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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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901
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Zün sstesBuch. yoi

Das XVI. Sapitcl.

Die Zeit und Weise ein Füllein aus dem Gestütte

zu fangen.

Innhalt. andern Bruch noch nichtgethan/ das ist/ es sind ihnen die

§.!. llnterschiedlicheMeinungen der besten Bereuter/von derzeit wenm über'den ^ s?Ä«^^ des Aufstellens / samt der besten Zeit heraus gesucht / und U .. ^ natm.ichen Wachs-ausgesprochen. ^>. 2. Wie man die Fohlen aus dem Gestüt« chUMshmauSsiNd. ^)ann dann die noch >0/unge FohieNtt fängt/und aufstellt. §. z. Wie man sie zum beschlagen im Herbst hinweg undaufdieSchulzumTrortirenodecvorbereitlich angewöhne^ §. 4. Gelmd muß manS mit tt). graben genommen werden/so thut ihnen das Wasser dennen angehen. 5. Mit dem Beschlagen ist sich nicht zu czc?Mter durch sebr wi-ht' / sie !»>übereilen, h. 6. Die Grösse der Eisen/und wie offr man be> ^ I > ^ , 5 !. oetommen i.le Kehljucht/schlagen soll. kranckeln den Wuiter durch/und bekommen m ihrem or,

§. 1. dentlichen Wachsthum einen gewaltigen Zuruckwurff.

