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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Achtes Buch. 45

Kdor. line itzne . eines jeden anderhalb Quintl / 8yrup. gendenPulvernmitZimmet-Wasser oderSchlag-Was«

i. Loth. Wann die Seelen-Geister mit ihren sergebrauchen: Nimm przepAi-irte Krebs-Augen /hefftigen Einfluß das Hertz zusammen ziehen / und die psnrten Schweins-Zahn/ eines jeden ein halb Quintl/AustheUung des Geblüts dardurch verhindern/ müssen Occiäem»Iischen öe^osr i. Scrupel/Ssj.volae.vpcrsr.die äussern Theile wol gerieben / ingleichen Blasen gezo- 1 s. Gran/ vermenge / und theile es in Theil; Wanngen werden/damit der ungestümme Einfluß der Seelen- aber das Geblüt durch die starcke Aufwallung eine Ohn-Geister von dem Hertzen dardurch möge abgewandt wer- macht verursacht / kan man sich folgender öleöicsmemenden : Innerlich aber müssen die Hülffs-Mittel gebraucht bedienen : Nimm Wegerich Wasser Sauerampffen-werden/ welche in der Fraiß bereits fürgefchrieben wor- Wasser /schwartzesKirschen-Wasser eines jcdrn 2. Loth/den / und deren in dem Capitel von der Mutter-Kranck- Rosen-Imctur 1. Loth/ gebrandres Hirsch-Horn / 7er-heit wir noch werden gedencken. Wann die Bewegung r«8iMsr. eines jeden ein hasb Quintl/ opi»r.des Hertzens verhindert wird durch des Geblütes Zahig- Gran/8yrup. e 8ucc. Licn l.Loth; Öder man kan vonkeit/wan nemlich die Krantz-Adern oder eine grosse Adern folgenden Pulver öffters dem l >srienren ein kleine Messer-verstopffet ist/lngleichen wann das Hertz nicht sattsam von spitz voll geben: Nimm prsepsrirten Perlen/ Lorn. cecv.dem Geblüt auswärts gedehnet / und die Seelen-Geister pkilolöpk. prsepsrar. eines jeden 2. Quintl/ rothe Coral-dardurch zum Einfluß nicht gezwungen werden / muß len i.Loth/ l -sucl. opisr. f. Gran / 8sccksr perlsr.theils dabin gesehen werden / wie das Geblüt möge zer« 2. Quintl / vermenge es. Oder nimm ImÄur. Leeosrcl.theilet und subtil gemacht werden,theils wie man dieSau- 1. quint/ImSur. i .Scrupel/ Spirir. 8»!. 6ulc. einre so das Geblüt zäh und dick machen/ möge corrl^iren; halb qu. vermenge es und gieb dem pariearen öffters r s.beedes nun geschiehet durch folgende Mxcar: Nimm Tropfen davon in Zimmetwasser/damit aber der^aüemCarsunckel-Wasser/ Schlag Wasser / Zimmet-Wasser ins künffrige möge befreyet blechen/ muß man fürgefchrie-emesjeden 2 Loth/prsepgrirte Krebs Augen 1.Quintl/ bene^ecjic2Mt-nr.i eine Zeillang nacl) geendigren ?ac>-Onenc-tlischen Leeoar einen halben Scrupel / 8»I. volst. x^smo gebrauchen/ damit die Seelen Geister mögen ge-corn.cerv. 6.Gran/Zimmet-Syrup I Loth / vermenge starcket/und das Geblüt in seinem Lauffpromov sl Wer-ts und giebe dem Patiencen etliche Lössel voll nach und den / als in deren geendiglen Austheilung die Ursach dernoch davon. Oder man kan alle z. Stund eines von sol- Ohnmacht bestehet.

Da6 XVIII. Kapitel.

Üble Däuung oder UndäuliWit.

Innhalt. Safft / wann man nüchtern / oder sonsten zuviel trincket/

absonderlich aber Wasser.

