i8 Deß klugen und Re»tS- vnstim digm Haus - DatterS
Das xnx. Zapitel.
Von dein Hirn und den Nerven.
Aunhklt- zwey stützen des oblanglichtm Marc?6 ( crurlbug me^
§. I. D °6 HimS-Hämlein. §.2. Desselben SuSikantz u»d «n. demÄ'Be^ "'dem Hirn auf
terschicoliche Theile. H. z. Das Hi5i,-Gewolb. §. 4. ^ ^ ^ ^ ^ ZU den GebelN des
kleinere Hin,lein. h. 5. Dies.P.icirNewen so von dem ob' ^--Mlpts erstrecket/durchdessen grosses Loch es sei-
§. 1. terschiedliche Erhöhungen/ nemlich dieBehalter der Au-
^iLi'VOt'urn
' Ach Beschauung der Theilen / so in dem Hinter-Backlein (ttsres) und die Hirn-Geilen (Bettes)
mittlern Bauch t-.egen / kommen wir welche wegen ihrer Form also genennt werden; zwischen
mmzu denHaupt oder dem obern Bauch/ um Behältern der Augen-Nerven / und den Hinterback-
in welchen wir erstlich das Hirn ( Lere- lein befindet sich dasLinim-Drüßlein(LIsn6ma lineslis)
bmm ) wollen besehen / weilen es eine in welchem nach einiger Meinung die Seele ihre Sitz hat
Wohnung der Seelen / und eine Werck- §- Z- Damit aber diese Theile / w-lche zu unterst in
stattder Seelen Geister ist. Solches aber wird von aus- dem Hm liegen/von dem obliegenden Hirn nicht
sen mit zweyen Hautlem umschlossen/welche/ so balden die mm gedruckt würden/ ist diesem das Him-Gewöib (kor-
Hirnschalen (Lr»n>um) hinweg gethan wird/ gesehen "") unterleger worden/welches in demWinckel/iodie
werden; daö äussere / so dick ist / und die harte Mutter Zwey gestrichte Cörper machen / mit zwey Wurtzein aus
(cwra I^zrer) genennt wird / theilet und scheidet es in dem Hirn-Marck entstehet / und sich von dannen himer-
das grosse Hirn und kleinere Hirnlein / und jenes in die warts gegen das kleinere Hirnlein erstrecket/ allwo es das
rechte und lincke Seiten / in dem aber das dickte Hirn- oblanglichte Marck mir zweyen ausgespannten Mm
Hautlein diese Abtheilung machet/ verursachet es zugleich umfasset/ und halt solches also das Gehirn in semer gc-
etliche Holen (5wuz) da es nemlich / wo es sich sowohl wölbten Figur und Rundung,
zwischen das Hirn als zwischen dieses und das kleineHirm 4- Das kleinere Hirnlein ( Lerebeüum ) ruhet
lein begibt / auseiner Seiten abwerts steiget / aus der an- gleichsals hinter den Hirn auf dem oblanglichren Ma> ck /
dem aber wieder emporkommt/ und also einige Verdop- welchem es gleichsam mit zwey Faßlein angcheffte^
plungen m rchet/diese Verdopplunaen aber wachsen ober- Dieses bestehet gleichfals aus zweyerley Wesen /
halb zusammen/ und lassen in der Mitte gedachte Holen/ nemlich aus einem grauen und weissen / welches
weiche an statt derBlur -Adcrn das von der Ausarbei- letztere / als das Hirnlein voneinander geschnitten
tung der Seelen-Geister überflüssige Geblüt in die inner- wird / einem Baum mit seinen Aesten gleichet. Dieses
lieheDrossel-Ader zurück sühnen/nachdem sie es durch k !ei- Hirnlein last etliche Fasen von sich / weiche / indem sie ab-
neBlut-Aederlein von dem zarten Hirn Hautlein (k>m warts gehen/und das oblanglichte Marckumgeben/dm
k^lscre ) empfangen haben. Dieses Hautlein lieget unter Ring-förmigen Fortsatz (l^ocukcrsnligm 2nnuiLrcm )
dem dickern und berühret das Gehirn unmittelbar / in machen; über diesen last das Hirnlein noch einen Fortm
dessen Krümmen es sich auch allenthalben einlasset/sinte- vonsich/ derwisein Wurm zusammen gesalten ist.
ma>.§«>-,läng-rundwm.ru! al-j-n-s^S ist Mchmit r. Nach den Hirnl.m z-h-l da« obläMch-.
m f -m-n und MP^ß-M-ru/s° °°lr d-nScklaff. Mur rk in da« giu-Wud, durch w-ich.«.« sich L
Puls Ad-rn und Wmb.l-PuIß-Ad-ru kommen, durch- h-ilig. B-in und wird al-dann WZL
webet / welche die Materie / so zur Ausarbeitung der Marck gmennet. ^u^g-ao-
Seelen-Ge.stec^sordert wird/ zu führen. Von dem oblanglichtm Marck entsteh/ wie oben
^ §.-2. Nachdem diese zwey Hautlem / so das Hirn gemeldt / neun Paar Nerven. Das er?e Paar n /d ^n .chtalle .nbelchutzm/sondern auch d.eAdern/welche zu Geruchs/undentsprmgelauö dmSmcknoderS ük ndenselben drmgen/unterstutzen / beystits gethan worden / des ablangenMarcks/zwischm den Mr/cheltet, Cörvern/zeiget sich das Hirn/ welches in v.el Krummen zusammen- und den Ruhstatren oder Behältern der Auaen Nervengesetzt ist/und aus einem zweysarbiqen Wesen bestehet/ mit einer scheinbaren Hole; solches ziehet sich hervor/bißdas äussere ( 8uoK2nt,. ) nemlich .stgrau oder in die Löcher des Stirn-Beins/ aus welchen es mit v eknAschenfarb/das mnere meäull-ris) aber Faserlein mdieinnereHautderNasen reichet,weiß; imes ist em Haussen kleiner Drüßlein / so an den Das andere Paar il? des Gesichts / welches aus sei-enden der PulßMdern hangen / dieses aber/ubtile Ge- nen eigenen Behältern entspringet / und biß in die Äm
fasse/ welche als Falern von gemeldtenDrußlein abge- langet/allwo es die Nchsormige Haut mit seinen ausa^
hen/ und mir ihrer sonderlichen Verwicklung und zusam- gespannten Marck verursachet. ^
mensetzung alle übrige Theile des Hirns machen; dann in Das dritte Paar beweget die Augen-Mauie / -n,.
dem solcheauv allen Krumnien des H.rns gesammlet und springet aus dem untersten Grund des oblanal es?/»unter dieselbige ausgebreiter werde/ machen sie das Hirn- Marcks/und gehet in die 6. Mäuse der Auam ^ ^
Marck / ( LorPus csllolum) welches ein weises Wesen Das vierdte Paar Heisset das Liebespaar / fanaet»st/ so die zwey theile des .p-rn zujammenknupffer/ und/ an hinter den Hirn-Geilen / und gehet schlemm über sich
nachdem es sich vorwärts gewendet/ sich an die zwey ge- biß in die Mauß/so das Aug verkehret
" "" ^ ^ Das fünffte Baar der Schme'c
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