz in tet die Gundelrebe/ Ehrenpreiß/ Terpentin/ Knoblauch /Stein-Schmertzen nicht zu stillen / auch eine völligeVer- Johanniskraut-Saamen/und wilderMöhren-Saamen/stopffung des Urins verursachet/ und wann endlich die welche auf folgende Weiß können gebraucht werden:auffern Theile beginnen kalt zu werden / und ein kalter Nim Gundelreb/Knoblauch eines jeden 6. Loth/Brand-Schweiß in dem Orienten Herfür tringet/so ist der Todt wein i.Pfundt/ vermenge/und laß es eine Zeitlang ste-nicht ferne. Wann der Urin / fo in Anfang weiß und hen/ hernach nimm alle Wochen einen Löffel voll davon /dünn ist/dück wird/und etwas Sand aufden Boden des damit das Saltz gleichbalden aus den N-ieren getriebenGefasses wirfft / fo ist gute Hoffnung zur bald folgenden werde/ und solches nicht Zeit habe/ in einen Stein zusam-Genesung zu fassen. mengesetzt zu werden. Oder man kan folgendes vecaH
§. 5. In der Cur ist nicht allein der paroxylmu, zu gebrauchen: Nimm wilden Möhren-Saamen / Johan-stillen/sondern es muß auch nach denselbigen der Srein niskraut-Saamen/eines jeden i. Loch/Juden Kürschenausgetrieben/ und dabey verhütet werden / daß ins künff- , 0. ^-tuck / Wacholder-Beer i. Hand voll / koche es inrige nicht wieder dergleichen m den Nieren zusammen ge- Petersill-Wasser. Folgender Pillen kan man sich auchsetzet werde. Jenes geschiehet / wann die Fasern der mit Nutzen bedienen: Nimm Terpentin ein halb Quinrl/Theile / in welchen sich der Stein befindet / erweichet wilden Möhren Saamen 1. Scrupel / 5em.werden/ daß sie dem fortgetriebenen und Ausgang suchen- einen halben Scrupel / vermeiige/ und mache es zu Wenden Stein nichtallein weichen mögen/sondern auch nicht aufeinmal. Folgende Milch wirdingteichen einesglttenso leicht zu einer fchmertzhafflen Zusammenziekung können LKcSs nicht ermangeln: Nimm wilden Mohren Saa-gebracht werden hernach wann die Seelen-Geister von men / Johcmniskraut-Saamen eines jeden ». Quintl/ihren Einfluß ein wenig abgehalten/ und gleichsam einge- weissen Oelmagen-Saamen ein halb Quintl / Wasserfchläffert werden/ damit sie nicht / indem sie zur Zeit deS von Gundlreben und Ehrenpreiß / eines jeden 4. Loth/Schmertzens hefftiger als fonsten einflüssen/ dieFafern macheeineMilch/undbedienedichderseiben/aufeinmal.der Gange zusammenziehen/und durdurch den Stein in Man kan auch folgendes Pülverlein auf einmal zur?-«-seinem Äusgang verhindern können. Die Fäfern wer- lervarion nehmen : Nimm gereinigten Salpeter / Agt-den erweichet durch die Artzneyen / welche mit einer erwei- stein-Saltz/eines jeden eines halben Scrupel / vermengechenden Krafft begäbet sind / wann sie so wol innerlich a!s es. Letztlich solle man sich hüren von denen Speisen /äusserlich angewandt werden : Innerlich geschiehet sol- welche/'wie oben gemeldet / Ur/acb zum Stein könnenches mit Hülste der Clystieren derg eichen folgendes ist : gebe'imGegenthei! solle man gemessen Gersten Schleim/Nimm Chamillen-Blumen / Wuhlkraut-Blumen / Jo- Fleisch-Suppen/ Perersilien-Wurtz/ Spinat/ SpargelnHanniskraut-Blumen / Steinklee mit Kraut und Blu- und dergleichen/ für allsn aber solle man sich der Nüchter-nen/ eines jeden ein Hand voll / Lein-Saamen 2. Loth / keit befleissen. An statt des Trancks kan man sich einkoche es in Milch / thue hernach ein wenig Zucker darzu. VecvÄ von Wacholder-Beeren und Ehrenpreiß berei-Aeusserlich kan man folgende Sacklein gebrauchen : ten/oder man kan das l'k«« gebrauchen : Oder wannNimm Stein-Klee / Chamillen-Blumen / Wuhlkraut- man Wein trincken will/muß man vorhero Krebs-AugenBlumen / Genisten - Blumen eines jeden so viel als zu in selbigen wer/fen / und eine Zeit lang stehen lassen. Zurzweyen Säcklein nöthig/ koche es in Milch/ und nachdem Zeit des psroxysmi muß man sich absonderlich von vielenselige ausgetruckt/können sie warm über die Lenden gele- Trincken hüten/damit nickt das Fließ Wasser/welchesget werden/ und solches solle man öffters des Tags wie- zur selbigen Zeit durch die Nieren nicht kan ausgeleeretderhollen. Ehe aber die Sacklein übergeschlagen wer- werden / vermehret/ und dardurch Anlaß zu andernden / solle man allezeit die Lenden wol mit folgende« Kranckheiten gegeben werde.
Da6