z; zg Des klugen und Rechts -verstän digen Haus-Vatters
Sl^reiftrmn Stanglein müssen kleineLöchlein/vor- F. 6. Hatmannun/erst.ge^
nen weit/hinten aber viel enger/und so klein/als nur mög- den-Faden aus d^ Haspel eingerichtet und angebunden,
lich ist/seyn. Durch diese ziehet man Vie Seiden-Fäden so beftehlt ^ der Magd? / die nicht schwach seyn darff/ sie
von venen Hauslein/und eben deswegen / weil sie vornen solle in einer gleichen Bewegung / und daß der Haspel
weiter und im Ausgang enger sind/so kommt man de- nicht holpere/so geschwindste kan/den Haspel umdrehen/
üo behender zu recht / wann man die vielen Cndezusam- denn der Glantz wird desto hoher und reiner bleiben / je
men nimmt/und diese Viele zu einem Faden macht / der ehe die ^ULltin des WasserL entledigt werden.^a muß
von bannen ausden Haspel U gelencket werden muß. die am Kessel sitzend K> unter dem drehen die Zimmer
§. 4. Die nunmehr am Ofen gantz nah-sitzende neue Ende suchen/^
Seiden -Abwinderin^. nimmt ein oder zwo Hände voll denen Hausle.n/ unversaumt ersitzer werden können / es
Seiden -Häuslein / und wirfft sie/aber eh nicht / bis das geHort mchtsals e.nekle.neUbungdarzu/wann man alles
Wasser im Kessel fast wallen und sieden will / in deNKes- ftm behende anemander danqen / und die Seide fein
Würde sie sich damitübcreilen /unddie Häusleinvor gleichförmig machen will. W,e mAbhaspeln unserer ge-
dieser E?wärm.mg des Wassers hinein werffen/ so würbe meinen kemen.Faden, so muh man auch bey diesen Ach-
die gelbe Materie/ die dem Gummi gleich anpicht/ aus- tunggeben/da^man wen,gabreise/und also wenig Kno-
weichen/das Wasser/durch die Klumsen/in die Häuslein ten zumachen bekomme. ^
drinaen / und ein erk-beschwerliches Abwinden erfolgen / §« 7» ^>er indessen wissen will / woher es komme /
die Seide auch aufoen Haspel zu bringen / nicht wohl zu. daß unter dem Haspeln die ^aden offters entzwey reisen,
tkun sevks Eben der Hehler würde begangen / und eben der lasse sich dienen; es komme daher: Äeü die Faden
drErsolaeiwättetwerd- Wasser über und durchdiefortwahrl.che Ersetzung derer Enden/ an statt
übeÄnd und aufwallend solte gemacht werden. Das der Abgehenden nicht gnugsam unterha ten ' Md.wen
Mittel triffts wie in allen/ also auch hier am besieN.Witd Nicht nachgesetzet wird. Oder man hat meliert keme
^/nnn ^?c?stasser in beschriebener Mässigung / und die Faden-rechte Ende angetroffen. Oder die Hauelem
in den Kessel gestürtzteHauslein schwimmen sehen/so liegt haben mehr Floret und schlechte/als seine Seide an sich
ihr nunmehr ob / mit dem zarten Besen I. dessen äussere gehabt/ w '.e es sich gemeiniglich bey denen dvppelten
Spitzen /wie an Kleider-Bürsten / fein gleich abgenom- Häuslein/ oderbeysonst schwachen unbverfaulren erng,
men sind, die Seiden Hauslein unterzutauchen/undso net. Und hat man sich eben auf die grossen Hauskm
lana m warmlichten Wasser herum zu jagen/bis die Flo- nicht zu verlassenDann diese geben off ers die gering.
