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iunaen Reuter etlich-etwan dreymal vor dem Stall her- Würckung dieser Zahmmach^?mercket wird / ftllum fükren, ehe man es wieder an seine vorige Stelle im man ihm einen Trauet oder Äkiich-Zau... -.«legen / und^raUiMen einweiset. dabey das Nasenband n-chrzu «eicht/noch zu schwer neh,
§. 2. Im Stall gehet hernach ein Jung und Knecht menauch einen zu Huß/ der das Roß an der Lkorä» be-nach dem andern zu ihm/sein gemachlig/hin/greifft ihn an/ hutsam leite/bestellen. UmdenLeib soll dasPserd einenstreichelt ihn/ täschelt / und hebt ihm die Füsse auf/ wischt Gurt/ und an diesem dieZügel von dem Tränckzaum/wieund schlichtet ihn um den Kopff alles fein zurecht / und er- ers ingleichen gleich nach dem vorigen gebundene Kupffeetheilt ihm solche Lsressen, als der sittsamste Mensch wüw aber mal gar nett surstellt. Dabey soll der Sereicer mitschen kan: weil doch / an dieser Freundlichkeit / des Pser- der Lksmbrire das Roß ordentlich in der Volte,de ^antzeHaimlichkeitund Bescheidenheit zu liegenpfle- in einem frischen «.rab treiben/aufder rechten Sei-qet. Dabey darffman sich versichert halten/ daß man te den Anfang machen / und so wol auf die rechtedieses milde T'raHamenc, mit herum fuhren und mässi- Hand fortfahren. Alsdann ziehe er das Roß in deraem Reuten/ über fünff oder sechs!Tage nicht fortsetzen Mitte gegen sich / und par >re ihm mit Tätschelnwird / so wird das unbändig- und wildeste Roß schon so und Schöne thun / gebe ihm auch ein wemg Ha--weit gebracht seyn / daß es sich gar gedultig und willig bern: damit das Roß daraus mercke/ daß mans gutwird führen und reiten lassen: wobey man auch dieses zu- mir ihm me ^ne. XVann er eine VVeilc gestanden /gleich mit erfahren wird / oder als eine Lehre voraus neh- so thue er dergleichen dreymal auf die imckeHand/men kan: Wann man täglich das Pferd herumführet/ wie ers vor auf die rechte Hand gemacht / undund bescheiden / nicht lang noch weit reitet / so wird es viel schmeichle ihm auch /wie vorher.Und aljö mach t ersgeschlachter artig- und gedultiger werden/ als wann man dreymal auf die rechte/ und zweymal auf die lmckses anfangs so wol der Zeit, als des Wegs wegen starck -Hand / alte Tag / zwo Woche:, hintereinander / soangreifst. Aber ich erinnere nochmals : Man enthalte wird das Roß der Volte, welche in der Rundungsich des Schnarchen- und Pochens/ des Stoffen- und stchyig Schritt ha en soll, gewöhnen / und im,Schlagens; wo man nicht die besten jungen Pferde zu mer thätiger werden : ZSey der Volte isr zu mer^allen galanten und Helden -mutigen Verrichtungen un- ken/ daß der Play darzu / eben / lang / breit/ undtüchtig/ und zuKarren-Gaulen/wann sie änderst so hoch fa nicht tieff/ uneben/schmal und steinigt se ^nankommen/machen will. Zur Verhütung vieler Gefahr/ soll.
