Zünfftes Buch. ^
Das IX. Capitel.
DieKmnzeiZen/ daß eine Stutte zur ZruMarkeit gefangen/
und was sie empfangen habe.
Innhalt- stücke erfunden haben / wodurch sie des Geschlechts der
. .. . künfftigen Füllen versichert seyn/und gewiß vorbersa»
M>»°»w/°dd>-Mui,erem-nzchIm>>0e«mSch>-ch.
kommenden Fohlen / gewisse Farben zum Voraus zugeben. ^ln/wle jle es nennen/ bringen werde. Der Herr Jo«§.?. Kunsi-Stück/womit man iuwegen bringet/ daß die tMN Friedrich Horwart von Hohenburg bringet es mitStutte Hengst, oder Stutte -Foblcn drmge. diesen Worten im l 8. Cap. des ersten Buchs p. ll. also
für: Wann im ^esthellen der VOind von LNiccer-^ nachr hergehet / soll es ein Fohlen geben / und von
lk-ichwi- die K-nnj°lch-n / ob -in- Stutt-
) geil/strüttig ode: roßig sey/diese sind;wann den l,n«.ktn
^ sie übel fressen / mit aulaerecktem ^ovs/ ^ «"icuium oder Bremen Mlt einem Spagcn ( oder
^ wedlendem und starzendem Schweif um- / er em Fohlen zc u-
her lauffen/ offter / als sonst ihre Gewöhn- Anwerde' Und wa^ man den rechten zubinde/^heit ist/ stallen/ dieklareStimm in eine ^ und das soll m allen
grobe verändern / am Geburts Glied geschwollen / und ^ann man rissen s ^
an demselben warmer / als sonsten sind / sich daselbst ger- ^, dle Srutten em FohF
ne betasten lassen / da sie doch vorher / wann man sie da fort brmgen werde / so geben
anrühren wollen/ von sich los geschlagen.- Wanti sie nach AAA " sp.rmgt/ auf weiter
dem Hengst wiehren / wann sie den schreyen hören / auf ^ ^
ihn zulauffen / und eine Feuchtigkeit hinter sich gehen las- A' L ' ^ 5 gewlß emen Fohlensen. Gleichwie/sag ich / dieses Zeichen waren/ daß die
Stutte roßle / also sind gewisse Merckmahle / daß die be- / soll es e»n Scblelchlem werden. Aber
legre Stutte gefangen oder empfangen habe; dann es ^ bedencken: Weil die Stutrm
liat viel daran / der Sache / fo viel müglich / gewiß zu als^einmal be^piungen werden / und doch nur von
seyn. Wie wir oben gemeldet / nach etwan anderthalb fangen / wer will wijstn / von welchem
Wochen / wann das erste Bestellen geschehen/ stellt man s?.^! U ^ und aus welches Absteigen des
das Mutter-Pferd / von welchem man auf der Meinung A^ri vermöge. Der Her!
ist/ dem BeMeller wieder vor; hat sie empfangen? so ^
läßt sie den Hengsten nimmer zu; will sie aber wieder strüt- ' ^ c> fohlen oder Hengst«
tig werden / so ist aus dem vorigen Handel nichts worden, vollen Mond
Und diese Prob muß man mit allen Stutten fürnehmen: / . t ^ Schleichlem oder Sluttlem ab-
damit / wo sie noch nicht empfangen hat / sie wieder aufs Äs' .
neu beleget werde; sonsten müste sie dieses Jahr unfrucht- ^ c ^ drey auf einem ^ teil-bar bleiben / welches sie galt gehen heissen. Ihrer viel laf- 8 >n)n' ^ule obsen/ wann dasBefchellen ein Ende hat/ den Bejcheller mkmen / die Muhe samt dem Gemu-unter die wilden lauffen/ daß diejenige/welchenoch nicht Sturt-Pferd in GOttes Na»empfangen haben / auch mögten beschellet werden. Allein/ . /den Bescheller springen
weil derBeschellersich übernehmen würde/ welches wir Ä ^^ ^
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ist die Fruchtbarkeit desto sicherer: weil die Stutte nach
->«». ^ ^ ReZts - Anmerckungen.
wisser Farbe haben will / so machen es fast etliche / wie ^ IX. 2.Jacob/derfemeHeerde emfarbig und fcheckicht/nach fei- ^ ^nemGutdüncken/machen können. Zum Exempel/es wol-- iAMAchdemauch unter andern die Farbe eine Anzeigte einer die FodlenApselgrau/oder braun :c. haben/ so eines guten Pferds seyn kan/als wird ein sol-geben sie den Rath / daß man den Bescheller und die ches Pferd / welches von einer gewissen FärbStutte mit der Färb begleite. Etliche lassen die Beschel- versprochen worden / so fern es beyder Lieferuna die ver-ler mit der Farbe / die sie gerne haben / übermalen; aber sprochen- und bedungene Färb nicht an sich hat / bil/ia hin-gar selten mit schlechter Wurckung; doch weiß ich auch/ wiederum heimgeschlagen. K.WvenssruncK. ctt-^uchc-.daß es bißweilen gut gethan. ^etjkibir. Lquekr.csp. s. n. lO. welcties aber die be^/. z. Die curioie Weit will Mh etliche Kunst- sten und angenehmsten Farben styno? ist bey dem
tteres.