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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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1219
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Siebendes Buch

1219

Das Xii Kapitel.

Voll Loceolata, Zuccolata, Lkucalate, Lkocalate,

oder LwccolatÄ.

Jnnhalt:

5. i. Benennung und unterschiedliche Arttn'der c!wec<>l,r»?5.s.Die beste Arr und wie man sie mache. §. z. Die vcire und ver-dorbene ju erkennen, h. 4. Die Lkoccol,«» zu geniesftn / wiewir sie machen. H. s. Ob Okocco^c, die Fasten hmdere^inMagttistärckendes Pflasteri» wachen.

/ i-

. Je beste Benennung unter diesen Wörternist (^occolars,welches in tenm gegen derSonnen Untergang liegenden Oettern/einen Tranck/der ihnen/was uns das Bierist / bedeutet. Er wird bereitet aus einerFrucht des Baums Lscaoscaguskvirl.Dieses Baums eingeschlossene Fruchr gleicht sich fast denMandeln/ ist an der Färb dunckel Gelb. Aus (-usrimsl»wird sie käuffig in Spanien überbracht. An jenem Ortwird sie / wie Geld / und Allmosen denen Armengegeben.Des Baumes-Grösse kommt mit dem Citronen Baumüberein. Die Frucht ist /anglicht / gestrichen und dunckel,roth/ oder braun-gelb / wird anderstwo Lscakosceari ge,nennet / ist vom Saamen der Lacskoatl qantz erfüllet.Wir müssen uns aber die vier Anen dieses Baums / wei-sen lassen. Zzie lLrsie davon hcissetHuAuKscacakonrl.Dieser Baum gleichwie eran Zr-tur dergrösseste ; alsoträgt er auch die grösseste Frucht. Die andere Art führtden Namen k!ecscskoarl. D^r ist mittelmäßiger Grö-se/und dessen Frucht auch mittelmässig groß. Der drittenArt geben sie den Namen Xockicscslioacl ist kleiner/ undso klein auch die Frucht. Deren Saamen ist aussen roch.Eben ss roth/aber etwas kleiner ist der Saamen / des vier«tenBaums/welcher^slcscaKosrl betitelt wird/und dieserhat aucb unter allen die kleinste Frucht. Dieie Arten somanniqfalkia ihre Grösse; so ist doch aller und jeder Kraffteinerley/ ausser daß man die Grössern u»m Getränck brau,cher / und die kleinern als Bettel-Pfenninge auSgiebt.

^merics schicket uns die beste Lkoccolsee ; denandern Rang bat dieSpanische/w^lche in selbiqemKönig-reich/ aus denen von ä m erics überbrachten Körnern zube-reitet wird ; allein diese nimmt ein gar schlechtes Alter.Aus dieser Frucht nun press.r man den Safft / inlpiKrtihn /und tb«t ein weniqZimmtt und Pfeffer darzu. InAmerica wird sie an etlichen Orten (wann man sie rechtgut baden will) nur aus demTaig der Loccaz-Nüsse ge-macht. Andere tkunwas von vielerley Gewürtzen undZucker daran. Wer am Vortbeilhafftiqsten damit ver-sichren will/ der sehe / wie er sie von der ersten Hand / gleichdurch die Schiffieute schon bereitet bekomme: DanndieSpanier sind auch bierinnen gar untreu. Wiewohl eshat auch die offt veränderte LM Schuld daran / daß diebesten Kerne/verderben.Dab« schmeckt auch die Lkocao.Isra der Schiffleute / wann sie solche in Engeland ausma-chen/gantz verdrießlich. Es setzet sich auch viel zu Boden/wenn man sie siedet;das lasse man sich einZeichen seyn/daßdie Nüsse entwederMangelhafft/oderimStossenundder

Zubereitung ein Fehler mit fürgegangen seyn müsse. Ins»gemein nimmt man zu dieser Lompolw'on etwann 700.Ooccos Nüß Kern; Zucker zwölf Lotk; scharffenZimmetzwo Untzen; Mexikanischen Pfeffer Ldilles oder pimienrogenennet Vierzehen Gran / Gewürtz-Negelein eine halbeUntze; drey Schotten von der Vsaills. oder an deren stattzwo Untzen AniS ; äckiocr« einer Ha«e!«Nvßmoß. ESmögen auch andere wohl ^«br» und klokk oder andershinzuthun.

§. Z.

Wer gerne wissen mögt« / ob die Lkoccoksr»alt oder welches eben fo viel ist/ wenig nütze sey/ der kan eSam Schimmel / womit sie überzogen beobachten; undobsie nicht möcklichren Geruch hab«. Eben so wenig taugtauch diese/welche von Wurmen durchlöchert worden. DiegutedarsdenGewürtz-Geruch mcht starck hervorlassen;der vieleAucker ist auch nichtsdabey nütze / weil erzu demScharbock/den er hindern soll/beförderlich ist.

5.4.

Wann man die <^kocco!»ea gemessen will / sogebet man also mit um: Etliche nehmen eine halbe UntzeVkoccolacs,mischen sie mir Wasser/stellen es an die Son-ne/und thun Zucker(welches ich nicht thu) daran. Anderesieden sie / und gebraucpens also. Wer sie mit denen En»geländern zurichtet / der thut am besten / sie versa hrm aberalso: Sie nehmen Milch und Wasser/von jedem «in halbAchtelein/zerklopffen darinnen einen Ey-Dvttern / daranthun sie zweyLolh zerriebene und klein gelchabteLkoccol».rs. Alles dieses wird mit mildem Feuer gesotten / daß eSein wenig auswalle: Dabey muß man das fleissig herum-rühren/mit einemLkvccol-tcn-Löffel/odelQuerlholtz dcß-wegen nicht vergessen: damit sie sich im Schaum auslöse/wie wir oben bey L-tegewiejen haben. HieraufwirdeSvomFeuer abgenommen/und mit etlichenLoffeln vollSpa-niftben Weins oder Laasrien-Seck / aber ohne Zuckernoch kräffliger gemacht. Endlich mag man ihn mit Lös«feln essen / oder trincken/ so hat man/ was man will. Ichweiß viel junge Weiber/welche ihren alten Männern diesesGetränck/ oder Geschleck Abends doch garzu gerne geben:Ihr Leben zu verlängern/wie sie zu reden pflegen. Ich mei-nes OrtShaltemchrdarauf/wannmansieftühgeniesset.

§. 5.

Man hat / wegen dieses Trancks in Spanien/einmahl auch diese Frage sürgebracht:O^ nicht die Lkoocolsrs die Fasten breche: karlo clubirsncli,weil sie so sehrnähret und mästet / auch fleischliche Reitzungen mehr / alsanders Fleisch macht: Zumahl V.8cubb ein Engeländi-scher Artzt behaubtet / daß in einer Loccol-Nuß/ was dieKern anlanget/mehr nehrendeKrafftstecke/alSwann manein Pfund starcke Fische zu sich nimmt. Endlich ist doch derAusspruch für die Locco,.Nüsse/daß sie keine Fasten bre,che/ deßwegen ergangen; weil sie ein Getränck und keineSpeise geben. Noch mehr that es dabey / daß man bewie,fev / wie dieses Getränck bey den ä.a»er!csnero, waS bevPpppppp denen