Zünfftes Buch.
Nicht stallen lassen. Das Wasser rind die Erkaltung kan Fürjicht vergebens ist. Und weil / weiters / wie wir obenvielmehr eine Entlasjung des Saamens verur,achen. gelehret/so wohl die Stutte als der Hengst/zur Zeit desAuch hindert das Stallen nicht: Dann gesetzt / es gehe Belegens eine besondere Wart/ wann was fruchtbaresdadurch unter demHarn eine dem Saamen ahnliche Ma- und gutes heraus kommen soll/vom,öthen haben/ so kanterie mir fort; so weiß man doch / daß dieZeugungs- es besser nicht/ als indermonc'ä msno; im freyen E.n-Krafftnichl an der Menge/ sondern an derWarmeund lauffen aber garnichtgeschehen. Der sechste Vortheil ist/andern guten Beschaffenheiten des Saamens liege; son- daß/ mit dem Beschellen von der Hand aus / nicht so vielderlich nach der «xporketi derjenigen/welche die Erwar- Zeit verderbet. Und der siebende/daß man ausdieseWei--mung der ovulcirum für eine Urjach der Empsängnus hab ft verhindern kan / daß der Bescheller / der offt so kostbarten. Endlich so ist ein anderer Gang des Saamens aus und sorgsam anzuschaffen ist/so leicht nicht kan von denender Barmutter/und e»n anderer des Harns aus der Bla- Stutten beschädiget noch geschlagen werden: dann ob-ftn/ und derjenige / welcher aus seinem Gesäß geblieben wohl die Eisen abge nommen sind / so können die brünsti-ist/ mag weg gehen / wie e. will / so ist er ohne Schaden. genHengste doch übel genug getroffen werden. Wobey§. z. Bißweilen geschiehet es / daß dem Bescheller/ eben das oben beschriebene Spannen nicht allzeit nöthigaus allzuhitziq- und heffriger Begierde und Bewegung an ist; dann wann die Stutte recht roßig und zur GeilheitdemZeuge-Glied eine Ader zerspringt / oder er sich sonst aufgelöset ist / so wird sie dem Hengst schon gerne stilledaran weh thut / welches doch am künfftigen Beschellen halten.
ihme keinen Mangel bringet: Daher der Hengst nicht §. s. Dieses hiesse Beschellen von der Hand aus.gleich auszumustern ist. Nicht selten aber geschiehet es Die andere Art ist / wie gedacht / das freye Einlauffen/auch / das; sich ein Hengst an der Unreinigkeit der K^rri- wann der Hengst unter den Stutten / auf der Weidecis seiner Stutte gleichsam verbrennt: angemerckt/ das frey herum tummelt/und eine oder mehr Stutren / nachmal 6e Naptes denen Pferden so wohl als denen Men- seinem Belieben bespringt / und das so lang treibet / biß ersehen zusetzet. Diesen muß man mit pureren drey Tag des Handels überdrüßig / dieStutte auch zu ferneremnacheinander/ wann der Mond in den Fischen oder dem Springen des Hengstes widerspenstig wird. Diese ArtKrebs laufft/ Rath schaffen / und Z6 ^nrimonii in einer dedarfver Knechte und Stuttenmeistcre Mühe nicht/undhalben Maas Erdrauch -Wasser beybringen. Nach Ein- ist der unordentlichen Begierde / du sich bey unvermmff-nehmung dieses soll man das Pferd warm zu decken / und tigen Thieren findet / gemäßer: Dann / wann die Stuc-bey einer völligen Stund dergestalt starck reiten / daß es te nicht recht geil und frech und roßig / sow:rdsiedenBe-davon schwitze/ den Schweiß mit Stroh wohl abreiben/ fchelier nimmermehr auffassen. Ob sie aber rossig seyen/das Roß selbsten an einen warmen Platz stellen / und nach das kan mau daraus abnehmen/wann sie nach dem Heng-fünff Tagen diesen Tranck eingeben. <^umm. Lmc. ZK. ste hefftig wiehren / mit m die Höhe strozenden Schwe-ffNuc. Vomic. Ziö. Aij. k^oeücl. I6- Erdrauch» nach ihltt lauffen / und gleichsinn Hüiss Wider ihren Effectoder Hollundec-Wasser i. halbe Maas dieses unterein, begehren. Es lauffet ihnen auch Ktarrix gejchwöllendander gemischt / und dem l^rienren auf einmal eingege- aus/ sie stallen offt / auch gehet offt eine dem Saamen-ben. Dabey muß man ihm auch zum ordentlich-- und all- gleichende Feuchtigkeit von ihnen. Nun ist es richtig / die-täglichen Tranck laulichces Wasser/ darinnen 8sllatras se so in der freyen natürlichen Brunst herumlauffendeoder Franzosen - Holtz / und die mittlere Rinde von der Stutten müssen ehe /n!s die gleichsam in der monr' a ma-Hollunder-Wurtz abgesotten worden / sürsetzen. ao darzu wie durch ötunst genöthigce / empfangen und
§. 4. Und also ist von uns das Bespringen aus der trächtig werden.
