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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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902
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9o2 Des k lugen undReckts '-versündigen Ha uS-Vatter ß

stellen ist"Da thut mal, sie von dem Gestürt weg / in den vcrnmttistdieser/das aufzustellendeFohlen/in den jenigenrechten Stall / untergibt sie einem Bereiter / der wissen Srand/darmen es kunsstighm sein ordentliches Quartierwird/ was mit ihnen ferner fürzunchmen sey: welches wir haben soll/ bringen. Es tst leicht zu erachren/ daß sich der-auch nn andern Theil dieses Aerckes / geliebt es GOtt gleichen /unge Pferde/die man so bändige zämen und zäu-anweisen wollen. Wann hernach eben der Herr Löhn- men will/sehr unnutze machen/reissen/schlagen/und aus-eiftn / auf die eigentliche Jahr-Zeit kommt / so hält er für springen / in den Boden strampssen so gar sehr/ daß sie sichdie beste/darinen man die Fohlen aus dem Gestütce fange auch selbsten Schaden thun/so ergreifst man ein von star-kin um Lzrrbotom-eiund^ZiciiiTag.dan um diese Zeit ken Leder gefertigtes Spannseis/ welches zugleich innen-si-'.d sie wegen der guten Weide/wann sie nehmlich keinen wendig mit wüilenen Tuch oder weichem Leder deswegenMangel darangehabt/ noch fett und wohl leibig. Nach ausgefüttert ist / daß sich das rohe Pferd nicht wunddieser Zeit aber bekommt das Gras sein Alterthum / und niffie: Mit diesem spannt man ihm die vordem Füsse: Dereine unangenehme Harte/so gar / daß sie es nicht mehr Witterung nach/wehlct man diese Bändigung in kühlenso begierig zugeniessen vermögen/als es wol den Sommer Wetter zu unternehmen: weil in derHiHe und starckenüber geschehen. So geht dem Gras auch viel an der Abmatt-und Bemühung das Pferde desto ehe sich vcr-Krassrab. Laßt man nun die Fohlen langer auf der fangen und beschädigen könnte. Diesem/aufdie WeiseWeide; so beginnen sie wegen der Kalte rauch zu werden/ gefangen- und an den Bahren gebundenen Pferde / som?d dergestalt abzunehmen/daß sie hernach so leicht nicht wild es ist/ muß man einen frommen Cameraden beygs-wieder voll leibig werden können. Es ist auch noch dieser sellen/und beystellemSo wird es von demselben fein ruhigVortheil zu beobachten / daß man sie den Herbst und undgedultigzuseyn/ desto ehe lernen. Will man zu «bmWinter durch fein zahm und rittig machen/ und eben die hingehen/ so muß man dem guten Mannlein mit Strei«jeniae / welche mager-leibig sind/denWinter durch bes- chelnundsittsamenPantschen/mitgutengelmdenWor-ser erhöhten lassen kam Gestalten sie hernach fein glatt ten fein zu'prechen / und ob er gleich etwas ungestüminvon Haaren/wann man siemir derFütterung wol halt/ werden wolte/nicht mittrutziger Stime/mir Schreyenzu werden pflegen. So wn d es im nechsten Frühling eben noch Schlagen begegnen ; dann in diesem lehnn Fall /rechte Zeit/ sie in die schule zuschicken / und die Unter- würde man übel nur ärger/und das Rößlein so scheu undWeisung mit ihnen anzugehen. Stellet man sie in der wi,d machen / daß man einen Teufel/ nicht heraus/ aberFasten auf/ wann sie drey oder vier Jahr alt sind / so seh- wol zehen hinein brachte. Dann entweder es würde zunen sie sich im Sommer nach dem Gr^ Sind sie nun furchtsam / erschrocken und zitternd; oder zu wild zornigeiwan von der schmalen Winter Fütterung dürre? soist und grimmig werden. Welches zwey Widerspiele sind/im Sommer / bey der ihnen noch ungewohnten dürren die so wol Mensche/ als'Tbiere/etwas tüchtiges zu lernen/Fütterung/wenig erholens von derMagerheir/wo wollen untüchtig machen. Auch folget daraus das Anstössen ansie ihre Stärcke und den Leib hernehmen ? Und war es den Bahren oderRiegel/und eine Verletzung/die hernachnicht besser gewesen / man hatte die Unkosten / welche den mit vielen Geld/ ossr nimmermehr zu heilen ist. Nach die-Sommer durch/ aufdie Fütterung im Stall wann man fem muß man ihm allgemach die Füsse aufheben / als wollsie so jung ausstellt / gehet / erspart; da sie den folgenden man nach dem Hufe sehen / an dem Fuß allmahlig undSommer durch/ aufder Weide / fast nichts gekostet hat- sachte klopssen / so wird dieses ein Vorspiel des Beschla-ten. Und welche Verdrießlichkeit ist es nicht ein so gar gens und eine Vorbereitung seyn/wodurch es de SchmidjungesPserdim Stall zu haben/ mit welchem nichts an- mit dem HusEisendesto ehe herbey lassen wird. Wannzusangen / welches zu nichts / bey der Zeit / mit Nutzen zu- m»n nun so weit mit ihm gekommen/ so legt man ihm auchgebrauchen ist. Wann nun ein Schluß in der Sach zu- ein Feldküß von Stroh auf: dieses wird nach und nachmachen ist/so fange man ein^chul Pferd fünssthalb (oder darzu taugen/daß es den Zwang des Gürtens/ und einenwie Herr Weibold gesagt / zwischen 4. oder s.) und das Zungen aufsitzen zu lassen/ gewöhnen wird.