ist noch zu mercken/ daß man aufdas Pferd/ das sich diese §. 4. Aufdiese Weise last sich ein Pferd noch leichtTage über so führen und reiten lassen/nicht zu frühzeitig herum führen/und in der Volte treiben; allein bißwei»allzuviel Vertrauen setze. Es muß ihn einer / der zu Fuß len sind die Rosse so scheu vor der Arbeit / so stoltzen Ku-gehet/ bey zwo Wochen lang hernach noch immer / wann meurs , daß sie sich zum Vortheil nicht begeben/noch auf-gleich einer aus ihm sitzet / bey einem Zügel vom Kappen- sitzen lassen wollen. Bey so gestalten Sachen nimmt ei-Zaum / daß er nicht sich selbsten und dem Reuter unersetz- ner/ der das Gurten wol versteht /das Roß an die cbor-lich n Schaden zufüge / führen. So ist dann noch ein- clsm. stehet grad vor demselbigen. Bäumt sich das neu,malzumerckeu/daß man junge neu - aufgestellte Pferde/ aufgestellte Pferd dergestalt in die Höhe/ daß man / eSdie noch ungezäumt / unbändig und unberitten sind / im dörssre zurück fallen/ zu befürchten hat; so liegt dem / deeAnfang nichts/ als den schlechtenjKappen-Zaum/anlege. das Roß anhält/ob/ dem Pferd mit guten Worten einenIn diesem können sie -biß sie sich besser zum satteln/zäume/ mildernSinn einzureden / dasselbe bey dem Nasenbandreiten/ bequem /und manierlich halten und wenden lassen/ geziegelt fest zu fassen / mit der lincken Hand den Bügelgeritten werden. Ein kluger Abrichter eines so jungen samt derSpießruthen in der Hand amPferd anzuhalten;und unbändigen Pferdes / muß sich nicht viel an das wofern aber das Pferd noch immer so stutzig seyn / undWild-stellen/ hin- und herschmeissen des Kopffes/ kehren/ den Aufsitzer / der auseinem Vortheil/ oder von der Erdund nur desto mehr den Kappen-Zaum stet und fest hal- erhabenen Ort stehet/weder nah hinzu noch aufsitzen las-ten : dann ein junges Roß will meinstens alleine mit dem sen wolte: so liegt dem Reuter ob / sich ohne Bewegungschlechten Kappen-Zaum oder dem Nasenband regiert gegen das Roßzu halten/ und alles mit guten Wortenseyn. Es kan bey dem schon lernen / daß es gehorsam und anzugehe/damit der Wildfang geschlachter und rrzKab-Gedult weisen/ und dem der so mit ihm umgehet/ sich un- ler werden möge. Es ist auch nicht nachzulassen / biß erterwerffeu müsse. . sich den Reuter gerne aufzunehmen/ bequeme. Der mit
§. ?. Herr Weibold gibt bey der Ausführung eines der Lbsmbriere hinter dem Pferd sieher / muß sein AmtMrdes diese Anweisungen/welche etwas strenger sind. mehr mit Bedrohung / als mit würcklichem drein,Erwill nehmlich / daß man das Füllen oder Roß / ehe schlagen/in Acht nehmen. Der aber/welcher das Pferivman daraufsitzet/mit einer blosen/von Stricken gemach- biß zum Aussitzen und zum Vortheil/ gehalten/ dasselbetenHalster führen/im Trab fortreiben: hinten aber einer nichtzu frühzeitig aus den Handen lassen/ undvielmehemit der Spitz-Ruthen oder Peitschen ein wenig schmeiß- so lang fest halten/ biß der Reuter sich fest / wol und sichersen <oll wann es änderst nöthig ist. Er spricht ferner: geruckt / und gesetzet / die Zügel auch lehr»massig inEs sey bey Hosen und furnehmen Reitschulen gebrauch- den Fausten halt. Dem Pferd ist indessen mit einemlich /in der Mitteder Volte eine piiier oder eine Seule/ wenig Haber ein guter Will zu machen. Wobey der/oben mit einer umlaussenden Scheibe/zu setzen/^as Roß welcher dieLKoi-lje hat/das Roß vorsieh zuziehen / unddarein zuhängen undsolches/ es möge sich aufführen/wie so wol ausden Reuter/als aufdas noch nicht gebändigtees will / herum zu jagen; Und dieses darum / weil es sich Pserd sorgfältige Achtung zu geben hat. Wann nunimmer bäumen und ausschlagen ma^/ nach Belieben; HerrLöhneisen lauter gute Wort/und gar keineSchlaae/nber doch wieder dran/oder alles inTrummer gehen muß. gegen das junge Thier haben will; so weichet Herr Wei,Er aber/ so scöet er ferner / habe sich der Säulen oder k>i - bold darinen von ihm ab/daß er/bey anhaltenderBoßheitlier nicht;wol aber der zu Ansang dieses parszi-zpki be- dieScharffe gegen das Pferde fürzunehmen / und solchesschriebnen Art/ bedient / die er zugleich in einem überaus mit rauher Stimm anzuschreyen/ rathet dadurch werdezierlichen Kupfferstich ttum. 2. anweiset. Wann man es endlich gerne- zum Vortheil gehen / und aufsitzen lassenmildem neuen Roß etliche Tag also verfahren/und einige müssen. Hingegen, wann es sein recht thu/ sott man es
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