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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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866
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866 Des klugen und RecktSMrftändigen Haus VatterS

nicht beherbergen und sccommvckren kan/ der versehe Zeit der Vortheil / daß das Pferd besser zu zauMcnsich keiner guten Pferde Zucht/ der wird an ftcttt schöner/ wird.

übel gewachsene; für mutige' schläffriqe; für zarte / töl- ^ ^ Endlich >o gibl die Mlickc Erfahrung / daß so wolvssche; für tauerhaffte / aufMssige Rosse auezufangen Brunnen als Bache aus dem Gecu'g viel frischer seyen,bekommen. Dann es ist nicht leicht ein Thier/ weiches so Daher kommen auch seme ftnchc Pftrde; da man hinge-xar nett / weder allzu hitzigen noch streng käitigen Aufenc- gen dieses von den-.> nichc jag^n kan/ weiche in denen L be-halt haben nmß/als die W^e. Daher m der Hitzeschat- nen / wo die W<cl gemeungua marr fun pfickr i?ndtickte Plätze/ darinne»» sie für denen (strahlen der allzu- kett sind / erzogen wenden. Envuch kan ein Roß weicheshefftig abbrennenden Sonnen eine Bedeckung haben/ beyfriichenWasser/ aufdeu Gtb.iL erzogen wo:den/ anan der Hand seyn müssen. Und im Winter ist / wie allen irrten/ auch wo mcaces Wasser ijt/ dauren; da diegedacht /einStl.llnöthig/ in weichem sie sich erwarmen Pferde welche bei) mauemWajsermd.rE^en-.'datier ge-konnt n. Ee iii zwar wahr/ in einem ebenen Feld gibt es wachsen / gar ieichr an Orieu / wo harrcs Wasser ist,viel aute Weide / es streichet die Lufft sein grade fort / und crepiren werden. Ob man gleich nichl alle aus der Ebenedie Erfahrung lehrt uns / daß an stachen Orten / derglei- erwachsene Pserde/ mit eimi.der durch die mn ucken in Frießland/ um Utrecht/m Heiland/ in Flamland/ verachten / hienntgememt ist.in Westpbalen/ und auf denen Sturtereyen/ wo man die Wer nun diese Ursachen bey sich überlegt / derPferde auf lanaen und weiten Ebenen halt/viel gute schö- wird durch die Vermmsst gezwungen schliesset sui;ne und geistige Rosse gezogen werden. Nichts destowe- man soll die Fohlen/ wann sie nur von der Mutter zusau-nigerwoiien es die meinsten Stutterey undNacm-Ver- gci; abgewöhnetworden/nicht mehr aufder Eben? gehen/standige mit den bergichten Landern in dieser Art der sondern im Gebirge weiden lassen. Nichts destoweni-Vieh- Zucht halten. Die Ursachen die sie ansühren / ger muß man nicht durchaus schließen / als wann die ebc-lauffcn meinstens dahin aus. nen Stüttereyen gar zu verwerssen wären. Sie sind

§.4. Weil die Berge mehr an der Sonnen liegen/so beyde/bergicht/und die platten gut. JenedieBergichtenwerden sie mehr/ als die niedrigen Oerter durch deren sind gut für dieFüllen/und dieEbene stehen denen trach-Strahlen von den bösen Feuchtigkeiten gereiniget / die tigen i^tutten wol an / daher wird es wol steben / wannWeide und viel daselbst wachsende Kräuter werden daher mann beyderley beysammen haben/und die Absonderungdreymal gesunder/ krafftiger / ausgetrucknet/ und iüsier / aufsolche Weise surnehmen kan. Daß abe- die (^wttenals in der Tieffen nicht geschehen kan. Und durch diese aus der Ebene sollen gehalten werden/ das ergibt sicd dür-5 'usa »beitungder Sonnen/wird das Futter um so viel umvernünsstig: weil nicht nur diealien^cw^ ebenezart r/ daß auch die Pferds die daran gezogen und ernah- und am Graß fruchtbare Oerter / dadurch belle Bäck!"in»et werden / viel gefchlachter werden- fliessen/ fehr hoch für diese Viebzuckt msaemem heraus

