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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
708
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7oZ DeS klugen und Neckts - verständigen Haußva tters

tunq dessen/ schäkt man entweder vo?? dein obern Theil nonunen / und an Baum-Gewächsen / sie mögen der ArtbesStamms/oder einer geschlachtet, Weyden/ein Stück nach seyn / wie sie wollen / wann sie sich auf die andere vonRinden oder Schelffen so groß / daß min die durch die uns bereits erzehlte und noch anzuführende Arten nichtgeschehene Einsetzung gemachte Wunden dünnt bedecken impfen lassen / gebraucht werden tan : Sie dienet zum'kam bindet es mir Bast/ jedoch nicht allzuhart/ darüber/ Stein-Obs / und insonderheit zu denen Quitten-Stam-und verstreicht den Stamm obenher um das eingesetzte men / zu denen aus Kern geziehlten Pomeranzen - Citro«Reiß herum/ mit Buuüi oder Pelzwachs; Wann nun nen- Birn und Aepfel- Bäumen: Es wird ab.'r das "«.u-hierauf entweder Erd oder Letten / und über dieselbige b'ren oder äugeln m das früh uns spar äugeln cinge-Mist gethan / mit einem leinen Tüchlein umwunden/ theilet: Jenes geschiehet im^l^ic»unu^utti.t: gestaltenauch Creutzweisewohl vermacht/ und mit Bast zugebun- zu dieser Ait die Stamme ^afft haben / so / daß das ein-den wird/daß kein Regen oder Wasser zu dein Zweig ein- gesetzte Aug desto besser bekleiden / Nahrung haben unddringen kan/so ist diese Arbeit gebührender Massen verrich anwachsen ka» : Dieses aber / nemlich das spate / gefchie-tet.' Doch kau nicht schaden / wann man sich diese noch heterstün^uiis. oder zu Anfang des Augusts damitnem-besondere Betrachtung dabey zu Nutz macht: Wann lich das eingesetzte Aug den Winter über gleichsam ruhen/das Pelzen dem Bäunilein nicht schaden soll / so muß das und hingegen den zukommenden Frühling desto besser frei-gute Baumlein schon starck getrieben haben. Das Schel- ben möge. Beederley Verrichtung aber soll im abneh-fen - oder Rinden - Pelzen soll ehe nicht / als wann der menden Mond und bey kühler Abends-Zeit / ingleicher?Sajft einschiesset und sich die Rinde löset/das ist/im April auch bey stillen und nicht windigen noch regenhaff enoder etwas später / nachdem die Jahrs-Witterung ist/ im Wetter geschehen. Es wird aber hiermit auf nachfol-kjzjo geschehen. Wann der Stamm krumm / so muß gende Weise gehalten : Nemlich man erwählet einen wil-erniedriger; der grade höher geimpsetwerden. Wiedie den Stamm/von ungefehr 2 z. biß 4. Iahren/oder auchForm des Peltzdorns/ oder des Pfropfbeins ist/nach der einen Zweig eines jährigen Holzes / oder / das erst denlel-Gestalt muß man auch das Reiß zuschneiden. W'.e wir ben Sommer gewachsen ist / und schneidet darein mir ei-oben gesagt / so muß man ein Glas voll frsschen Wassers nem ftharssen Messerlein einen schnitt durch die Rindeschon beynanden haben : damit man nicht erst darnach bis aufeHolz und über solchen Schnitt noch einen Queer-lauffen müsse / wann die Reiser zugeschnitten sind : dann Schnitt / daß es einem Krcutz-Limal l' gleichet / grösserbiß man sie aufsetzet und einsencket / muffen sie nicht in der als das Schiltlein mit dem Aeuglein ist. Hierauf nimmttrucknenden Lufft / sondern desto frischer zubleiben / im man einen Zweig von den, Baum/dessen Früchte man be-Wasser stehen. Wann es nur möglich / so soll man die gehret / und der gleiches Alters ist mit dem / darauf manPelz-Reiser gegen die Sonne aufsetzen. Was wir vom angeln will / beschneidet die Blatter eben über dem Kno-Pelz-Wachs gesagt / das ist gleichfalls nicht au- der Acht fpen / und machet einen Queer Schnitt über und unterzu lassen. Wann derGarmer dasL^mpiemeir feines denen Knospen/so lange/biß der Zweig halb dicf ist.-Her-Fleisses weisen will / so setzet er das Pfropf- Rciß eben in nach thut man von dem Ober - biß zum Unter - Schnittde: ? li.ur auf / inwelcher es vorher gegen die Sonne auf beyden leiten auch einen Schnitt / daß es wie eingestanden. viereckichtesSchiltlein aussieher ; welches mit dem Fin-

