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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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MteS Bucv. 5z

gelbes Santel-Holtz 2. Qm'ntl/ Coriander anderthalb solle man s-biß ^. Morgen nacheinander 9. Läu,e gebrau-

Quintl/ koche es in z. Pfundt Brunnen-Wasser / nach- chen. Absonderlich aber kan man den Sauer-Brunnen

dem es biß aus 2. Pfundt eingekochet / seihe es durch ein gebrauchen. Die Speisen sollen seyn Vögel / Fleich von

Tuch/und thue Z .biß4-Loth von 8yrup.6e Licckor.cum jungen Thieren/Suppen von Kerffel Kram/Löffelkraut/

k.liat?srk. darzu. Aeusserlich wollen einige / solle man Perersill und dergleichen gemacht. Man »oll sich auch öff-

eine lebendige Schleye / welche in etwas gelb ist / auf die ters eine Bewegung machen,rechte Seiten des untern Leibes binden / innerlich aber

Das XXV. Kapitel.

WasswSuK.

Innhalt. fluß geschiehet/ daß nemlich die fluchtige und subtile Theile

des Geblüts coMumirr/ und aus demLeibe ausgeleeret

§. 1. Derselben Beschreibung, h. Wie es entstehet. §. z. werden / jo ist nicht Wunder / wann zum öffrern auf qe-

Borhcrgehende Ursachen. §-4- Zaunes gefährlich. f, meldte Kranckbeiten eine Ä?al?er Sucht ers^laet

Was bey der Eur zu beobachten und wie selbige anjustelte». "»rivre ^tmiuyeuen ellii. ^»iier ^ucyc er^oiger. >D0l«

^ ^ che ist auch zu beförchten / wann die saure gaffte in dem

§. r. Leib die Oberhand gewinnen/welche die flüchtigenTheile

nicht so wol austreiben/als dick / fest und zach machen/

St eine Aufschwellung/ entweder des gans dahero Scharbock/ Gelbsucht/ und andere dergleichen

tzen Leibes / oder nur des untern Leibes / und Kranckheiten eine Wassersucht nach sich ziehen,untern Theilen / dabey schweres Alhem- §. 4. Die Wassersucht ist eineKranckheit/ welche

Hollen/grosser Durst/ und andere Beschwer- nicht leicht zu curiren / und wann es bereits über Hand

nüssen sich befinden. genommen/so werden alle Mittel umsonst angewandt;

