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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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FünfftesBuch.

917

Da6 XXIII. Zapitel.

Bon dem Alter der Pferde.

Innhalt. Nach diesem Jahr wachsen ihnen die Hacken-Zähne; N .4.

wiewohl einem eh als dem andern: Daher diese Hacken-

i. Allein von denen Zähnen / und deren 4. Schuben. Mie dar» Zahne / das richtige Alter so genau zu errathen nicht die«

aus daö Alter zu erkennen. Hat ein Pferd ein halbes Jahr über die sünffe er»

§ ^ reichet/so ist es bey ihm/mit dem Schub der Zahne aus/

und es bleibet bey den vier Schuben Nach dem sieben-

Je Zahne sind das sicherste Mittel/ dasei- den Jahr laßt sich das Alter nimmer accur-scunterfchei-

gentliche Alter der Pferde zu erkennen/ den und genau erkennen. Das Pferd schiebet offt etliche

dann die andern Zeichen geben mir wohl/ Zahne / die durch Nachwachsen immer erfetzet werden/

daß ein Pferd alt oder jung / aber nicht ohne anderes Nachtheil / a!s daß es ihnen im Keuen scha«

eben / wie alt oder jung ein Roß sey. Die det / indem sie das Futter mit denen vordem Zahnen nek-

Fohlen bringen ihreZahne mit ausMut- men/und mit denen hindersten keuen und mahlen. Deß«

ter-Leib. Sie haben vornen im Maul 12. nemlich 6. oben wegen giebt man weniger / als für die / welche ihre Zähne

und so viel auch unten. Die geben das Alter, gehaben alle haben/deren an der Zahl 40. seyn müssen/gleichwie

aber auch Hacken-Zahne/ die sonst auch den Namen der einMaul-Esel mehr nichr als Z6. ausweisen kan. Wann

Hunds-Zähne führen. Wieder andere heissen Backen- ein Pferd zwölffJahr/ oder alter/ist. so hat es bereits

ober Stock-Zahne / die das Keuen verrichten müssen, den Kern/die Keuung/oder die schwachen Tüpstein/wel-

Dabey man dann zu wissen hat / daß ein Fohlen biß ins che in denen Zahnen waren/ weg gefressen. Wiewohl das

dritte Jahr/ ordentlicher Weise keine Zahne verlieret, harte oder weiche Futter/womit sie vorher genehret wor«

Und ob hernach dieses geschiehet / so wachsen sie doch wie- den / diese Keuung eher oder spater abnutzet. Wofern

der. Wann dieFohlen ihre dritthalb Jahre haben / so sie am Pserd-Alter gar hoch gestiegen / so verandern sich

schieben sie dieSauy-Zahne /dasist/zween unten/und ihreZahne dergestalt / daß sie so weiß .-.ls neu-gefallener

zween oben/wie num. ..zusehen/ das Heisset man den er- Schnee / und dabey um ein gutes langer werden / wider

sten Schub. Im vierten Jahr schieben sie wieder vier die Eigenschaffl anderer Thier / an welchen man / je äl-

Hahne / nemlich aus jeder Seite einen oben und einen un- ter sie sind / die Zahn auch schwacher und abgestumpf et

ten/nächst neben dem ersten, num. 2. Im sünfften Jahr finden wird. Das Runtzeln- zehlen an der obern <ef,en

werden die nächsten vier/bey denen vorigen geschoben/ tauget zu keinem sickern Alters Zeichen/auch das H^ut

welche die äussersten aus der rechten Seiten sind / einer aufrollen und wieder auseinander gehen derselben / wie

oben und einer unten; und so auch aufder lmcken. aum. z. es auch die Reit Schul des Httm von Neu-Chastle nickt

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