^Was es sey. De/-N untcMiedliche Utt §. z. Diesem Übel muß man balden widerstehen/

anMelle". unkcr.ch, Uich <.ur allerhand andere Kranckheiten daraus entstehen

1. können / dann wann der Nahrungs-Saffr in dem M^

gen nicht recht zubereitet wird / so kan kein gutes Geblüt

^BleVerdauung/ ^peplis,ist/ wann die daraus erfolgen / und wann dieses sein natürliä'es We,

Speisen in dem Magen mchr in denNah- sen nicht hat/so können entweder gar keine Seelen-Geister

rungs-Safft verwandelt / sondern unver-- oder zum wenigsten nicht in der Menge/ als es der Wohl-

andert entweder übersich oder untersich stand des menschlichen Corpers erfordert/ in dem Hirn

ausgeleeret werden / da sie vorbero ein aus dem Geblüt gezeuget werden. Muß man also sehen/

starckes Drucken und grossen Schmertzen wie man bequeme Hülffs-Mittel gleichbalden dem Übel

verursachen. , möge entgegen setzen ; weilen aber die Undauung von un«

§. 2. Die Ursach/ warum die Speisen nicht verdauet terschiedlichen Ursachen herrühret/so müssen auch dieMit-

werden / bestehet entweder in dem Magen selbsten / oder tel unterschiedlich seyn.

in demDäuungs Safft. Der Magen gibt Ursach/ wann F. 4. Wann also der Magen zu weit ausgedehnet

er entweder zu weit ausgedehnet ist / oder wann dessen in- ist/und deßwegen denDäuungs-i^affr aus denDrüßlein/

nere Haut verletzet ist / dadurch die Speisen ausgeleeret welche sich unter der inneren Haut des Magens befinden/

werden, ehe sie der Dauungs-Safft auflösen kan. Jenes nicht in geziemender Menge gleichsam auspressen kan/

geschiehet durch vieles Essen undTrincken/ dieses durch (welches erkanntwird/wann der untereLeib sehr ausge-

die scharffeGall/ welche unterweilen in den Magen zurück spannet ist / und bißhero ein sonderlicher Lxcek in Trin-

lauffet/ ingwchen durch Wurme / wie auch durch Arse- ken begangen worden) so kan man einige Mastixkörnlein

nick oder ander Giffr. Der Dauunqs Safft verhindert nach der Mahlzeit verschlucken / oder etliche Tropfen von

die Däuung / wann er entweder gar mangelt / oder wann Mastix Geist nehmen. Angleichen kan man früh oder vor

er sehr zäh und schkimig/mgleichen dünn und wässerig ist. der Mahlzeit 20. biß zo. Tropffen von der Wermuth-

Daß der Dauungs-Safft unterweilen mangelt / geschie- Lllen? nehmen/oder man kan von folgendem Pulver eine

het / wann man zuviel ausspevet / ingleichen wann man gute Messer-Spitz voll gebrauchen: Nimm Aronswurtz/

sehr schwitzet / oder einen ftarcken Durchlauff hat. Die Calmus jedes r. Loth/Krebs-Augen/Zimmet/jedes ein

Zähigkeit des Däuung - Sastts verursachen grobe und halb Loth / MuscatewNuß 2. Loth / Wermuth Saltz 1.

gleichfalls zähe Speistn / als Melonen / Cucumern/ qu. Zucker 4. Loth/mach alleszu Pulver. Mankan auch

<Atockfisch / Schuncken / Kaß / Austern und dergleichen/ die Muscaten-Nuß allein gebrauchen. Die linHur von

welche des Dammgs Saffts subrileund gesaltzene Thei- Larecks ist gleichfalls nützliche Man kan auch öffters

lein/mit welchen er die Dauunq oder Auflösung derSpei- Quitten essen / und derselben Latwergen gebrauchen,

sen absonderlich verrichtet / in sich nehmen / und von ihrer Von überflüssigen Trincken soll man sich hüten. Aeusser-

Würckung abhalten. Wafferich wird der Däuungs, lich kan man Rinden von Brod/so mit gepulverter Mu«

s scaten