§.4. In dem R>erb zupfropfen / isizwarr^cbtal- qer und Daumen vom Holz behend abgezogen wird. Nachlenrbalben gebrauchi'ch; jedoch wann man dieser Act sich Verrichtung dessen nimmt man sin Messer / hebt darmitbedienen will / so muß es auf nachfolgende Weise gesche- die Rinde / die durch das Schneiden des oben gewiesenenhen : Nemlich man saget den Stamm halben Manns- Kreutz Linials oder Lateinischen'!', sich leichtlich abgiebt/hoch herunter / raspelt von demselben mit einem Schab- auf / und füaet das Sch'ltlein nur dem Knospen zwischenMesser die äusserste grobe Rinden hinweg / setzet alsdann die Rinde und das Holz ein wenig auswerte hinein / daßein scharsses Messer oder Meißel an den Rand des der Rand des Schiltleins dicht an den Queer, SchnittStamms / und schlaget darauf/ daß er durch die Rinde des komme; worausnmn es fein fleissig zubindet/damitbiß ins Holtz hinein dringe / ziehet ihn nachmals heraus/ es nicht wieder herausgeworfen werde. Nach Verflief-und thut hart darneben einen Gegenfchnitt/ daß der Kerb sung zweyer Monaten aber löset man das Band ab / undnur fo breit / tieffund lang wird / als der Zweig erfordert, fo derKnospe noch frisch und grün ift/wi.'d er auffolgendenInzwischen muß der Zweig eben wie bey dem Spalt- Frühling zu sprossten anfangen; worauf der Zweig einepfropfen zugerichtet werden / nur / daß die innwendige Hand breit über der OcuIsrion erstlich / und im folgendenSeiten ein wenig zugespitzet seye. Diesen ausgeschnitte- Jahr nahe an derselben abgeschnitten wird / aufdaß dasnen Zweig nun / muß man in den Ausschnitt also schieben/ Wachsthum nacheinander desto besser fortgehe. Unddaß die Rinde mit der Rinde / und Holtz mit Holtz sich ausdiese Weise können wohl 2. z. oder mehr Aeuglein aufwohl aneinander schliesset?; worauf man am Rand herum einen Baum gefetzet werden / wofern es nur nicht auf einersolcher Ausschnitt drey / vier bis sechs / nacb Dicke des Seiten allein / auch nicht gerad gegeneinander über ge-Stamms machet / in einen jeden seinen Zweige schiebet/ schiebet: Massen sie sonst nicht wohl aufkommen können;und diePftopfungen gewöhnlicher Massen verbindet und So soll auch nicht eins über das andere aufgesetzet wer-verstreichet / so wird man finden / daß der Stamm starck den : angesehen fonsten das allerniedrigste den Safft al-antreibe/und die Zweiqe bald Früchte bringen. Übrigens lein an sich ziehen / und solchen denen übrigen aufhaltenaber wird diesesPftopfen meistentheils an dicken/wilden/ würde. Diejenige Schildlein aber / welche man vonoder sonst unfruchtbaren Bäumen verrichtet / wie dann denen Bäumen / so saure Früchte bringen / zeugen will/auch zu solchem Werck keine zarte / sondern vielmehr recht sollen allwege viereckicbt / und nicht gerad / wie sonst einesstarcke Zweige erwählet werden müssen. gememenSchildleins Form ist/geschnitten werden- Und

§. s. NAc dem Aeugkln pelzen oder pfropfen/ wird mittels dieser Art kan man alle Baume / so die andersauch von andern oculiren / impfen mit dem Schilt^ Peltz-Arten nicht annehmen / als Nüß / Kasten / Maul-lein; item verpflastcrn und sinleiffen genennet / und beer / Marillen / Peltz - Kirschen / Amarillen / auch un-soll unter denen Pelz-Arten zwar die fruchtbarste / zugleich terfchiedliche Farben Ro'en auf einer Stauden ; itcmaber auch die schwächeste seyn: Doch behält diese Art vor Pomeranzen / Citronen / Limonien / und dergleichen fort-allen andern den Preis / weil sie zu allen IahrHeiten ge- bringen; begleichen verdirbt auch der Stamm nicht / ob

gleich