Achtes Buch.
Das IX. Zapittl.
Zahnwehe.
Innhalt. Zahns wol reibet. Etliche wolle auch den Zahnschmertzen
zu Men. ^ Weiden/die Rinden ein wenig beyse»ts thut/und hernach
L. x. einen Splitter heraus schneidet/mit welchen der Gaumen
desschmertzendenZahnsso lang solle gestochen werden/Ahnwehe / Oäomalßi,, wird verursachet biß gedachter Splitter blutig wird/ alsdann solle manvon scharffen und sauern Feuchtigkeiten / selbigen wieder in das Ort thun / aus welchen er geschmt-wie auch von Würmen / indem sie das in- ten worden / und die Rinden wieder darüber binden,nere Häutlein derZahne/welchesmeistens Wann einer einen HolenZahn hat/ so entstehet zum öff-aus Nerven bestehet / nagen und auf un- sern ein Schmertzen / weilen nemlich von den Speisenterschiedliche Weise zu verletzen suchen/und m demselbigen einige Reliquien geblieben / welche nachweilen die Nerven durch die Seelen-Geister / welche zu und nach lcharffworden/selbige aber zu lindern/kan mansolcher Zeit häuffiger einfliessen / zusamnien gezogen wer- von folgender Xlass- ein Pillen machen / und solche in denden/wird das Fließ-Wasser in seinem Lauff verhindert/ HolenZahn legen: Nimm ausgepreßt Muscaten-Oel ei,dardurch die Geschwulsten / welche gemeiniglich bey dem ^n Scrupel / LxrrsÄ Lroci s. Gran / Canipher einenZahnweh sich befinden / entstehen. Scrupel / gepulverten Bilsen-Saamen 8- Gran / Bux-§.2. Die scharffen Feuchtigkeiten werden in dem Leib Ael 6 .Tropffen/ Lxci-g^j Opii z. Gran / vermenge es.gesamlet von groben gesaltzenen und sauern Speisen/wie Nachdem durch diese Pillen derSchmertzengestillet/solleauch vom kalten Luffr/welcher / indem er die Schweiß- manden holenZahnmitMastichausfüllen/damitnichtsLöcher schliesset / zur Versamlung der überflüssigen Feuch- wehr in selbigen kommen kan / so einen Schmertzen köntetigkeiten Anlaß giebt. entstehend machen. Den Zahn aber auszureissen ist nichtz. Wann der Zahn-Schmertzen berereits eine rathjam / es seye dann / daß es mit leichter Mühe gesche,Zeitlang angehalten/ ohne daß eine Gewulst in demZahn- ben kan / dann so man mit grosser Macht den Zahn aus-Fleisch gegenwartig gewesen / solche aber nunmehro ent- reisen will/ so entstehen zum öfftern allerhand schwere Zu-stehet/so ist Hoffnung/der Schmertz werde sich bald en- falle//a der Todtselbsten/wie leiderdie Exempel bezeu--den / weilen die Natur die scharffen Feuchtigkeiten dar- gen: und solle man in diesem Fall/denen Marckschreyern/durch auszutreiben suchet. als Bttrie^gern/dergleichen keine ärgere zu finden/nicht so§. 4. JnderCur ist dahin zu sehen/wie diese Feuch- leicht Gehör geben/und sich niemalen einigen Zahn weg-tigkeiten/ so in dem Zahn sich gesammlet / mögen zertheilet nehmen lassen, ausser wann in dem Zahn-Fleisch eine Fi-und von ihrer Scharffe befreyet werden / solches aber sielsich befindet/ oder eine Geschwulst/aus welcher einegeschiehet sowohl durch innerliche als äußerliche Mittel; Hisiel konnte entstehen / weiches abzunehmen / wann dieUnter den innern befindet sich die ^mAurs Lükosrckc. so Geschwulst durch kein Mittel kan vertrieben werden /man 20. biß zo. Tropffen von selbiger mit 10. biß 1 s. sondern ob es gleich zum öfftern vertrieben zu seyn / schei,Pröpsten von der^mAur. ^no6/n. vermenget und net/doch allezeit wieder kommt. Die Geschwulsten aber/Abends bey Schlaffen -gehen gebrauchet / ingleichen welche sonder Fistel seyn / werden vertrieben / so man eindas Bux-Oel / Wacholder-Oel / wie auch das Stein- Stuck Feigen auf selbige leget/ oder / wann man zum öff-Oel / wann man nemlich eines von selbigen mit Baum« tern Milch/m welchen Stein Klee gekocht worden/warmwoll auf denZahn leget/ absonderlich so.von Campker inMundhalt. Die ausscrliche Geschwulsten aber in denwas zugethan worden. Zu diesen Ende kan man auch Backen / welche zum öfftern sich bey den Zahnschmertzenöffrers von folgenden etwas / und zwar warm in Mund einfinden / werden abgethan / so man sich mit Mastich /halten: Nimm Bertram-Wurk/Cubeben eines jeden Weinrauch und Agtstein räuchert / und den Backen miti. Loth Taback-Blätter 2. Qmntl / Psersich-Kraut / warmen Tüchern beleget/ oder wann man Sacklein/ soQuendel eines ieden eine kleine Hand voll / Alaun ein mit gedorzten Sa>tz angefüllet sind / warm überleget.Quintl/zerschneide und koch es in halbWasser undWein. Wann die Wurme sich in dem HolenZahn sich befinden /Aeusserlich corrigirt die Scharffe das (Zummi Llemi, und den Schmertzen verursachen/welches erkandtwird/oder tZumnn l'aczmsKac.so man es als Pflaster an die wann es in dem holen Zahn naget und beisset/so kan manSchlaffe oder hinter die Ohren leget / an statt derselben den Rauch von Bilsen-Saamen oder Juden-Kürschenkan man sich auch folgenden Pflasters bedienen : Nimm durch einen Tnechrer «n den Zahn gehen lassm. Wanngepulverte Spanmsche Mucken ein halb Qmntl / gepül- die Zahn schwartz sind / solle man keine scharffe Sachen /vert Bertram-Wurtz i. Loth / langen Pfeffer ein halb als 5p,rir. Vicrio, und dergleichen gebrauche / sondernQuintl/Agtstein-Oel iv Tropffen/Campher i.Quintl/ sich derZahn^Pulver bedienen/dergleichen folgendes ist:KxrrzÄ von Seven-Baum so viel nöthig zu einen Pfla- Nimm Aschen von Ro<mar,n Holtz/Taback-?lschen einesster/ von diesen kan man ein wenig auf ein lind Leder strei- >eden em Loth / getrennten Alaun 2. Qmntl /chen/ und hinter die Ohren legen. Im übrigen benimmt vrscon. em halb Qmntl. Dieses Pulver kan adsoi'der-denZahn Schmertzen das Mrsich.Kraut / wann man ii^> gebraucht werden wann die Zahne wackeln. Diesolches durch ein Wasser ziehet/und so lang aufden Zahn Zahne aber können awnderlich rein und Zauber bckaltenleget / biß es wol warm wird / hernach in den Mist leget/ werden/ wann man stlbiae allzeit nach dem Essen/ mitdaß es verfaule. Ein gleiches solle das Bein von dem Wasser / in welcbem 8^ ^mmoniac.rechten Fuß einer Krotten thun / wann man mit demsel-- zergangen / abwaschet,bigen das Zahnfleisch um die Gegend des schmertzhafften ^
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