Und weil es hernach mit dem Pferd heist: Hast du a ge-! Ann jemals das Sprichwort wahr ist: sagt/so must du auch b und so ferner fort sprechen/so mußViel RSpffe / viel Sinnen / so findet das arme Thier hernach im andern Jahr nicht nur schonman es da/ bey Fürlegungder Frage: In K2l .ipplren/ oderhässiren / recioppiren oder herum wcrf--welcher Zeit man die Füllein aus dem Ge- sen; sondern sich auch gar zu denen hohen Schulen an-stütte fangen und führen solle. Danndie führen lassen. Also müßte ein Fohlen/ ehe es noch einMeister dieser ritterliche protettmn sind so rechtes Pserd kan gcnennt werden / schon mit verrichten /wol in der Zeit des Jahrs / als in dem Alter des Fülleins / was von einen» rechc ausgew ^.ch eneii und 'ur bestenLeibsnit einig. Herr Horwarr sagt/wann ein Fohlen über zwey Voukommenheit gekommenen Pferd kaum erfordertJahr kommt/so mager ausgestellt und zahm gemacht wer- werden konnte. Im übrigen gilt »xr Schluß von cinem /den / und nn zo. Capitel des erstens Buchs spricht er: da es M achen/zum andern/ oder auf alle/ nicht: dann eswann er die 2z. Monat erreicht / soll man ihn vom Ge- weide« wol 50. andere/ so früh ausgestalte Fohlen aufstütte oder Mutter dreyTag vor vollemMond im^.r- den Knochen zu chaudengerichtet/ oder sie komm?7 ./wierio absondern; und im 22. Capitel meldet er: Es wäre auch Herr Weiboid vor erwöhnt/ci.i )m Polt..er m diedoch besser / man ließ ihn noch das dritte/ und wo muglich Hände welcher ihnen dann / ohne Unter,chl^o des Altersgar das vierte Jahr erreichen tt. Etliche wollen man soll fein ein grosses / schweres Nasen -Band / oderSprung«sie/ io ferne sie das dritte Jahr erreicht / im Frühling Riemen vor der Zeit/eme gute Stellung zu machen/an-aufstellen/und ihnen das Gras/m dem daraufkommen- legt / mit der Peitsche fein tapffer und hart zuspricht:c.den Sommer imStalle geben. Andere wollen fürrath- davon werden sie 6elpersr, reisten aus/ baum?nsich/undsambefinden/ wannmansie den folgenden/erstermelde- lernen allerley Schelmenstücke. Also bleib:Herr Win»ten Sommer und Wmier gehen lassen/biß sie um Ostern ter bey fünfftkalb Jahren im Herbst/ da er die Abstellunghin das völlig vierte Jahr erreicht / oder zurück gelegt / des Fohlens fürzunehmen rathet. Da ist es dem letztenin der Stutterey lassen/und alsdann erst aufstellen. Herr Bruch sehr nahe / und könnte man solches den WinterWinter halt für gut / man soll das Fohlen im Herbst/ über schonen/fein sittsam an dem p>lier( der Seule) amwann sie dasfünffthalbe Jahr erlanget/erst heraus fan- Seil lausten lassen (csminsr inrorno la colonaa) undgen. Herr Johann Conrad Weibold in seinem Kunst-ge- hernach auf den Frühling zur Schul nehmen. So »ver-übten Reuter/ setzet das vierte und fünffte darzu an . weil den dergleichen Pferde langeZeit/ bey gutem Alter aus-diese Zeit am bequemsten / so wol die vom Reuter aufer- dauren können. Was aber zu Reise-Kleppern / Gut-legte Arbeitzu erdulken/ als auch das Pferd beym Leib schen oderZug-Pferden gebraucht werden soll / das willund Schenckeln grad zu erhalten. Man siehet auch / er vor denen sechs Alters -Jahren nicht heraus nehmenspricht er ferner/die Statur und (^usliraten eines Pferds lassen; sondern halt für dienlich / daß man sie aus diein diesem Alter. Ein solches Pferd/ weil es Sasst und Weideiauffenlasse/daswerdeWunder-starcke/undfehrKrafftbeysammen hat/ ist in kurtzerZeit zur Vollkom- dauerhaffte Pferde geben. HerrFaistcr will/wann dasmenheit zu bringen; dahingegen die iungen Pferde / von Pferd zwey Jahr alt ist/daß maires mitgrobenStricken/zweyen/dritthalb oder vierthalb Jahren / welche jetziger diestarckunddarbey weich sind/binde. Endlich schließtZeit Kuppel-weiß aus dem 5and geführet/ aufgestellt/ er: Aber die pfelde werden besser/welche zudrehenauch wol gar auf die Reit - Schulen geschickt werden / fahren tsmmen / ehe sie gefangen werden. Herrmeinstentheils frühzeitig verderben müssen: dann da sihet Löhneifen halt auf oben von uns erzehlte Meinung nichts/man mit Betauren/ daß solche schöne junge Fohlen/durch da man im dritten oder vierten Jahr die Füllen aufstellt /allzufrülMigen Gebrauch/ es sey gleich im Reiten oder und ihnen das Gras im Stall gibt. Dann er gibt einemZug / durch ungedultigeund hitzige Reuter oder Knechte/ jeden zu erkennen/ ob es nicht besser sey/ daß sie das Grasdie weder vom Reiten noch Fahren/ wie auch vom Be- den Sommer noch auf der Weide als im Stall essen?schlage, wenigWWnschafft haben/hingerichtet werden: dardurch haben sie nicht allein bessere Nahrung / sondernda bekommt es wegen des Reuters oder Knechts Uner- auch eine bessere Übung/ können desto mehr wachsen undfahrenheit harte Stösseund Streiche/ und wird folglich/ zunehmen; welches so gut nit seyn kan/ wann sie angebun-wann es kaum4-oder s. Jahre erreicht/krum/lahm und den /und still stehen müssen: dann zum Reiten sind sie nochsteiff. Wann man dem Herrn Winter einwirsst: Essey zu jung. Er achtet daher viel vernünsstiger ^ wann man siedie beste Zeit nach der meinsteuMeinung/im Herbst/nach noch denselben Sommer ausder Weide besser erstarckenodervor^icbgelis. wann die Füllcin vierthalb Jahr alt und wachsen laßt /und die Fohlen erst in Herbstaussanat/worden / selbige aufzustellen; so halt ers für ein wenig zu wann sie vierthalb Jahre sind / welches auf diele Weifefrühe/deswegen / weil in dieser Zeit etliche Fohlen den nach Herrn Löhneisens Meinung das beste Mrzum Auf--

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