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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
12
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»2 Des klugen und Reckes - verständigen HauS- VatterS

sich endlich in die Harnröhre enden / allwo denenselben ei- ist / damit die Wollust vom durchgehendenSaan.cn vcrs

ne fieischichteWartzenfürgeleget worden/welche verhin- nichret werde; das äussere aber ist dick,dert/ daß der Saamen nicht stäts und wider unsern Wil- §. i o. Das Haupt des Glieds wird wegen seiner

len auslausse. Weilen diese abführende Gefäß neben Gestalt die Eychel (6l-ms) genannt/ welche aus einem

den obliegenden Hoden oder bey ihrem Anfang gleich den weichen und jchwammichren Fleisch / so mit einem sehr

Krampf- Adern zusammen gedrehet sind / werden sie die dünnen Pergaments - Häutlein allenthalten überzogen

Krampf - aderige Beysteher (psrsKsrX vsrjcitormes) ist/ bestehet/ solches ist sehr empfindlich/absonderlich wann

genennet. das Glied aufgencht ist; es wird mit der Vorhaut (?r«.

§./. Erstgedachte Saamen - Blaßlein (velicu!» purio) bedecket/welche ab-undübergezogenkan werden/

lemmslss) liegen zwischen der Harn-Blase und Mast- damit es aber nicht allzuweit abgezogen werde / ist solche

darm / und sind mit einem eigenen Pergament - Haurlein ^ ihrem untersten ^he»l durch das Zaunlein an die E»-

umgeben /inwendig sind sie in viel kleine Sacklein gethei- ^gehchtet.

let/ damit sie nicht von dem Saamen/den sie als Behal- . §« ".Das Mannliche Glied hat zwey PaarMaust-

ter in sich halten / mögen zerrissen werden; diese Saamen- ^ überkommen / das erstere ist zwar kmtz /aber starck /

Blaslein enden sich in die abführende Gefäße. und entstehet von dem Unsang des Huffl-Beins/dessen

^ Ä" SlNm Sttlk z da« mdn ist'lciMr

der drußhasste ^orsteher ( glsnäuls proftsca ) und nimmt seinen Ursprung von dem Zuschnür-Mäußlein

welcher auswendig mit allerhano Ge uken umgeben ist' ^ Mast-Darms / und nachdem es von bannen auf-

mwendig aber befinden sich viel Drußlem / welche sich ^^x^s aestieaen / endiaet es sieb um die N?itt?i^rdurch besondere Gänglem in die Harn-I-.ohre auöleeren; / welche solche zu bessern Ausgang des Saamenö

damit aber der darinn entbotene und abgelondei te^asst gufbeyden Seiten erweitert»nicht / t?!s in dem Beyschlaff/ möge ausgeleeret werden/ §.12. Diese bisher er?eblte ^beil lind

ist emem jeden Gtmglein ein kleines Wartzlein vorge- Saamens-Zubereirung/ theils zu dessen Ausleerungden

leget worden / weichessich nicht eher bey seyts begiebr / Mgnns-Bildern von der Natur beygeleget worde.Dann

als wann gemeldter Sasst mit Gewalt aus gestoben nachdem die subtileGeiste: samt demGeblüt duzch dieSa-

^ men-Pu!ß-Adern zu den Geilen geführet worden/werden

F. 9. Das Männliche Glied ( pems) ist umgeben selbige allda mit Hülffe der kleinen Drüßlein in die kleine

mit der Haut und Fleischfell/ welches doch m»t Fert nicht Gänglem / aus welchen die Geilen und obliegenden Ho«

Überschossen ist / damit die Bewegung desselbigen / welche den bestehen / abgesondert / und indem sie durch deren

nach den Krafften der Einbildung und Antrieb der Na- krumme Abwege gehen / werden sie nach und nach subtil

tur sehr wunderbahr ist / in keine wegegejaumt/ oder auch ler gemacht/ biß sie endlich in die abführende Gefässe und

die Wollust im Beyschlassverhindert wurde. Das Glied Saamen-Bläßlein kommen/allwo sie/ als der Saamen /

ist zusammen gesetzt aus zweyen Spann-adrigen Rinnen/ biß zum Beyschlaff aufbehalten werden/da sie dann durch

der Harn -Rohren und der Eychel. Diese Spann-ädn- der abführendenGefasse und Saamen-Blaßlein Zusam-

ge Theile (Lorpors ner Vota ) sind langlicht und dick/ mendrückung/welche durch die Seelen-Geister / so m die-

und mit einem weichen «AUen / gleich als mit einem ser Zeit aus Krafft der starckenEinbildung hefftiaerEin-

Marck angefüllet: Dieses Marck scheinet jchwartzlicht / Men / geschiehet / durch das Mannliche Glied ausae-

wie ein Netz / mit vielen Blut- und Pulß-Adern durch- worffen werden /welcher zur selbiger Aettsteiffwird / wei-

webet / damit derLebens-Geist mit dem Geblüt hinein len die Lebens-Geister in die Spann äderige Röhren ein-

fiiessen / und das Glied vergrossern oder steiff machen fiüssen / und zwar damit es desto besser in den Weiblichen

könne. Ihren Ursprung nehmen sie von dem untern Schooß möge dringen/ und den Saamen in dessen Acker

Theil des Hufft-BeinS / anfänglich etwas weit vonein- ausspreiten: Weilen aber der Saamen sekr flüchtia/und

ander / hernach aber im Fortgang vereiniget/und durch aus puren Geistern bestehet/so wird demselbiqen/möem

eine dünne Haut unterschieden / erstrecken sich also fort er durch die Harn-Röhre gehet / aus demDrWMen

biß zur Eychel/aklwo sie wieder zusammen wachsen. Un- Vorsteher eine Feuchtigkeit zugesellet/welche verhindert/

ter diesen zweyen Spann-adrigen Rohren / und zwar daß er sich wegen seiner Flüchtigkeit nicht chender möae

in der Mitte lieget die Harn-Rohre ( Urerkrs ) welche zertheilen/ biß er in die Gebahr-Mutter und anhangendevon dem Halß der Harn-Blase b,ß zur Eychel sich er- Theile langet / was aber allda seine Verrichtung,strecket / sie bestehet aus zweyen Pergaments-Hautlein/ werden wir in folgenden Capitelunter welchen das inwendige dunn und sehr empfindlich sehen.

Das