Hand/wonrs 5 mÄno, oder die erste Art des Beschellens §. 6. Nachdem wir nun beyderley Vortheile / sofamteimgem Anhang beschrieben. Wobey wir ein wenig wohl der Beschellung/ die von der Hand aus/ als derer diestille stehen / und was dabey für Vortheile seyen/besehen frey geschiehet/ durchgegangen / so siehet jederman/ daßwollen. Das erste ist / daßderStuttenmeister/bey dem unser Vorum für das künstliche oder von der Hand aus/Springen aus der Hand/ ordentlich wissen und aufzeich- sprechen müsse: Zumalen/ wann man die Nachtheil undneu tan/erstlich-zu welcher Zeit und von welchem Be- Unbquemlichkciten des freyen Emlauffens betrachtenscheller eine jegliche Stutte sey beschellet worden. Ware will. Darunter nicht die geringsten diese sind. Die Stut^sie nun am ersten Sprung nicht bestanden/ so ließ er eben ren schlagen / wann es ihnen nicht im Sinn / der Hengtiden Besteller über anderthalb Wochen wieder zu ihr/ aber im Springen gantz aufgeweckt ist / jämmerlich auv/ein Sturrenmeister soll fein ordentlich das Paar be- dardurch offt die besten Be'.cheller nicht nur von der Lustmercken mitZahlen oder Buchstaben / oder andern Kenn-- aufzusitzen / sondern gar zu Schanden gemacht werden,zeichen) und wann sie dann von ihm empfangen / so köA- Am allermeinsten sind so widerspenstig und aufscbtag. ndte er eigentlich wissen / von welchem Bescheller ein jedes d!e<enige Stutten / welche Füllein haben / die lassen denFüllem herkomme. Wo aber im Gestütte viel Stutten Bescheller gar nicht hinzu / beissen und schlagen nach ibm.sind/so kan man sie / zur bessern Unterscheidung derselben/ Daher folget eine beschwerliche Würckung; dann end lichmit gewissen Zahlen brennen. Der andere Vortheil ist/ kemmts die Mutter-Pferde doch an/ daß sie gerne mögdaß man in dem Beschellen von der Hand aus zu einer ten beleget seyn; aber weil es schon spat in, Jahr ist/ wannwilden / denjenigen Hengst nehmen kan / welchen man sie stüttig und rossigworden/ so fallen ihre Fohlen erst immeinet / daß er sich am besten zu ihr schicke / und von wel- Heu- oder August-Monat/ die von uns aus uruerschiedli-chem man glaubet / daß er mit eben dieser Stutte die chen Ursachen nicht sür gut gehalten werden. Bißwcilenschönste Zucht zeugen werde. Zum dritten kan man die bleibet das Beschellen/wegen zu weit vergossene JahrszeitSrärcke und Gesundheit der Bescheller füglich mena^i. gar aus / und die Stutterey muß ihrer erwünschten Ver-ren und verhindern / daß er sich nicht übernehme / und in mehrung entbehren. So sind auch die Hengste in ihrer Lie-Vcnere abKrnppsüire; wie sie essonsten wohl machen/ be so bestandig und eigensinnig/daß sie sich ineinMutter-wann sie freye Beichellung/und darzu viel reitzende Stut- Pfer d verlieben / und nach andern nichts fragen / diesemten um sich her laussend haben. Nachdem man also mei- lauffen sie nach / und hangen demselben an: Daher vielnet/ als es der Starcke und Gesundheit des Hengstes Stutten in der Stutterey unbeschellet bleiben ; ob aberfürtraglich ist / so offt und öffcer nicht kan man ihn sprin- dieses der Stutterey Aufnahm sey / das laßt sich leichtgen lassen: wofür in. der freyen Beschellung Sorg und ermessen. Wann sich auch / welches die dritte Ursach ist
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