werden mu^/ biß sich ein rechter sleter Faden stn^ in dem sie die Hauslein ins ^öaiser und den Kessel
det/an dem keine fahrende Seide mehr gesunden werde, wirfft/ nicht wol Acht hat / ob die Floret-Seide mit dem
<5. f. Sind die Seiden'Hauölein aufersibefagle Besen wol abgenommen sey; oder ob das Ende/ebe der
Weise fein rein gemacht/ so werden von mancherleyHaus- Jaden noch recht aufg^eichr/angek upsr worde.^n bey«
lein so viel Ende / als der Faden dick oder dinne werden derley fallen reisldcr Fade gern. ^)verdas ,^aven.rel-
^»//..s^mmen genommen "und ist zu wissen/^ sen kommt auchdaber/ wann das Wasser durch vie gar
z.wolff solcher Ende von denen Häuslein/doch kaum einen zu sehr darinn erweichte Häuslein dringt. Und dieses
Seiden'Faden / der nur ein Haar dick wäre/ausmachen hatman auch zu erfahren/ wannesmit der Seiden/ die
werden Uns nunmehr wird dieser Faden/durch d.e vor. meinsten von einem Hauxiem abgewunden worden /
nen weite / und am Ausgang enge Lochlein/des eisernen zum Endestreichet: Dann etzten. bleibet niä ls / als ein
dünn-^autle.nubr.g/welchesderS^
äusden Schrägen der Halpelbanck auf die z.Schud seinerÄodnnng/umdteseÄeit/au,bauet/ wanner-m
koch anaemach sind / geleitet. Der Spulen hat einen Wurm zu seyn aufhöret / und d.e Gejialt eines von un-
cbnitt/der mweaen bringt/ daß / wann der oben beschriebenen Dattel-Kerns annimmt. Bey vie-
Faden dadurch laufft / derSeiden-Faden rund werde. semZusallmuß Lmit dem Besen in Kessel wohl herum
Von eben diesem Spulen / muß der Faden über einen ftreiffen / damitdie bösen Ende und Haden/ wo sie si^al^
runden Stock / durch einen messingen Drar solcher Ge- le daran hangen/ aucv alle abgezogen / fernere Beschwe«
stall/daß ein kleiner halbrunder Bogen/ wo der Faden rung aber/ die sie verursachten/abgewendet werben kon«
durchgeführet wird/gehen. Der Stock/von dem wir jetzt ne. Eilen aber die Hauslein / mit dem abgewundenen
reden stehe» ans zweyen zu beyden Seiten des Haspelsfesi Seiden-Faden au^das Lnde gar nah zu. so muß !wey
aemamten Füssen / er aber selbst der Stock/muß beweglich Ende deßwegen zusammen sassm; damit/wo ein Faden
seyn und immer hm und wiederlauffen/ damit der ansden bricht/ der andere gleich an der Ereile/und so viel 3e>t m»
Haspel zuwindenNSeideN 'Faden/durchveränderteBe« dessen zu gewinnen sey / m welcher anvere ftlsche Haus»weauna des Stocks nicht immer aus einen Punn des lein in den Kessel geworffen/ und «.-avon die Lcive an die
Haspels und zu hoch übereinander hinauflauffe. Die Be- abgerissene Trummerg^nupltt^ Man
^eauna dieses Stocks entstehet hauptsachlich von einer hat indessen nicht zu forchten / wann man an statt acht/
Teller -grossen/ und aufder Leisten dieser Haspelbanck lie- zehen Faden / surAen etwa^ die
aenden/Scheibe. Die Leiste aber wird/durch Hulfeines vierzehen/ ertappet/daßeinemerckl'cheUngteichhett des
Stricks/durch den Wellen Baum des Haspels herum- Fadens daraus entstehe ^.dami wann man ungesehe
aetrieben/ und die Scheibe ist mit einem weit.lochrlchten zwölff Faserlein erwischt/die alle zusammen so dick Nicht/
Korbe /worinnen gemeldeter Stock stecket/vetsehen.Die- als ein Haarwerden/ was wollten zwey Faserlein am
^aß man sie voa d.eM ^a,pel mmmer «pwmoe,. wann er nochmttvnnle.