Fünfftes Buch. 77 r
re dergleichen hinein: So lang der Most mit Juhren an- RHthe/i Wem z» machen / dörret wohl-zeiligehält. Endlich nehml das eingehängte miteinander her- Beerlein vom Sommerach / hanget sie in emWein-aus / so werdet ihr einen edlen Wein bekommen. So Geschir: in einem Sacklein: so wird er gar bald rothhangt man auch eines unter diesen hinein : In einem werden; wollt ihr ihn aber höher an dieser Färb haben?Sacklcin Hopfen-Blumen ; Bircken-Saamen; k«. ^ hänget gedöme Hollunder-Beer/ oder rothe an dernum L^secum,' Holtz vom Myrten - Baum; ^loes; Sonnen getrocknete Korn Rosen darein.BeiM-Saamen; oder Spick; gedönte Korn-Blüten; Wer den rothen Wem in weWn verwandelnSpane von Wachholder-Holtz. Was man nemlich un- will/ der macht es also: Er pülvert von zweyen Eyernter diesen will. das Weisse / und hanget es in rothen Wein / so wird er
So serne jemand das Jähren zu wehren geson- weiß werden. Oder : Der weisse Weihrauch wird zunen / es sey im Juhren des Fasses / oder auf dem Lager/ Asche gebrennt; die Asche aber / in ein saubers weissesso wer? er nur ein wenig Käß in das Faß. Wann der Tüchlein / als in einen Binde! gebunden/und also mittenMost lauter gemache werden soll/innerhalb vierTa- in das Faß gehanget.
gen; so Met nur einen Becher Wein-Essig/unter einen Dicke / zahe/trübe Weine lauter zu machen;Eimer Mostes. Oder. Ihr könnt zwo oder drey Han- stosset 2, Loth Ingwer/ und 8. Loth Zitrwer durcheinan-de voll Erden von dem Weingarten oder Berg / wo der der. Unter diese schüttet ein halb Viertel Wein/rühretWein gewachsen/darein werffm/ so wird er sich inner- es durcheinander/biß es schäumt. Nach diesem thut eshalbIag und Nacht setzen. Oder: Thut Hanbüchene in das Faß/rührts biß auf den Grund/macht den SpundSpane in des Wem-Faß / schüttet den Most darüber/ feste draus/ und last den Wein etliche Tage ruhen/ so wirdso wird er eben so geschwind lauter seyn. Oder: Wann er gebessert seyn/ wie ihres haben wolret. Oder: Ma-ihr gebrennten Laimen aus einem Ofen zerreibt/ und in chet Wermuth -Kraut-Wurtzel schön . und legt sie in denden Most werbet / der ver/ohrm hat/ so wird er schön Wein. Oder: Zu einem Fuder-Weinkioffec 24-Eyer-lmdwohlgeschmackt. ^ ° ^ weiß wol / dieses last durch ein Tuch lausten/rühret i.
Gb Wasser im Msst sey / das konnt ihr ersah- Mmd gestossenen Reiß ein wenig ^saltz / und eineren / wann ihr einen glatten mit Oel bestrichenen Stecken Maß Wasser untereinander / schüttet es zusammen inoder Strohhalm biß aus den Boden/stosset/und nach ei- Wein / und rühret ihn im Faß. Oder : Stosset ein«er Achtel-Stund wieder heraus gezogen / aufhangt / so Viertel oder halbes Pfund Alaun/ fein klein / nehmt einegebt Achtung / ob Wasser-Tropfen am Oel kleben/ oder Maas Saltz darzu/ vom Wein / thut aus dem Faß dar-davon fallen. Findet sich dieses? So ist auch Waller im unter/biß es als Brey wird / giesset dieses in das Faß/Wein. Oder: Thut Wachholder-Beere darein / wann rührts offt/ so werdet ihr bekommen/was ihr gewünschet,diese unterfallen/ so ist Wasser im Wem- Oder: BrennetWeinstein/Pilsen Saamsnund Saltz
