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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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705
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Viertes Buch. 70 ?

Und etwan eine gute Spann dick mit Erden uberjchürter/ §. 6. ^.nbiich folger auch dasaufjeyen ver^eifcr/be^oder mit dem aufgehebten Wasen bedecket/ so werden die welchem fürnemlich dieses zu beobachten/ daß man ein ,eg'Reiser biß zur Pelz-Seit / auch noch etwas langer frisch liches auf feines gleichen / als zum Beyspiel einen Apffel-und gut verbleiben; Da hingegen / wann man sie an bäum aufeinen Apffelbaum / einen Birnbaum auf eine-,feuchten Omn verwahret / sie zum öfftern/ absonderlich Birnbaum und so fortan / propfe; ingedenck / daß zwoaber die Aepffelbäume entweder von den Mäusen dem- ftem bde Beschaffenheiten sich nicht so wohl/als die von ei-get/ oUr Wasserschlündig / und die davon kommende neiley Natur und Art sind / vereinigen Und obwohlnFrucht wasserfüchlig werden/ auch bald zu faulen anhebe, hier unterweilen ausLuriol, tat etwas zuge'chchen pfleget/§.s. Was die Pelze-Zeit betriffr/so kan dieselbe wie- wie der V-rg-ijus sagt/der Baum / aufden eine ihm nichtderumaufzweyerley Weife betrachtet werden; Erstlich gleichartige Frucht gesetzet worden/ miracur nonsuzp<,.mÄttjeyung ves Abnehmens/ und dann vsrsanderi ms. so wird doch wenig prokc und Nutzen dm hinter fenn.tc m Ansehung des pelzens und Propfens ftlbsten. Weswegen man dann auch niemahlen einem schwachenKas Abnehmen der propfreiftr geschiehet gemeinig- Wildling einen Zweig von einen fruchtigen/ Ästreichenlich im April / wann nemlich von denen früh - blühenden Baum aufsetzen/ sondern vielmehr das Widerspi?! beob->Früchten/ als zum Beyspiel von Mandeln/Pfirsing/ Kir- achten solle. Desgleichen wird es auch im Hausballenschen/ Pßaumen und dergleichen geredet wird : Wann einen schlechten Nutzen geben/ wann man gute Zwe.g aufman aber von dem spat-blühenden Obs reden will/ als wilde Baum/als zum Exempel/aufErlen/Ulmen/Wey-von Aepfeln/Birnen/und dergleichen so pstcget das Bre- den und dergleichen Peltzen wolte/ gestalten sie oongantzchen der Pelz-Reiser im Merzen/ beederseitig aber im ab- ungleicher Natur / und entweder gar nicht bekommen /nehmenden Mond/ an einem hellen und klaren Tag in de- oder doch einen widerwärtigen und bösen Geschmack ha-nen Vormittags-Stunden/zu geschehen Das Pelzen- ben. Am allerbesten aber ist es für die ausgearabensund Propfen selbsten aber wird zu verschiedenen Zeiten qe- Wildlinge/ wann selbige vorher in der PelzsZHuU recht-pflogen; Gestalten etliche solches im Hornung vorneh- schaffen eingewurtzelt haben / daß sie schon von ihremmen/ der Meinung / als ob solche Baume von denen Wachsthums Anzeige geben können : Dann wann sieWürmern und Rauppen bewahret waren; Weiln a >er so dann nachgehends daraufgepeizet werden/ so geschiehetdiese Zeit / absonderlich in unserm Land/ da zum off. in es/ daß ein Zweig in einem Jahr mehr als sonst in dreyennoch ein harter Nach-Winter kommt/ der alles verzehrt auffchiesset/cheFrucht bringet/und auch länger ausdauret.und verderbet/ noch zu früh; Als wollen etliche den drit- §. 