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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
1082
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Des klugen und RMs-verständtgenHaus-Vatters

ung nicht viel Mühe und Arbeit kosten / keinen sonderba- grobe Nahrung und Geblüt geben / und zimlich hart zuren Kr anckheiten unterworffen sind/und dannoch die Ta. verdauen sind - allein/ wann ausser dem nichts zu besurck-fel und Tische/mit einen niedlichen Gericht besetzen und reu ist/ sodarfder/ so einen hitzigen und siarcken Magen

bestellen- Undobschon ^larrializ ein Bedencken bey ihrer V rspeisung tragt/wann er singt!

I'ora «zuiclem ponarur^nZ5,iecl peÄoretanrumI^r cervice lapic. coererÄ re6äe co <zuo.so kehret man sich bey unSVocb nicht viel an sein S.chwegeln/ Singen-Pseiffen und Sagen/sondern man last dieEndten wie sie ist, vor ein obschon hartes / dock gutes Ge?

har/sich über dem Essen dieser Eyer kein grosses Beden-cken machen/noch graue Haar wachsen lassen- Und wannes bey uns Gewonheit wäre / was die Frantzosen thun,nemlich die Endten im Frühling und Herbstzu berupfsen/und diePfiaumen anstattder Gänö'Federn/ in die Bet-ter zu verbrauchen/so möchte vielleicht wiedt r etwas seyn/das sie recommancliren mächte; zumal wann dem so wa»

Znnhalt

richt p^ssiren. Von den Eyern ist zwar wahr/das! sie vor« redaß ihre Pflaumen gelinderund annehmlicher wären/berührter Ursachen wegen am wenigsten zu gebrauchen als die/so wir insgemein von den Gänsen tn Bettern zusind; zumal da sie den Magen drücken und beschwehren/ haben pflegen.

Das cxn, Capitel.

Von ihrem Legen/ Brüten und Zucht.

sollten; welches aber die Hün er nickt leisten können / die,weil sie des Waffers uneewobnet sind. Man darff einerTeutschen Henne bis eilff oder zwolff/ einer Indianischenaber^biß zwantzig und vier und zwantzig Endten-Everunterlegen/ dann soviel brüten sie beydegerne/ und ohnesaure Arbeit aus» Sie sitzen insgemein und ordentlicherWeise Wer Wochen/oder dreysig biß ein und dreysigTä'ge darüber»

§. 2. Die ausgeschlossenen Jungen verwahrt!man anfänglich gar wol/ und last sie bey der Mutter/wartet ihrer aber unterdessen mit klein-gehackten Hüner«oder auch Gäns-Eyern/darbey stellet man ihnc siätigs einsauberes grosses/ doch nicht hohes Trvglein oder Sauff«Gesch,rr vor/damit sie so molaren Durst/als ihre Be-gierde/ im Wasser zu pfiadlen/crsüllen und büssen können.Wer Mecr-oder Wasser-Linsen bey der Haud Hot / derwirb ihnen ein angenehmes Fressen bringet!. Ameis-Eyer lieben sie auch / und nehmen nicht übel darvon zu.Man menget auch wol Kleycn von Waitzen und Wasseruntereinander / und giebt es idnen / so wol als den Alten /zu fressen vor. Wann sie zrvolff/ vierzehn oder sunsszehnTage alt sinv/und es ist ein schöner warmer Tag / so lastman sie unter sreyem Himmel / daß sie sich an der Son-nen ergötzen mögen; doch in die Teiche sollen sie vor derdritten Wochen noch nicht kommen/es müsie dann Sa»che seyn/paß keine Hechten drinnen wären/von denenman sich eines Schadens zu befürchten hätte; das sinddie besten Teiche und Weyher vor sie/ in welchen vielSchilffund Gerohrig ist/ da »unter sie sich widerHüner-und Fisch-Geyer / und andere Raub-Vogel/ vttschliessenund verbergen können-

§. ? Jmübrigenmußl'chgesiehen/daß die besteAkt/ohne einige Mühe und Ausserjiehung/ Endten zu ha*ben/ohneZweiffcldie/enlgeist/diedie Natur denen In«wohnern der Orcadischen und bey Schottland gelegenenZnfuln/gegeben und verliehen haben soll- Dann Mün-tterus mag es verantworten/daß er schreibt / es wachsenan den benannten Settern dieE? dten am User des MeerSausden Wumen/veren man auch etliche zu Berlin gest»hen hätte/ so von dar heraus wären gebrachtworden-

t. Schlimme Gewohnheit der Endten mit dem Eyer-verlegen-Was zuthun? Vorzug der Hüncr im Ausdr i ten her Endtcn-Eyer/und Ungleichheit gegen die Endttn mdcr Führung derjungen- Von dn Zahl der untergelegten Eyer und der Brut-zeit. §- r. ^hre Wartung Wann sie in die Teich/und in wel-che sie zu lassen. § z- Schottische Endten-

§. r.

Ann die Endten im Merken und April an-fangen zu legen/sot man lassenAchtung aus siegeben/ daß sie die Eyer nicht vertragen / odersich an solche Oerter zum Legen und Brütenansetzen/ da man sie wederzu suchen noch zufinden weiß. Dann sie haben die schlimme Gewohnheitan sich/überall indasGeröhricht/ Gesträuch / unter dieHoltzstösse/Hintet Fasser/und in andre heimliche Winckelsich zuverstecken/und ihreCyer verstohlen dorthin zu legen/da man nichtdarzu kommen kan. Dem Übel wird aberleicht geholffen / wo man nur / ehe sie Morgends aus demE tall gelassen werden / sie sieissig befühlt unv ven Cyer.stock begreifst/ob wasdarinnen verHanden seye oder nicht;die Vollen / oderdie ienigen / so da Eyer haben / sperretman ein/und last sie nickt eher aus / biß sie ihren Zins ab-geleget haben. Über die gelegte Eyer kan man hernachdie brütigen Endten oder Hüner ansetzen; doch die Letz,lern sind besser als die Ersten/ dann die Endten haben die»se narrische und schädliche Artan sich/daß sie/auch unterdem Brüten/deS Wassers nicht gerne entrathen wollen.Wird man ihnen nun hierinnen zu Willen/so befeuchten/erkälten und verderben sie gemeiniglich die untergelegteEyer wann sie von ihrem Baden / Pfladlen und Unter«dauchen/wieder indas Nest eingesessen sind- Deswegenlegen auchverständige Haus-Mütter die Eyer den Hü-nern lieber unter/als ihren eigenen Müttern. Unterdessenist nickt zu laugnen/daß/wo dieEndten seibsten brüten/derVortheil zu hoffen und zu erwarten seye / daß die jungenCndtlein ihre Nahrung leichter und besser suchen und fin-den lernen dann sie werden hierzu alsobald von den Altenangewöhnet/ die sie ins Wasser hin und wieder / auf undab führen / und mit ihrem Exempel ihnen Unterricht ge,ben/wieund wovon sie ihre Nahrung haben und suchen

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