ÄLlll man aus Most einen Wem / der dem Ita- jn einer Pfannen / und hangt es in den Wein. Oder :iiänischen ähnlich sey/ machen? so verfahre manaljo: hängetSchwürtzwurtz overRobr-Bähren ineinemSak-Man nehme 6. Loth Negelein/ 8> Loth Z'.mmet-Rinden/ sein in den Wein. Oder : Werffet eichene oder bu-i.Lsth Paradies-Körner/ anderthalb Loth Zittwer/-. chene Rinde hinein. Oder: Stosset Tuchmacher 6al.Qmnt Cubebm / und so viel auch langen Pfeff^ Die- luz, werffet ihn in den Wein / rühret ihn im Faß/ daß ecses soll gröblich untereinander zerflossen in einem ^sacklcin schäumt. Giesset nach diesem den andern Tag ein Viertl;m den Most gehangen werden / daß es damit vermhre/ den dritten zwey Viertl Wasser hinein/so wird euch der ,biß der Most klar werde. Die erst ermeldete ^lsrerisiien vierte Tag schönen läutern Wem geben. Oder: Reibetkönnen auch/wann der Most schon angestochen worden/ Wem-Sttin/Eyer/Reb-Aschen/ein wenig Milch / lau-noch darinnen verbleiben- ters Saltz einer Nuß groß untereinander/ rührt es in den
Wer guten natürlichen/ süß- und milden Wein Mein/ nehmet zwo Maas Wasser auf ein Fuder-Wein/im Herbst machen will / daß cr das Jahr daure/ unddreyKiekl-Steine/ diese um windet mit Werckundder thue den Most/ wann ervomTretter kommt/gleich Eyer-klar/thut auch das in das Faß/und last es offenin einen Kessel / lasse ihn biß ans den dritten Theil einsie- stehen-
den; thut ihr ihn daraufm ein Faß/so bleibt er / das völ« ' Den Wein reche Gold-Färb zu machen / so zer«Jahr durch/süße- Oder: In derIahre hanget in reibet einen gebrennten/ungenetzren Ziegel-Stein/ segteinFaß-Wein ein Stück ^peck / in einem reinen Sack- durch ein Sieb / zwo Hand-voll mir etlichen Eyer-lein/vermachet das Spund-Loch wohl; daß nur ein klei- Dottern wol zerschlagen zu einem Brey gemacht; >Hut es^ie6 Lochlcin zur Lüfftung bleibe / so wird er schon / lauter/ m den Wein/und rührt ihn mit einem Rühr-Scheid wolund bleibt süße. Oder: Thut eine Hand-vok Senff- durcheinander.
Meel in ein Faß / schlagt es mit einem Stecken unterein- §. 11. ÄusdieseWeise hat dieFarb(Lolor) ihrRecht;ander/ bey einer halben Stund lang/ so werdet ihr deren Nun müssen wir auf ven Geruch fortgehen»
vorigeWürckung an der Süßigkeit und Güte haben. Den schweren/ unreinen und simckenden Wein zu des-§-10. Das haben wir bey dem lNost / aus etliche sxr/ s» reibet Rosen und Rauten/ eines so viel als das an-hundert-Vortheilen / als bewahrt ansetzen wollen. Nun dere/und halb so viel Körner aus denenTanncn-Zapffen/müssen wir sehen / wie man des Weins Färb erhalte thut es in ein Sacklein/Hangt es eine Woche lang mtttenoder verbessere: Wer nun einen Wein / wanneraus^ in den Wein: Wollt Ihr? so könnt ihr noch zum Uber-geschenckt wird / bey guter Farbe / und unversehrt fluß Weihrauch / Beyfuß und Weitzen darzu nehmen,behalten will / der thue Weiden-Aschen in ein Sacklcin/ <z)der / nehmt ein breites Schwein-Fleisch schneidets vonhanae sie in das Faß / welches man auszuschencken Wil- einem Schun cken herab/ legt es auf den Spund/so ziehetlensist/so wirdersich ander Farbe und Geschmack nicht das Fleisch die Anzicht allc von dem Wein weg. Oder:verändern / auch auf den letzten Tropfen nicht. Oder: Aget rothe L^ne^iÄen-Wurtzel in den Wein.HmMteine HandvollWiMslder-Beere / oder Wein- " VL'ann der Wem nach vem Faß riecht/ so wirdReben-Asche; oder Korn-Blüte / in den Wein. Oder geflossener Weinstein darein geworffen. Oder: Manan einen 5aden ein wenig BW) / daß es ohngesehr vom säst ihn in ein anders Faß ab/das oben weit ist/decket einBoden einer Spannen lang abhänge. Tuch über den Wein/ thut Mich Epheu darein / last ihn
Eeees- über