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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Des klugen und Mcdts - verständigen Haus-VatterS

Das Kapitel.

Von den Einsätzen und Behältern.

Innhalt-

5 i. Von den Einsatzen und ihrem Gebrauch. §. s. Von den Be«kältern ihren Nuyen/Lager/ Ausjierunge und Emtheilunq.

z. Von Beobachtung des Unterschieds deS Bodens unddes Wassers bey verschiedenen Fischen, h. 4« Speise dereingesetzten Fische.

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IeiLlnsäye sind nichts anders als kleineTeiche / die mit ihrem Ablaß so wohl alsdie andern Weyher versehen sind / undzwischen welchen sich kein anderer Unter-schied/als der wegen der Grosse und desGebrauchs ereigner / dann die Einsätzewerden deßwegen angerichtet / damit man / nachdem dieTeiche hin und wieder gefischet sind worden / die heraus-gefangene Fische so lang drem setzen/ werffen/ und also /biß zu weiterer Anordnung oder geschlossenem Kaufs/frisch und gesund erhalten möge. Gleichfalls werden auchdie Setzlinge und die Brur hinein gelassen. Doch iedeGattung besonders / biß sich die Zeit/ die rechten Tei-che wiederum mit zu besetzen / heran genahet hat.

§. 2. Mit den BeHaltern aber/ wiewohl auch etlichedie allererst beschriebene Einsätze Behälter zu nennen pfle-gen/verhalt sich die Sache anderst;Dann ausser dem/daßsie was klein sind / so sucht man an sich selber nichts andersdarmit/als die Spelß- undK üchen-Fssche darein zu setzen/daß man sie/ wo es die Nothdurfft erfordern würde / oh-ne beschwerliche Mühe langen fangen/und haschen könne.Sie werden nicht weitvom Wohn-Haus angeleget/oderwo man seinen eigenen Fischer hat / gleich neben- oder un-ter dessen Behausung/ der dann hernach aussie gute Ach-tung geben muß. Leute denen das Geld nicht sehr an dasHertz gewachsen / oder die sonsten etwas ju verbauen ha-haben/wissen diesen Behältern / mit den artlichen Gän-gen / Absätzen / Gallerten / und andere Zierlichkeiten / einfeines Ansehen zumachen. Doch dergleichen findet mannicht überall. Unterdessen Mehe ich / daß es trefflichannehmlich in das Gesicht falle / und wenig Unkosten ma-che/ wo man mit Rechen einen solchenBehälter in drey/vier oder mehr Theile abgetheilet / damit jede Gattungder Fische seinen besondern Gang und Stand haben kan.

§. z. Vor allen aber muß man auf ihren Boden/und ausdie Beschaffenheil des Wassers Achtung geben /weil man sonsten von dem Aufdehalren der Fische / ohnediese Achthabung/ schlechte EhrewirO aufzuheben haben.Dann die Behälter vor die Karfen sollen einen leimichlenGrund haben. Ist er von Naiur so / desto bester ist esvor die Fische; wo nicht / so muß man die Erden biß aufden harten Grund ausheben, und wohl Elen dirk mitLaimen anfüllen / und in einander netten / uns stosjen las-sen. Kan man warmes / lettichtes Bach-Wasser hineinleiten / ist es um so viel besser/ und wird der Nutzen grös-ser seyn/als der/den man von andern Quellen aufzuhe-ben hat. Allein bey Hechten und Forellen ist das Spieleben umgewand. Dann in den laimichun Wassernmögte man die Forellen schlecht übersich bringen / als de-ren ihr Leben ohne klares Wasser/ nicht lang zudaurerzpfleget- Deßwegen muß man ihnen so wol als den Hech-ten/ein frisches und springendes Quellen-Wasser in dieBehälter verschaffen. Doch jeder Gattung seinen eige-nen Platz eingeben / oder welches noch besser ist / die Klei-nen von jeder Art absonderlich thun / und so auch mit denGrössern verfahren. Dann sonsteN geschiehet es gar ger-ne/ daß sie untreuliche Nachbarschaffr miteinander hal-ten/ und öffters die Kleu»rn der andern Gebrüder Spei-se und Raub werden müssen.

F. 4. Unterdessen gleichwie sonsten die Fische ihrenbehörigen Unterhalt haben müssen / also ist es auch hiermit ihnen bewand. Deßwegen muß ein Haus-Vattecdraus sehen / daß den in Behältern gehenden Karpfen/ausser dem/ was wir vorberühret haben / Brod / Maltz /Trebern/oder vonkaim/ Kleyen und Schaaf-Mist ge-knette und gebachene Kugein zu Zeiten fürgeworffen wer-den mögen. Die Forellen kan man mit Lebern speisen:doch müssen die wilden niemals allein / sondern jederzeitunter die zahmen und zu der Behälter schon gewohntenForellenGesellschafft geworffen werde/damit sie zurSpe-se sich desto besser bequemen und zahm werden mögten.Ingemein Unterhält man sie sonsten so wohl als dieHech-ten/ mit andern kleinen schlechten Fischen oder derselbenBrüt. Die sie gar meisterliche verzehrenzehret sind.

-»H-Z (:»-) 54»-

Das XUI. Capitel.

tom Aal und dessen Geburt.

Innhalt.

5« l. Beschreibung etlicher Eigenschassten des Aals. ö. Wieer gefangen werde? h. z. Künstliche Aalen. Geburt.

§. 1.

Er Aal ist ein Fisch von glatten und lan-' gen/geschlancken Leibe. Das Leben istin ihm dauerhasstig / so / daß man noch /wo er schon in Stucke zertheilet und zer-hauenwurde/ einige Zeit von der Bewe-gung selbiges verspüren kan. Er gebah-ret seine Jungen gleich lebendig/ auch nicht zu bestimmtenZeit / wie die andern Zische / sondern zu aller Zeit. Er

hat seine Aufenthalt so wohl im Meer / als auch in denSeen und Flüssen. Doch hält man ihn dem Magennicht vor gar gesund / und wissen gute Köchinnen wohl/was von seinen Scbweiff/ Haupt / und dem rvctssettRuckgrads - Aederlem ;u halten seye. Inzwischen /wo man ja semeLust mit büssen will/ so lasse man solches imMajen und Augusto geschehen / da er weiöbessec / als zurandernZeit/zu eHen ist.

§. 2. Man sangt ihn mit Angeln / an die er mit sei-nen kleinen und spitzigen Zähnlein gerne anzubeissen pfle-get. Andere wollen/ man sollte warten / biß sich ein star-ckes Donnen Wetter am Himmel hören liesse. Dannes gebe die Erfahrung / daß sie sich alsdann/ vor Taub-heit/ gerne m die Höhe begeben / und also leichtlich mög-ten