Wann man gestehen muß / daß durch eine gute Be- streichen; sondern auch wei. die S-urren sich nick? 'osebrwequiig die in der Jugend sich hausfende böse Dünste/ bemühen/als wo sie immer imG-b-ngeauf undnieder-ausgetrieben und verzehret werden: So muß man auch steigen müssen. ES ist weniger Gefahr/ daß sie was zerreis-die ^pilicsrwnaufdie Füllen gelten lassen/ weil sie/ da sen/sie vei werffen nicht so leichrlich/ und sind scnsten ss-r.sie nack ihrer Nahrung / die sie selbsten zu suchen haben / vielen andern Beschwerlichkeiten sicher. Wiewoi dieserimmerhin im Gebirg auf und absteigen / sich zwar eben / Rath ist nur zu länglich für die senige weicke I icch m'dwie die in der Ebne weidende/aber die Warheit zu sagen/ Gelegenheit genug haben/auszulefen was ihnen ve, > m?ss-doch mehr als diese/ bewegen : Nur ist noch der Vo? theil/ tig beschrieben wird. Die übrige müssen sich behel fenbey dem Gebürg / vor der stachen Weide / daß sie durch mit dem/ wie es Ort und Beutel leidet; und zwar werdmdieies hin und wider steigen und lausten nicht nur auf den wir uns hier an den Mittlern weg / nach dem VermögenFüssen/ in gefabrlicken Wegen gewisser; sondern auch / und der Gelegenheit eines Haus-Vatters vom Mlttel-auf denen Schenckeln / starcker : mit einem Wort: stand halten/und im anderm Theil von dengrossen Srnt-dauerhasster und arbeitsamer werden. tcreyen mächtiger Potentaten zu handeln Gelegenheit

Bekommen die Pferde / welche immer in feuchter überflüssig finden.

Weide gehen/ mürb und sprötes Horn? werden sie voll- K. f. Indessen muß doch ein sorgfältiger Hcn's«hufig ? so hat man sich dessen an bergichten Orten nicht V atter di/Thiere / welche ihm auf seinem Gut / oder imzu befürchten; vielmehr werden die aufdenen Bergen er- Haufe fallen/aufzuziehen/um so vielmehr bedacht seyn/zogene wo starckhufig / und machen / durch die ungleiche je nothig- und nützlicher diese Zucht zu allen Zeiten ist.Bewegung des Auf- und wieder herabsteigens/und durch Dann ob er wol/ was er zu dem Hauswesen/zum Staat/die darbey furkommende össtere Zußunmenschiebung des und bißweilen auch zum Handel braucht / von andernRuckgrades / den Rucken immer starcker / welches an ei- kausslich mit Vorthei an sich bringen könnte; so sindnem guten Pferd zwo Haupt-Tugenden sind. aber der Mangel an den Pferden so viel / daß sie der er-Zur sonderbaren Zierlichkeit der Pferde tragen die fabrneste Roßkamm/wann man ihn desto sicherer zugebenbergichten -Oerter die in dem Spessart / in der Chur- zu Rath ziehet/unmöglich alle bemercken kan: diemein-Meintzifchen Stutterey sehr hauffig und bequem sind / sten werden dessen Augen verborgen bleiben; wann es fon-auch deswegen ein merckliches bey/ weil ein Roß/ welches derlich innenwendige Fehler sind. Dadurch ist es nichtsdaselbst der Nahrung nachzugehen hat / den Hals in sta- seltenes mehr worden / daß der jenige wecher allerhandter Arbeitund Unrub halten muß : welches hernach eine ihm unbekannte Rosse zusammen gekaufft / offt eins undUrfach ist / daß das Fleisch sich nicht so dick setzen / noch und das andere in den Stall brinat / welches deraeMden Hals soweit beladen kan/daß Schwein Halse / die aufstössig ist/daß der gantze Stall davon angestecket wird,den Kopffzu weitvorwerts weg strecken/und weil ihnen Eosindauck die Pferde welche von andern ferne'»Or-der Hals dicker als unten / niedersincken lassen / daraus ten zusammen gefübret worden nickt alle der A-t / dass il,«werden müssen. Weil man aber meinstens Sckwanen- nen das Land qar eben und anstandia senn muß w-w" sieHalse an denenPferden liebet/fo wird derHals durch ei st- da und dorren dauren sollen. Ick maa di" T-'mss'- zwoermeldetesArbeiten und unruhigesSpeise.suchen/ fein Landes-Artenderc?.undH.Pferdenic''^um'?ewe!ßan-langund dünne. Und hiervon äussert sich nach der fuhren/weniger diese Lands-Rosse noch arger besckrev"n, ^ . - ' ' ^ ^ . " weiche l >