§ 2. Die Ursach solcher Kranckheit ist eine Zusam- doch ist die ienige welche auf ein Fieber folget nicht so ge-menhaussung des Fließ-Wassers / welche geschiehet/ wei- fahrlich / als die ohne vorhergehende Kranckheit für sichlen gedachtes Fließ-Wasser entweder wegen grosser Za- entstehet; mgleichen ist es gefahrlich wann sich zurWasser«higkeit durch seine Gange nichtpsMren kan / sondern in sucht eine harte Geschwu st der Leber gesellet weilen dar--selbigen still stehet/und so lang ausdehnet biß sie zerreissen/ durch die Ausarbeitung der Gall gantzlich verkindertoder weilen es solche durch seine Scharsse zerbeisset und wird / und wann Dann diese mangelr / so werden die gro-zernaget. bei, Saffte /e mehr und mehr in dem Leib ge'amlet / daßz. Das Fließ-Wasser bekommet seine Saure Hernachmals die Artzneyen selbige nimmer können Über-oder tL?charffe/welcheeszug!eich;ah und dickmachet,von winden / sondern müssen darnieder liegen / und selbigeunterschiedlichen Ursachen/unter solchen aber befindet sich unberührt lassen weilen zwischen der Kranckheit und denabsonderlich das starcke Trincken / wann man nemlich A.tzneyen ke.nc Proportion mehr ist ; Wann die Kxcre.früh und spat Brandwein / oder auch andern starcken schwartz sind/so ist es em tödrliches Zeichen/weilenWein hauffig trinck.'t / dann dardurch wird nicht allein dardu, ch angezeiget wird / daß die saure Saffte in einerderMagmzuweit ausgedehnet / und dardurch unfähig grossen Menge vorhanden seyn welche alle andere Sässregemacht / daß er den Dauungs-^afft aus denDrüßiem verdickernundunauflößlicheVerstopssungenindenThei-gleichsam auswerffeil kan / sondern es wird auch der we- len oes Leides verursachen. Daß der Todt instehe ist ab,nige Dauungs-Sasst/ welcher abgesondert worden/ samt zunehmen/ wann ein hefftiger Bauchfluß zur Wassersuchtder Gallen durch das viele Trmckensehiverdünnert/daß kommet ungleichen ist es gefährlich/wann eine starcke Hu-sie die Auflösung der Speise» nicht sattsam verrichtn sten die an der Wassersucht darniederliegendeergreifftt/können / und wird also der Nahrun,gs Safft dick / zach und /e mehr sich der Urin stecket/ /e gefahrlicher ist auch dieunduntauglichinein gutes und zur Gesundheit nöthiges Kranckheit. Die Geschwar so in den Füssen oder andernGeblüt verwandelt zu werden/ und wann zugleich grobe Theilen der Wassersüchtigen seynd schwer zu heilen.Speisen gebraucht werden/ so ist die Verdauung um so Wann gelbe Flecken in den Füssen entstehen/ so ist derviel desto mebr verhindert/ und kan viel weniger ein guter Brand samt dem Todt nicht ferne. Letztlich istzu mercken/NabmngS-Safft und dergleichen Geblüt gehöret wer- daß die Wassersüchtigen meistens zur Zeit des Neu-demUnd ob schon Vergleiche in dem Magen und nächst an- Monds sich übel haben/und wann sie sterben/fast allezeitgehengtenGedarmen nicht verursachet würde/so kan doch umb diese Zeitsterben.

der Brandwein aus andere Weise schaden und Ursach §. s. In der Cur dieser schweren Kranckheit / seynd

zu einen groben und sauern Geblüt / wie auch dergleichen absonderlich zwey Stuck zu mercken / wie nemlich eines

Fließ-Wasser geben / indem er nemlich mit seinen flüchti- Theils das gesamlete Wasser ausgeleeret / ander Theils

gen und scharffenTheilen das Geblüt auswallend machet/ aber das Geblüt samt den andern Safften von ihrer Di-

ünd zu einer starü-n Bewegung bringet / dardurch die cken und Zähigkeit mögen befreyet werden / damit ins

flüchtigen Theile so M- Ausarbeitung der Seelen-Geister künsstige nicht von neuen eine dergleichen Ausleerungund

und Erhaltung aller S.lHe höcbst^üthlg seyn / aus dem Sammlung des Fließ-Wassers geschehe: Das Was«

Leib durch die schweif: Löcher haussig ausgetrieben wer- ser wird entweder mit Hülffe der pur^anrium durch den

den/ daß nichts als grobe / saure und zahe in dem Leibe Leib / oder der viurerlcorum durch die Harngänge aus-

verbleiben / welche alsdann Ursach seyn des Übels / von geleeret / unter jenen kan man sich von folgenden einiger

welchen wir nun handle« / selbige aber werden nach und bedienen : Nimm (Zummi ^mmoniac. einen halben

nach vermehret / indem die Speisen aus Mangel der Scnipel/^ercur.clulc.is.Gran/ LxrraA.I'rocchiscar.Seelen Geister/und der flüchtigen Gall nicht können ver- s. Gran/Llix. propriec.so viel zu Pillen-

dauet und aufgelöset werden. Und indem dergleichen in thig / welche auf einmal können genommen werden,

den Fiebern/starcken Bluten/lang anhaltenden Bauch- Das L^rerium , welches der dick-gemachte Sasstvon

*G z wilden