Achtes Buch.
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Das XXU. Aapitel.
BauKgrimmen.
Innhalt. Handvoll gemeine Chamillen Blumen / koche es in krau-se Munz-Wasser/ und lasse demt>srienten zum öfftern
§. i. Wird beschrieben. H. -.Unterscheid der Ursache». §.?. Vor, warm einen Trunck davon thun. Oder NIMM l'kcrlAC
hergehende Ursachen, h. 4. Was si!r ein AuSgang zu hoffen, Scruvel / aevülverte Vomeranten-^^alen p.'n ktilk
5. Wie der Schmertz zu stillen, h. 6. Wie dessen Ursach ^ - .5 pomeranzen^cyalen em yaw
auöjurotlen. qu> gepulverte Bibergeyl einen halben Scrupel / Pome-
§. i. ranzen-Schalen-Oel 2. Tropffen / gib es in dem Oecc».
üo von Chamillen auf einmal. Oder nimm eine Hand-
Auchgrimmen / Lolics ^ ist eine schmertz- voll von frischen Pferd - Mist / vermenge es mit krauße
hasste Empfindung in dem untern Leib/ Müntz - Wasser / oder dem besagten Chamillen Veco65,
welche unterweilen sehr hefftig ist / also/ und trucke den Safft aus / welcher warm kan genommen
daß der Schmertz eine geraume Zeit mit werden. Man soll auch Llystier gebrauchen / dardurch
^ Stechen und Reissen anhält/ bald an ei, nicht allein die Fasern der Gedärme erweichet werden/
nem Ort still stehet / bald durch den gan- damit sie nicht mehr so sehr zusammen gezogen werden/
zen untern Leib sich austheilet/ auch diesen bald ausdeh- und dadurch den Schmerzen verursachen/sondern es wer-
net / bald zusammenziehet: unterweilen aber wird der den auch die scharffen Feuchtigkeiten / als die Ursach/ dar-
Schmertz meistens in der rechten Seiten gespüret/allwo durch ausgeleeret; In das Clystier aber kan man 2. biß
er entweder nur drucket, oder gleichsam bohret / zuwel- Z.Loth Terpentin / so in Everdotter aufgelöset worden/
chen allen dann ein Erbrechen kommt/ ingleichen bald eine mengen / absonderlich / wann die Ursach in denen Nerven
Leibes-Verstopffung/ bald ein Durchlauff/ welche letztere enthalten ist.
Zufälle unterwcilen hefftig / unterweilen aber nur gelind §. 6. Wann durch diese erste ezehlte Mittel derseynd. Schmertzen gestillet/muß man dahin trachten/wie die/. 2. Daß diesss Übel nicht von einer Ursach entste- Ursach des Übels völlig möge ausgerottet werden,he / kan man leicht Messen/weilen es auf so unterschied- Wann dann die Ursach/ nemlich ein zäher und scharfferlicke Weise den Menschen angreiffet / doch ist selbige nur Schleim / in den Gedärmen absonderlich in dem Grimm»dem Ort nach unterschieden: Dann unterweilen befindet Darm enthalten ist/ welches abgenommen wird / wannsich eine zähe und scharffe Feuchtigkeit in dem Grimm- der Schmertzen mehrencheiis in der rechten Seiten ge-Darm / dessen Fachlein einen bequemen Aufenthalt ge- spüret wird / das Erbrechen nicht allzuhefftig ist / undben/unterweilen absr ist dergleichen Feuchtigkeit in den wann nach Eröffnung des Leibes eine Linderung erfolget/Spann-Adern desGekrößes: Selbige aber greiffet an kan man selbigen durch Purziren ausleeren / welcher/beeden Orten diespanaderichte Fasern an- nagetund beis« wann er sehr zah ist / kan man folgendes auf einmal ge-sec selbige/ und verursachet dardurch den Schmertzen und brauchen: Nimm Kraußemüntz-Wasser 2. Loth / Zimsandere^vmpromsra, so das Übel