7. Von solcher pe/zschule nun auch mit weck-ten Tag nach dem Neumond/ im April um St. Georgen gcm etwas zugedencken/ so gehet es mit derselben auffol-Tag/für die besteZeit halten; Indem aber zur selben Zeit gende Weise zu / daß man nemlich die Wildlinge /welcheder Safft schon völlig in dem Holtz/auch die Sonne schon vorher in der Äernjöhul ein Jahr oder anderthalb ge-both und starck ist/so/daß die zarten Zweige leichtlich aus- standen/ aus derselben/ so sie dick und gewachsich sind/ mitdorren können/ als will andern auch diese Zeit nicht wohl- denen Wurtzeln heraus nimmt / und nachdeme man vor-gefallen. Wiederum andere warten biß der Mond starck her gewisse Bretlein mit etwas bessern Erde zugerichtet/wird/ und wollen mit der Erfahrung bezeugen / daß solche und sie subtil abgestutzet hat/ entweder im Frühling/ oderBaume / wiewohl etwas spat jedoch sehr fruchtbar und im Herbst ohne Verzug in ihre Pelzscbul einsetzet / mit-dauerhafft zu werden pflegen. Endlich sind noch andere/ hin die Wurtzeln auf solche Weis eintheilet / daß siedie so lang zu warten gewohnt/biß der erste Safft aus de- nicht viel anrühren/ und einander am Gewächs verhin--nen Wurzeln in den Baum steiget/ und sich so ferne nach dern können; Und dieses kan nicht allein mit denen Wild-dem Mond richten/ daß sie bey starcken Mondschein das lingen / sondern auch mit denen Aestcn von den Bäumen/Pelzen vornehmen/aus dieser wohlgefasten Ursach/ weiln die leichtlich Wurtzel bekommen / als zum Beyspiel mitder aufgesetzte Zweig all sein Leben und Nahrung von dem denen Feigen / Quitten/ Granaten und andern derglei-aufsteigenden Safft bekommet; Dieser aber bey dem chen alsogehalten werden; Wofern man nur diese Ge-neuen Mond etwas schlecht/ bey dem Zunehmenden wachse/wann sie vorgedachtcr Massen in der Pelz-Schulimmer starcker zunimmt/ als müsse solcher aufgesetzter in ihrerOrdnung stehen/ jährlich aufs wenigste dreymalZweige/ wann er genug Safft bekommt / auch desto umhauet/von allem Unkraut e> ledigst/auch dieselbige dasstarcker wachsen und zunebmen / welche Meinung un- erstund andere Jahr bescheidentiich bey dürrer / beissersnsErachtens die sicherste ist: gestalten man sich solcher- Lufft begiesset / und endlich ebenfalls in denen ersten Iah-Malt an keine Zeit zu binden hat / wann nur das Pelzen ren dermassen beschneidet/ daß nich- zu viel hinweggenom-im Men und heitern Wetter/ in dem Vormittagsstun- men werde. Wann nun dieses alles geschehen / so kön-den/Miehet. Dieses aber ist ein sehr einfaltiger Wahn/ nen sie so dann in dritten oder vierdten Jahr nach ihrerdaß in ememSchalt-Jahr das Pelzen undPfropfen nicht Pelzung in eine bleibliche Stelle versetzet werden. Erli-vorgenommen werden solle; Dann weil das Schalt- che brauchen gar keiner Rern--Schul/sondern kauffenJahr vondenen andern Jahren in nichts alsallem in die- die Wildlinge zusammen / und setzen sie gerad in ihresem unterschieden / daß selbiges um einenTag langer ist/ Pelz-Schuten/allwo sie selbige biß sie eingewurzelt / ste-alskan das Schalt-Jahr demPelzenund Pfropfen der henlassen/ und so dann zu pelzen pflegen. UndsovielvonBaume keinesweges schädlich seyn.Das mag etwan seyn/ dem Pelzen insgemein. Weiln es aber von demselbendaß das Pchen in denen Schalcks-Jahren gefahrlich sey« unterschiedliche Arten gibt/ als wollen wir von denselbenWie dann die meinsien Aberglauben / aus einem Wort» in denen nachfolgenden Capiteln eine sonderheitliche Ab,Spiel oder auchesMae in verbil entstanden sind. Handlung fürnehmen.

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