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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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770
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770 Desklugen und Re chts-verstöndigen.Haus-Vatte rS^

5 "s" snil^rum, dessen Bereitung stein mit Regewasser sieden liesse/so wird das Wasser von

durch Vermischung des Weinsteins um Anis Oel / so dem Weinstein sauerlicht/weiches/ wan man es wieder er-

Ä er nebmen will / geschiehet/ist in Brust-Be- kalten lasst / schiesset em Theil zer,otrenen Weinsteins w»e-

mymen / gnu) Mittel/ der an / so Lremor ^rc.ri w.rd genenner; e.n Theil aber

Narcket d-n Maaen / zettbeilet die Winde / und stillet al- bleibt im Wasser auslolv.rer/ uni) gibt dem Wasser einen

^ kleben D>e vaw ist Zr. 12. biß is.Man bitzlenden Schmack/ welcher in rechter Proportion den

1^..^-6 auck nükl-cl) in der Iliac.» . und Lojjcz wie Wein lieblich machet/wie denn eben deßwegen dieRheim-

m.ck un ^ivverlein / die^chmerften zustillen- In Sum- scheWeine so lieblich und ge,und sind / weil die Narur

es Äe so vie! von dem Arimey-Nutzen des Wein- eme liebliche beende Saure darein gebracht / welche

al'Ms -u schreiben / daß hierzu em neues Buch gehörte; an sich selber Hitze und Durst iöjcher / wie dasjenige/ wor-

^uck d'^ em man vorher etliche Tropfen Spiritus vzcrioli tropfet,

itt/lo überlassen wirs billig dem andern Tbeil / derkünstli- oder Spiritus 8alis> odereinen oder zwey LoM voll Limo-

Wa^ "im- oder Citronien Safft/ oder ä.iM.rren Wem-Es-

Buchs/nach denen Wein-Künsten weiter fort- sig/ welches gesäuerte/ oder auch Sauerbrunnen-Wasser

vleses / ^ ^ ein Wetzstein (Lc)8)des viel gejunder ist zu trmcken/ als rohes ungesäuertes

!em Bürgermeister un-erer Sinnen / und Wasser / und Mv könnte manin solcher Art Most / wel-

s^?f s!'me auie E^enschasilen in dem Wörtlein Lc^8. cher garzu lußenund starcken Wem giebt / und man ihn

