Fünffte s Bucv» 907
einem hären- und wüllenenTuch um den Kopf und den daß / wann ein Pferd mir Sattel und Zeug/ oyerson-»
gantzen vor demZeug hervorragenden Leib wieder oder sten köstlich behängen/ dem Kausser vorgeführet wor-
jumandernmalabzustreichen. Mahne/Schöpf/ und der den / auch solcher Zeug demselben mit dem Pferd überlie-
Schweismussen vermittelst eines Kamms wol geschlichtet ftrt werden müsse / so fern derselbige nicht insonderheit
und gekämmet werden. Damit auch ein Reuter / durch excipirt und ausgedungen worden / dahero dann der
Nachlässigkeit seines Gesindes / weder gehindert / noch in Verkauftem wann er solchen bey Überlieferung des Pser-
Schimpfoder Gefahr gesetzet werde/soll er vor dem Auf- des zurück halt/oder nicht also/ wie er anfänglich gewie-
sitzen nach dreyen wohl umsehen. Ob das Kinreis an sen worden/einhändiget/entweder innerhalb 60. Tagen
demOit/woes hingehört / liege? Ob der Gurt/ recht zur Aushändigung des Gezeuges/ oder auch zuWieder-
undfest angeschnüret? Od etwas am Hufeisen mangele. Annehmung des Pferds angehalten werden kan/ l. zg.
Ausser diesem wird er/auf der Reise/immerm Furchten/ pr.^js. i l.ö! »2. ff. Ä. l. zz pr. ff. ge-
ob es wohl von statten gehen werde / seyn müssen. stalten man zum öfftern eine Sach wegen seiner Zierach
^ A nni t>r<5,,n^pn kauffet. l. Z4. pr. ff. cle L V. Es wäre dann / daß ent-
^ weder ein anders verabredet worden - oder auch an dem
F. 18. §.4. Ort/ da der ConrraÄ geschlossen/sich ein anderer Ge-
4)6KNter die Fehler der Pferd (nicht aber unter die brauch befände: Dann gleichwie ein jeder Lonc»-..<H
U2H>>saupt«-Mönge!) gehöret auch dieser / wann ein nach der befchehenen Verabredung zu mocieriren/ 1.2z.
Pferd nicht aufftyen lässet / auch sich leicht ff.^ek..). also pfleget auch ein ?ede Handlung sich nach
hoch aufpfalet und überwirffet; dahero dann auch der Gewohnheit eines jeden Orts zu richten / l. zi § 20.
deßwegen dieselbe geringfchayiger zu feyn pflegen / von ff. cie se6il.Lclj<A. /Vc!6.k.>cnr. cie sciverb. verb. oxn^!/e.
welchen wir aber (wie auch von dem / wann ein Pferd p. s8c>. Lc 581. k koevenkrunck. ä°- re6Kil,,r. juäic.
den Zaum oder die ^alffter abstreichet^ hierunren Lquelir. csp.S.a.i.öi leqq. Übrigens ist es heut zu Tag
weitlaufftiger handeln wollen- v^ct. inrercs ^«vcn. fast aller Orten Herkommens / daß bey Verkauffung
kruock. cle^uclic.skkimnr. Lquekr.p.!. n. I2. eines Pferds die5vnecht ein Zaum-Geld begehren / da-
^6 §. 5. Lcieczq. von zu lesen Jas. in §. a^ionum. n. 62.^. cie actioa, Se
^Ndem hier von dem Sattel/ Saum/ und andern 8pe-6el. voc. Pferd, qv. 1. n. z i.
Gezeug der Pferd gehandelt wird / als ist zu wissen/
Da6 XIX. Aapitel.
Das Fassen und Führen des Zaums.
InnhalK § 2. Die Hand kan ebenfalls aufzweyerley Manier?
. einmal niedrig / nahe bey dem Hals / über der Decke am5.5. ?wo ArtendenZaum zu fassen. H.». ZwoArten d,e Hand Sattel; das andermal etwas höher gleich dem Sattel-
Ln-Äum. § 4 ' ^ 5' Knopf ( über welchen man sie selten hinführt) gehalten
Schluß von d -r Stullcrey und der Anweisung e «ms gemei- werden. Wer em Pferd zum Gehorsam bringen will/dernen Haus Vatters zum bereiten. halte die Hand niedrig: wiewol man dabey auch mit der
Hand an den Sattel geklemmet / und untüchtig / Hand-5- ^ und Stangen-Zügel zu gewinnen/ gemacht werden kan;
zu d-nmk-WG^en, die -in sorgfältiger U""
' Haus Varrer -onnothen hat / und die
kbm / niZi's) aeaenwarkiaen ^nd I oss^rtlg gl hen / alv wann sie , ich immer nach lhl em
die Kunst-Schulen eines xeneroten ^5
Pferdes angeben / anzuweisen haben / ge- l ' ^ ^ ^
Hörer noch die Art und Weise / wie man den Zaum ge- A" AÄ.N
schickt fassen / und in der Hand führen soll. Der Zaum ist ^ em P,u d mir d.m M ^em ^ on, ^ nm' igermit der lincken Hand dergestalt zu fassen / daß der Gold- -.n m./n d ^
Finger, oder der vierte / vom Daumen anzurechnen / zwi-
»n idrer Nachricht folgende drey Ursachen/warum fle es^yren ^nger unrer sollen / mercken. Wann jemand die Hand hö-
/. ^ A ^ ?IN ^ Rm-r ,^nd fübren/ ber/als der Eattel-Knopfist/führet/so wird ihm der Arm
und keinenZügeldurch die Hand ziehen'könen. Es ist aber weil'ma^d inm in ^
noch eine Art den Zaum zuführen/ da man die beyde letz- ^i^n,mi>^,.mn,!'l!!
tere Finger der Hand zwischen denen Zügeln durchschiebt/
und die Hand / wie in der vorigen Weise / zuschließt. Die- ^
se andere Art ist die leichteste / und gehöret für Neulinge/ s-ls^^ Ä
pi'ff'll reiten anfangen/ dienlich eine slchwere/ilarre dasflevono>.>.nhe^ erwarten/betteln/ und sel^lgeö ailf^
^auff haben Mo W langen wollten. Im Krieg / oder Duell, oder wann Mün
annkÄm?. s^t-?.?r?k/ auf der Strassen angepacket wird / davon unser Haus-
auch dem ^anm unMiveilen Lvffi gelassen r-erden' Also/ Vatter zwar verschonet zu werden wünschet / können ei,
nem d'e Z "gel leichtlich abgebauen werdendak'u, ch wirdMÄS mans.inPferd-u^al..nu».üch.ig/undd.grGst.G-.