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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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9
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Achtes Buch. y

ten Gam den zwölffFinger Darm abzuschicken: All- die oberhalb aber des Zwerchfells / entweder in die Ach-

wo er mu seinem wasseiichen Wesen denMilch-Safft sein-Blut-Aderoderm die Milch-Brust-Ader. Das

verdünnert / damit er desto leichter durch die kleine Mund- Fließ-Wasser/ welches durch diese weisse Aederlem gefüh-

Löcher derMilch-Adern eindringen möge. ret wird/ist hell und durchsichtig/ohne Geschmack / Färb

§. 4. Weilen das Fließ-Wasser (l-ympka) wek und Geruch ; es entstehet von dem Nahrungs-Safft/

ches in den Wasser-Gesäßen (vstis l>mpksricis) ent- welcher noch nicht zur Nahrung der Theile allerdings

halten ist/ dem Safft/ so in dem Rücklein abgesondert dienlich ist / derohalben wird er dem Geblüt wieder zuge-

wird / in Fengleichförmig ist/so wollen wir desselben Ur- führet / damit er durch desselbigen innerlichen Bewegung

sprung achier mitkurtzem anmercken/ wann wir vorhero gar möge bereitet werden / zur welcher Bereitung das

die Wasser-Gefaße werden betrachtet haben: Es befin- Ihrige absonderlich auch mit beytragen die Kugelförmi-

denstch aber selbige in allen Theilen des Leibes / also daß ge Drüsen/welche den Nahrungs-Safft/indem er durch

keiner ist / der mit solcher nicht solte versehen seyn / sie er- ihre kleine Löchlein gepresset wird / Verdünnern / und also

strecken sich von den äussern Theilengegen die innern/und bequem machen / daß er Hernachmais / wann er mit dem

nachdem sie durch die Kugelförmige Drüsen ( glsncjuws Geblüt den Theilen wieder zugeführet wird / denselben

Ziobacsz) geleitet worden / enden sie sich / und^war die zur Nahrung dienen kamunterhalb des Zwerchfells sind / in das Milch-^acklem/

Das VII. Kapitel.

Bon der Leber.

der Pfort-Ader in eine besondere Hülsen eingeschlossensind; solche enden sich aber in einem grossen Gang oderRohre / welche ausser der Leber / neben dem Stamm derPsort-Ader lieget/und in den zwölff Finger-Darm sicherstrecket / nachdem sie sich vorhero mit dem andern Gal-len-Gang / so von dem Gallen-Blaslein kommet/verei-niget hat.

§. 4. Das Ambk der Leber ist die Galle von dem Ge«blut durch die kleinen Drüslein abzusondern / damit selbi-ge durch den Gallen-Gang (ciu<5tum kepari'cum ) in denzwölffFinger-Darm überbracht können werden / welcheallda den Milch-Safft mit ihrem flüchtigen Saltz undSchwefel / aus welchen beeden sie meistens bestehet / nichtallein feine Saure / fo er in dem Magen überkommen / be«nimet/ sondern denselbigen auch mehr flüchtig machet/ da-mit er Hernachmals desto leichter in das Geblüt und dieSeelen-Geister könne verwandelt werden.

§> s. Weilen die Gall einen so grossen Nutzen in un-serm Leib hat / so hat die vorsichtige Natur über den Gal-len-Gang / welcher geradwegs von der Leber in den zwölffFinger-Darm gehet / noch einen (6uHum c>kicum)mitgetheilet / damit/ so etwan einer verstopffet wird / dochder andere die Gall könre überbringen. Dieser aber er-strecket sich von dem Gallen-Blaslein (velZculs iellea)nachdem er sich / wie scbon gedacht / mit dem andern ver-einiget hat/ in den zwölff Finger-Darm. Das Gallen-Blaslein bestehet aus 2. Pergament-Hautlein / derendas äussere vom umgespannten Fell/ das innere aber eigenist; dieses hat viel kleine Drüßlein bekommen / welche ei«nen Schleim von dem Geblüt absondern / der solches in-wendig überziehet/ damit es der Gallen Scharffe nichtverletze. Das Gallen-Blaslein wird abgetheilet in denGrund und Halß; Dieser ist eng / jener weir: Vom Halßentstehet der/cht-erwehnte Gallen Gang: Es ist auchversehen mit Blut-Adern / die von der rechten Bauch-Puls - Ader ihren Ursprung nehmen / und mit einemSpann-Aederlem / welches der Rippen-Strang mit-theilet. Letzlich erstrecken sich von der Leber besondereGänge in das Gallen-Blaslein / welche demselben dieGall überbringen / damit sie von bannen weiter inden zwölffffinger Darm könnegeführet werden.

Innhalt.

H. r. DerLeberSitz und Abtheilung, h. ?. Gefäße, h. z. 8ul>.ttsn-i. H.4. Nutz und Gebrauch ocr Gallen. §.5. Gallen-Biaolein.

§. 5.

Je Leber (llspzr) lieget auf der rechtenSeiten unter denHalb-Rippen/ und istdurch das breite Band/ welches durch denganzen obern oder ausgebogenen Theilderselben überzwerch gehet / mit demZwerchfell und ^chwerd förmigen Kröf-pe!/ durch das runde Band aber/ welches aus derselbenSpalt gehet /und bey den Kindern die Nabel-Blut-Adermachet / an den Nabel gehasstet. Sie wird in zwey Theilunterschieden / nemUch in den ausgebogenen und den ho-len: Jener ist gleich/ glatt und eben / undfügtt sich mitseiner Krümme artig unter die Hole des Zwerchfells:Dieser aber ist zu unterst / und viel ungleicher / dieweil ereinen grossen Lappen (lokum ) welcher zwischen denzweyen Fluaeln des Netzes liegt/ und z^eyKrümen hat/deren eine das Gallen-Blas!ein / die andere aber den dar-unter liegenden Theil des Magens umfasset.

§. 2. Die Leber hat zweyerley Blut-Adern ; dieobern derselben sind Schößlein derHol-Ader/ und füh-ren das Geblüt zu dem grössern Stamm ; die unterstensind Wurzeln der Pfort-Ader / so von dem Stamm der-selben herrühren / und das Geblüt samt der Gallen vondem untern Theile als dem Miltz und Kröß zu führen.Die Puls-Adern / welche meistens in die Hülsen / so vondem Darmfell entstehet/ und die Hol-Ader samt den Gal-len-Aesten gleich in einer Scheiden einschliesset/sich aus-theilen / kommen her von dem rechten Ast der Magen-Puls-Adern. Die Spann-Adern / deren 2. kleine durchdas Wesen der Leber zerspreitet und vertheilet sind / rüh-ren her von dem innern rechten und auswendigen linckenMagen-Ast des achten Paars.

§. z. Das Wesen der Leber ist aus kleinen Drusleinzusammen gesetzt/welche auseiner Seiten an den Endender kleinen Aestlem von der Psort-Ader hangen / auf derandern aber die Gallen-Ganyevonsich lassen; derenfehrviel durch die gantze Leber zerspreitet/ und mit den Aesten

Das