verkürbt bedeutet/ ohne das im Trmcken mit Wasser rempenren muß / ein

Uäor. und was an ihm am besten hinten nach kommt/ sen / aber nicht übermaßig starcken Wein machen/ könntedas Heisset 82901 der Geschmack. Die Farbe desWems man etwas weissen Weinstein in 6.itilllrtm5ptrirud2tisist / nachdem die Lufft des Landes beschaffen / sehr lolviren / klcriren / und dessen etliche Loth in em Faßunterschiedlich / wie wir Anfangs bey denen Trau- Most schütten/und mn verjähren lassen : Eswerdenabecben-Arten viel davon geredet haben. Die rechte Färb auch die beste Arten Wein Gewächs in denen Jahren/eines geistig- und nachdrücklichen Weins pflegt sich am welche kalt und regenhaffrig sind / und wo nicht vielSon-Rhein-Wein / an einem guten fürnen Wein/ wie Rhei- nenichein ist/ nicht recht gut/sondern bleiben sauer/welchennisches Gold/zu zeigen. Sollen wir den Geruch und Weinen dann sonderlich mit Kunst kangeholffen werden/Geschmack loben ? so muß er sich lieblich erweisen- Der daß man auch guten wohlschmeckenden Wein bekommt;gesunde Wein soll in einem reinen Crystallen-Glas diejenige Arten von Wein Gewächs/welche auch in g.:-gank lauter und gläntzigt aussehen ; im Einschencken ten Jahren sauer bleiben/denen ist durch Kunst nicht vielaber'im Glas rauschen/ und mit vielen kleinen äromis zu helffen/sondern denen/enigen/ so einerguten Artsind/über sich springen/so daß die artigen Geisterlein/wann aber in bösen Jahren nicht gut werden können Dieman baid darauf trinckt / einem noch nach der Nase Weine aber / so tiner guten Art sind / werden in gutenpsopsern: Bey dem schnellen Einschencken soll sich auch Jahren alle samt gut / und bedörffen weiter nichts / msdie-es aussern / daß sich ein kleiner Schaum / mitten im daß man im Herbst den ausgekelterten Trauben-Saffr/Glas / mit lautern kleinen Blaslein gebe / welche aber in reine / wohl-ausgebrühete/ oder auch in Wein-grüneAugenblicklich wieder verschwinden: Dann wo sich der Fässer einfasse/ und darum verjähren lasse/ und wird auchSchaum langsam ansetzet/ und langsam vergehet / so darf derjenige Mo^/ so von geringerer Art Wein ist / in de<n.an nicht viel iubriles vomWein hossench»,gegen sich ver- nen Wein grünen Fassern/worinn gar guterWein gksichern / daß er vilcolisch / zähe und dick sey; oder er hat wesen / noch etwas verbessert / sonderlich wann auch vonschon ein empfindliches Trefmit der Wasser-Stange be- den Hefen desselben Weins / so nicht stinckend oder ver-kommen. Zur Frölicbkeit/ dienet wohl ein mittelmäßig- dorben sind / ein Theil im Faß gelassen wird / daLderweder zu alt / noch zu junger Wein - Wiewohl es sind die Most darüber verführen kan. Solche und andere Noth-Landes - Arten mancherley. Die Rhein-Weine werden durssten des Weins gebühr'en einem Kellermeister zu wis-am gesündesten gehalten / wann sie über ein Jahr würck- sen / und wie man den Wem dasIahr hindurch haltenlich alt sind / und doch nicht über drey Jahre zehlen. Ich muß/ nemlich mit Ablassen des neuenvergornenen Weinssage in der Frö ichkeit ein wenig mehr / als die Ordnung in andere Fasser mit Auffüllung und Aufbrennung mitwill / zu thun : Sonsten aber ist ein alter Rhein Wein Schwefel-Span üc. wovon im vorhergehenden Capitelauch nicht wunderlich: Aber wie eineArtzney zu trmcken. guteAnweifung geschehen / und in diesem gar fort gefüh>Andere Weine müssen um ein merckliches alter als ein ret werden soll. Wir wollen aber / zu besserer EintheilungMein -Wein werden/wann siewoltrinckigtheissen sollen, und Gemerckdie fürzubringende Künste also abhandeln/§. 8. Man kan indessen einem jeden Wein / wann er daß wir erstlich vom Most bandeln / hernach den Wein,noch neu ist / zu einer artigen Lieblichkeit/ und gesunden 1. An der Färb/ 2. am Geruch» und z. am GeschmackAnnchmlichkeithelffen/wenn man lieblich/süße/und ae-- gut zu erhalten und zu verbessern / anweisen ; dieArtzneysunde Sachen darinnen verjühren lasst. Allein es geHort XVem aber und denObst-Most samt demiLssig mit dreinein clllcreces Urtheil und eine niedliche Zunge darzu/ geben wollen.

wann einer dem Wein das mit Knnst zusetzen will / was §. 9 Damit der Wein wieder führe / wie vorherihm von Natur abgehet. Wann der Wein von Natur als Most/so gießt man/wann er erstlich jühret/und nochqar zu sauer wird / kan man ihn corrigiren mit frisch ge- warm ist / einen Eimer voll süßen Most / oder auch wohl'brannter sauberer Reben-Aschen / welches in rechter pro- zween Eiimr / nachdem das Faß groß ist / unter ihn inporrion den überfiüsiigen sauren l'arrZr um theils abtödi das Faß. Wannsich nun der Most gesetzet/so giesst manret / theils pr-rciomret / item mit süßen Sachen / als wieder soviel darein / und das thut man drey odervier-Süßholtz/ AnissaamenEngelsüß/ Zucker/ Rosinen/ und mal / so wird der Wein starck und dick. Oder man mach'dergleichen; wann aber der Wein gar zu süß und klebricht es also: Schneidet süße Aepfel oder Birnentzwey / han-wird/ wie in denen sebr heissm Landschafften geschiehet/ getsie/wann der Mostjühret/in das Faß/und wann dieso könnte man ihmhelssen/wanmanweissen guten Wein- Aepfel und Birnen ihre Krafft verlohren/ so thut cmde-

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