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zuziehend und das Pferd / weiches sich machtig wehret/ wo man sie wohl anweiset / sind es Rosse / die keiner eini-fast zu erwürgen. Ausdiese Weise binden sie es / hemmen gen N-rion was bevor lassen dörffen; aber unsere Roß-es an Maul und Füssen / führen es / nach der am Hals tauscher theils störrende Bereiter verderben sie mit all-aufgelöste Schlinge nach Haus/ spannen es so gebunden/ zuzeitiger Antreibung zur Arbeit. Da hingegen d?e Hol-was die Füsse und das Maul anlangt / so lang etliche landisch« Pferde / mit denen man biß in das rechtesterWochen nacheinader/ an einen Pflug und wieder aus/ des y.Jahrö gewartet über zwantzig und wohl über dreys-biß ihm das wilde / trichtze Wesen vergehet. sig Jahr alt werden / und gesund auf den Schenckeln/
§. 2. Von denen Landes - Arten zu reden wol- auch sonsten ohne Mangel gewesen,len wir unsere Lands - Leute zu erst nehmen / und §.4. Die Bremische Pserde sind gantz weich/ mattsehen / was man von Teutschen Pferden zu halten und platt-hufig/ob sie schon eine herzliche Grösse haben,pflege. Ob man nun schon meinet / die Teutschen Die Dänische sind seirer dem/daß ^cZericus Ii. welcherPferde thun im Fahren bessere Dienste / als zum Reiten; 1558. zu Regirung gekommen / und an unterschiedlichenso ist es zwar an denen im Ländlem ob der Ens/von Salz- Orten / zu Fndrichsburg/ Anderscho und Warneburgburgisch- und Bairiscden Pferden / nicht gar zu laugnen; zc. sürtreffliche Stüttereyen ausgerichtet / und so wohlso werden doch in Oesterreich/ in Sachsen/Hessen/ Meck- Beschulter / als Stutten aus Spanien / Italien / Polenleburg / Braunjchweig / der Brandeburger Marck und und Ungarn bringen lassen / sehr berühmt So ist auchPommern, und in der Spessartischen Stutterey Seiner eine grosse Anzahl der Dänischen und Holsteinischen Edel-Chursürstl. Gnaden von Maintz solche Pserde gezogen/ Leute / die eigene wvhi-eingerichlete Stüttereyen haben,welche es andern Nationen / in Reise- und Kriegs Dien- Ja! sie eifern einander also nach / daß immer einer besse-sten weit bevor thun. Und man weiß auch sonsten / daß re Pferde/a's der andere/ ziehen will. Die Holsteinischedie Roße/welche vonTü? ckisch- und Spanischen Stutten sind gemeiniglich klein-' aber starck/ von harten Knockenund Beschellern herkommen / in Teurschland zcbenmal und gesund. Die Jutlandisch Pomerische und Scbwe-besser werden / als weiche allein von ihrer Art gefallen/ dische Pserde sind untersetzt / und an Grösse mittelmäßig,und in selbiger auslandischen Lussr erzogen worden. Daß Aus alle Tag und zu tauerhaffter Arbeit sind sie gut ge-aber unsere Lands- Rosse gemeiniglich nicht wohl ge>a- nug. Die Böhmische sind zwar groß; siehaben aber denthen / da sind sie nicht; sondern der verkehrte Sinn der Mangel / daß sie leicht am Gesicht Noth leiden. DieMenschen/Schuld. Spannte man dieselbigen nur nicht Mährische sind deßwegen tüchtiger als die Böhmische;w jung und zart ein / und zum Reiten an; so würden sie weil sie mit Ungarischen belegtund untermischt werden,schöner an Gestalt / starcker an Krasst / und dauerhasster /. s. Man halt von denen Polnischen/die/ welche ausim Alter seyn. Man hat im übrigen in allen Provinzen/ pocivlien und der Ucrsine kommen / auck>Tvger gespren-von Fürsten/ Graven und Herren so viel sürtrefflich und get sind / für die besten/ und an Tauerhafftigkeit / undZahl reich angestellte Stüttereyen/ darinnen man schö- Stärcke/preislicher als dieUngarn. Wannnurmchtsone/vermögsame/ geschickte und gute Pferde ziehet / daß viel darunter waren / welche sich aus trutzigem und wil«zehenmal mehr Pserde aus Teutschland in Spanien/ den ttumeur nicht wollen