Zug-Pferd nach dem örenJahr im Herbst heraus. §- ?. Kommt es aber dahin daß man die Füllen k><?-

' §. 2. Das wäre genug von der Zeit die Füllen zu fan- schlagen soll / so hat ein fleissiger Haus- Vatrer nicht eben

gen. Nun wollen wir auch die Art und Weise/ nach der zu warten biß der Schmid / dessen Handwerck es eigent-

man die Fohie heraus fangt/und an die Halsster lege/bese- lich ist komme; so kan es ein geschickter StallKnecht auch

hen. Die Fohlen weiche man aufstellen will/ sind nicht fel- thun. Wann nur der Haus-Vatter darnach scheu mag:

ren so wild/daß sie sich demjenige der sie fassen oder nur an- dann demKnecht alles zuvertrauen ist nicht rathsam / und

grei'ffen will / mit aller Macht widerfetzen/destvegen muß die guten Leute thun das ehe nicht / als biß es ihnen gar

man sich ihrer behutsam zu bemächtigen trachten; das ge- wol gelegen. Ja! der Schmid fragte nichts darnach

schiehst nun auf solche Weife: Man bedient sich einer wann er alle Tag/um die Gebühr/mit einem neuen Huf-

siarcken Halsster / die aus Leder bereitet / und mit zweyen Eisen aufwarten dörsste. Wie der vorgehende Absatz

starcken Zügeln vonSti icken versehe ist; damit man sie wol erinnert / so müssen die neu- aufgestellte Pferde mit aller

anden Balten binden könne. Wann man nun eineFohle Gelindigkeitzum rechtenBeschlagen/nach und nach ange-

gernefangen möchte / so trkibt mans/ in eben demjenigen wohnet werden. Und man darff nicht meinen/ sagt Herr

Sta'ä/darinnenessoll ausgestellrund angelegt werden/ Weibold/ daß von dem Beschlag der Pferde zureden/

in einenWmckel/und trachtet ihm die Halssrer fein sitt- eine mmützliche Sache sey/weil es bißderBereit-Bücher

sam und gemählig über den Kopss zu werssen. Ware in grosser Anzahl gegeben/ die das ihrige in Be-aum- und

das Fohlen aber gar barbarisch wild/so pflegt man an das Abrichtung der Pferde rühmlich gethan; aber doch das

Seil eine Schlinge zu machen / welche mir einem Knot- nöthigste nemlich vom Beschlagung der Pferde ausge!a5

ten deswegen vechhcn / daß bey sich ereignender gantzli- sen haben. Woraus man doch fast die meinste A<5t / weil

chen Zuziehung das Füllen nicht erhencket oder ersticket dergantzeLeibdaraufruhet/unddiegantzeStellunawr-

werds. Ist nun die Schleisse dem Pferd auf einer Ga- auf beruhet / zu geben hat. Deswegen bci >- er in seinem

belstangen um den Hais gelegt / so bemühet man sich mit Kunst- berühmten Bereiter und erfahrnen Roß-Artzraar

dem Seil uni eine Senk zukommen/ daran man es so weißlich den Anhangvom Beschlag79. anachanat.

knrtz als müglich anbindet: da mag man ibm nun die Wo man ebene Lander /als in Polen / hat/da 5an man

Halsster mit guter Gemachiigkeit an den Kopss thun/und des Beschlagens wol müssig gehen; aber wo bera und

steinig-