begleiten. met-Wasser i-Loth/ Lummi l. qu. I'sr-§.?.Die scharffe und zähe Feuchtigkeit in dem Grimm- »r. Virriolsr. ein halb Scrupel / vermenge es. SollteDarm nmd theils von deraleichen Speisen / theils von aber noch ein Erbrechen vorhanden seyn / muß man mitden scharffen und sauern Safften / so aus der Krös-Drü- dem Purgiren behutsam gehen / und nur öffters Clystieeft und den Drüßlein der Gedärmen ausgeleeret werden/ gebrauchen / damit die zähe und scharffe Feuchtigkeit nachgesammlet. In des Gekrößes Nerven aber werden selbi- und nach möge ausgeleeret werden / dann als diese bey-ge mit den Seelen-Geistern / nachdem sie von dem Ge- seits geraumet worden / wird das Übel auch aufhören.'vlüt in das Hirn eingesendet worden / geführet. Damit aber ins künfftige nicht dergleichen wieder gefackt-§.4. Das Bauchgrimmen/ob es zwar wegen des let werde/muß man sich von dergleichen Speisen/welcheSchmertzens sehr beschwerlich ist/ so ist es doch nicht alle- selbige verursachen können / hüten / als da sind Fisch/Erb,zeit tödlich / und ist dasjenige / so von den Feuchtigkeiten/ sen /Linsen / Obst und dergleichen/ wie auch sauere Wein/welche sich in den Gedärmen gesammlet / entstehet / nicht neues Bier und Most / an deren statt man Wermutsso gefahrlich/ als dasjenige/ dessen Ursiich sich in den Ner- oder andern starcken Wein trincken kan. Ast die Ursachven befindet/ aufwelcheszum öfftern die Schwere Noth/ in denen Nerven i>es Gekrößes/ welches angezeiget wird/wie auch eine Lahmung erfolget. Todes-Gefahrab.' ist wann der Schmertz allzuhefftig reisset und schneidet/vorbanden / wann ein Schlucken oder Heetsch / kalcer wann er den Leib bald zusammenziehet / bald ausdehnet/Schweiß / Erkaltunq der äussersten Glieder / ingleichen ba'.d den qantzen untern Leib durchgehet / bald an einemAberwitz und eine Benehmung der Krässten sich zu dem Ort fest ist / ingleichen wann nach eröffneten Leib keineÜbel gesellet / adsonderlich bey alten Leuten / Schwan- Linderung folger/ muß man sich von Purgiren enthalten/gern /Kindbettenmen und die durch andere Kranckhei- und die übrige scharffe Säffte/ so mit den Seelen-Gei-len bereits geschwächet worden. stern in die Nerven eingescblichen / durch die Bibergeyl-§. s. Die Cur muß so wobl bey anhaltenden Schmer- KiK-n?, l'jnÄur. /Vnoci vn. 8s>. volsr. dorn. csrv. Berg-zen /alS ausser denselben angestellet werden /jene /damit der Zinnober und dergleichen austreiben; von groben undSchmer; möge gestillet werden/diese/damit des Sckmer- sauern Speisen muß man sich alsdann auch hüten / undzens Ursach beyieits geraumetwerde. Der Schmertzen anstatt des Getrancks/ das vonderLbms Wurtz ge>°nun wird durch folgende Mittel qesiillet: Nimm Krause- machte VecoHum , dessen in dem Cap. von dem Hertz-Müntz-Wasser / Wasser von Pomeranzen - Schalen ei- Wehe gedacht worden / gebrauchen. Dann weilen dasnes jeden 6. Lotb / Zimmet -Wasser 1 .Loth / Biebergeyl- Übel von sauern Säfften meistens entstehet / dörffmanMen?. l. qv. l'inÄur. ^nociyn. 50. Tropffen/ Klapper- keinen Wein trincken/ als welcher sehrviel sauresRosen-Safft i. Loth/vermenge es/und gib dem parjen- Wesen mit sich führet,ten zum öfftern einen Löffel voll davon. Oder nimm eine ^
Das