beschlagen lassen ; wiewohlItalien und Franckreich geuchret werden / als von dan- die Natur ihre Hufe so hart gemacht hat / daß sie des Ve-nen zu uns kommen. Wir wissen/ daß sonderlich Franck- schlagens wohl entrathen köMen. Man heUersieLscK-reich einen grossen Staat von Teutschen Pferden macht: msrren. Eben diesen Namen haben auch die Moscowi-Gestalten so bald es eine K rieg für hat/die Metzer und an- tische Pserde. Diese sind gemeiniglich kurtz und unterM/dcre Juden aus allerhand Provinzen die Pferde zusam- an den Füssen ein wenig behängen/spitzig von Kreutz/vonmen kaussen. Nicht eben aus einer policic, damit Franck- kleinen Köpffen/langen / schmalen Halsen. Sie laussenreich den Pferde > Vorrath/ bey uns mindern (dann wir überaus wohl und lang in die Haare / sind dauerhaft undhaben deßwegen doch noch Überfluß) sondern daß es einen langen Wegkurtz zumachen/ überaus dienlich. EsPferd / die im Krieg dauerhasst/ wohlgewachsen und be- giebt auch eine solche Menge / daß diese Barbarn mithertzt seyen / haben möge. Einmal ist es gewiß / umere mehr als einmal 100000. Pferden zu Felde gehen.
Teutsche Rosse sind von bessern Füssen als andere / kön- §. 6. Von denen Spanischen Pferden will mannen alle Arbeit und viel Ungemach / nicht desto weniger glauben / daß sie be» anderthalb 5ccutis ein mercklichesdulten; ob sie schon nicht so fleißig gewaschen / gewartet an ihrer Güte und Grösse verlohren: nemlich von der Zeitund gepflanzelt werden / wie es die auslandische Pserde/ an da Lsro'us V. den unglücklichen Zug nach ^uniz undwann sie dauren sollen/haben wollen. Aber wie gedacht/ Algier gethan/und den Äuebund der Spanischen Rosse/wir verderben sie gemeiniglich vor der Zeit/ weil wir sie Hengste und Wallachen mitgenommen / und sich nochnie biß zum sechsten oder siebenden Jahr / ehe man sie schicken lassen / welche meinstens darüber geblieben sind,braucht / anwachsen und erstarcken lassen. Diesen Schaden zu ersetzen / fanden sich die Spanier ae-
K. z. Die Englische sind gut und tauerhafft/und von rrungen/ Morische Pferde zum beschellen zu gebrauchen/ihren Zeltern macht man/wegen deren sittsamen/sichern von deren Zucht man nach der Zeit nichts alsLsksrcle/undsanfften Gang / welcher sich lür das Frauenzimmer und diese etwas niederer anSrarur. als die vorigen/hatbequem schicket / grosses Wesen. Wann man sie nur Diese Spanier werden in zwo Arten/ deren man die einemehr ohngehindert aus dem Land / weil keines ohne be- (Herren/ dieandere Villsnos nennet. Jene die(-encc.sondern Paß aus dem Königreich gesühret wird / brin- ten sind herrlich/ nicht gar zu hoch / aber vom Kopf auf-gen dörffre- Die Frieslander'Holländer Fluinmische/ recht/von Brust und Kreutz, und andern Gliedern wob!Westphalisch-und Geldrische Pferde sind im Beruff als gebildet/und bleiben im Laussen nicht gern dahinten; ver-schön gestaltete, aber weiche Pferde. Unter diesen werden gleichen sich mit ^rkiopischen Pferden gar wohl Dickdie Friesländische oder Gröninger / zum Staat gerne in andere Art / nemlich die VMnox oder kkonviliLnos sinddie Gutschen / und wegen ihrer Starck und Grösse für starck und groß / aber nicht so schön wie die (Zenerrm,' die«schwere Reuterey gelobt : Sie sind gemeiniglich rauh und ser Ursach wegen heissen sie Villsnos, Bauren/nicht aber/zorriat von Schenckeln; und die besten / wann sie nur um als wann sie für diese Leute waren / sondern der Starckedie Fasseln der Koten behängen und rauh sind. Die Hol- wegen. Sie sind zum Krieg und zur Arbeit weit dienli-landiscke sind besser als die Flammischen/ und die Henaste cher / als di« Len«ten. Die in ^n«Is1uüs.um Xe^esinsgemein gehorsam / willig / gelernig und fromm. Und kronre