862 Des klugen und Rechts-verständigen Haus'VatterS
Das I. Capitel.
Bon der Pstrd-ZuZt.
Jnnhült. ein weisses Pferd übersendeten / und die Nothwendigkeit
dieses Thiers im Haushalten nicht nur anzeigten/iondem
5. l. Hochachtung der Pferde/bey unterschiedlichen Nstionen .h. 2. auch zu verstehen gaben/ daß/ wie ein Roß in Frieden- und
Exempel derer/ die glücklich durch oic Pferde worden, h. z. der menschlichen Gesellschafft uubeMeib-s
Tilgenden der Pferd sind einen. Menschen zu wünschen. §. 4- ?! li-g^Ulenver MMI'PUcyM Ui vkMr.
Luceptislus. §. Lselsris Pferde. Mehr Tugenden der llchen Vortheil bringe . also auch die mit d.^r ^, «l)Pseroe. 5.6. Emcheilmig t.l das Erziehen und Erkennen vereinbarte Persone klarer/als die Griechen und dvomer /
gurer Pferve. welche das Haar der Braute mit einer Lantze zertheilten /
andeuteten: daß beyde Ehe Leur in Frieden/in der Arbeit/und endlich auch im Kriege Gefehrten seyn wollen. DieIr haben uns in dies Bram gab durch Annehmung dieses Geschencks zuvcr-sem Buch von einem stehen; wiesichdiesesThierdieFreyheitvoneinemMannThier zu schreiben für- nehmen lasse / so nehme sie die Herrschafft ihres gebieten-genommen / welches sei- den Liebsten über sich : Sie wolle bey Glück und Unglücknein Ursprung nach das alle dessenZusalle für die Ihrige schätzen/ bey der Gefahredleste / an Vernchtun- mir ihm den Harnisch anzuziehen ; und in Friedens -Zei-gen das munterste / an ten / dem Haus / durch unermüdetes Arbeiten auszuhels-Glücksfällen das geehr- fen: wie em Pferd in Fried und Krieg gleich nützlich ist.test- und wertheste / und §- 2. Bey denen Türcken / Perfen und Tatarn sinddem Nutzen nach / das sie insolchemWerth/daß dieseLeute/welche sonst vomAdelunentbehrlichste vor an- der Menschen gar keinen Staat machen/über ihreMrdedern unvernünfftigen / die Geschlecht-Register/ wie bey uns die Edel Leute / übergehalten wird : Weil wir Menschen insgemein/ nach ihre Vor-Eltern machen und aufheben. Zu unsernZel-eines jede Stand und Vermögen/uns derPserde in aller- ten noch kan man wol keine grössere Ehre/ als wann manHand Nothdurfft und Bequemlichkeit/zu Lust und Ernst/ einen hohen Potentaten / oder sonst grossen Herrn emzur Pracht und Beyhülff / zu Freud und Streit/ und geistiges und machtiges Roß verehret/einlegen. Dannfolglich in den hauptsächlichsten Zufallen dieses Lebens sie einem solchen k^senc. öffters ihre Ehre / wolange-füglich zu bediene wissen. Deßwegen ein sorgsamer Haus- brachte Geschicklichkeit / und öffters Leib und Leben zuVatter bil/ich eine gute Erkannmus und Erziehung des- dancken haben, vsrius ist dadurch Sporn-streichs aufjenigen anzuschaffen hat / was er nicht entbehren / und den Persischen Thron geritten, l'rimislzus der Edel-was ihm unzehlichen Nutzen / ich wolte fast sagen / nicht mütige Baur hat durch ein Pferd der I^idlslX die Boh-weniger Ehre bringen kan. Dann ob es gleich sonsten mei- mische Cron erlangt. Und ist in allen Historien nur einstens für ein kriegerisches und dem^srci geheiligtes Thier einiges Pferd/welches alle seine Besitzer unglücklich ge«gehalten wird/daher der seel. Herr Arnold der Aeltere/in macht hat/ bekannt/ nemlich das Wunder-Pferd Ln.dem prozramm^re über die »t^rion eines meiner ho- 8eji, welches in den Sprichwörtern / als einUnglucks-hen Gönner/ da er aus dem Nürnbergifchen ^uclicorio, Bringer deswegen berühmt ist/ weil/ ob es wol an Höhe/in die Fremde zu gehen / die Spitz-Ruthe in eine Feder Starcke und Färb feines gleichen nicht hatte / alle dessenverwandelr/miv mit einer zierlichen vrarion einen feyer- Besitzer elendig gestorben und verdorben sind. Gestaltenlichen Abschied nahm / gar schön geschrieben: dieses nicht nur gedachtem 8ejo,sondern auch nach ihm
Lello armAMur equi, bellum ksec arments volsbel!^ , ferner Lajo Lsllio und endlich
kizrcoänromo wiederfahren seyn soll. Jchwolteaber^ , r ' . ^ viel mehr sagen/dieses Pferd sey unglücklich gewesen/daß
Ss ist es doch auch, von denen Persern / dem plioeboes eben solchenHerren/die durch übles Aufführen ihr eige,
cd?r de^'tt?n 'n/ wcs/ü dcs gemciZ!en Nl!tzens/weicbcr nes Unglück beschleunigt und reifgemacht/dienen müssen,vondcr /wie vota'j.^:d/aus alle Menschen fallt/ ?. Dieses ist gewiß/man möchte manchem Meii«
qewit met worden. ^ Ich will nicht sagen / daß die alten schen die Tugend eines Pferdes wünschen. Dieses edleTeutichen ihrenBrauren/unter andernGeschencken/auch Thier gewohnet dergestalt des Menschen Sprach / daß
man
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