Viertes Buch. 7oz
als wann er vonNaturgar zu fett wäre. Das Beetlein ein jedes besonder / gesetzet werde: so wud es desto eheaber / darein die Kerne gesteckt werden/ mag ordentlich seyn/ daßman sie/ nach eines jeden Art/desto besser war-zwar dieLänge/ nach Belieben/ bekommen; die Breiten ten und pflantzen könne: Wie man dann dieMäntzleinaber soll es n/cht weiter haben / als daß man beederseits von Birnen viel besser mit jäten und umHacken / als dieaus die Helsst dcs Beets mit leichter Mühe reichen / und Aepsel-Pflantzen bedienen muß. Das soll nun bey denendas Unkraut desto bequemer ausjäten könne / mithin mit Kernen nicht vergessen werden. Mit denen Sek - Stei-denen Füssen nicht darauf umsteigen dörffe/ welches denen nen hat es so viel nicht zu bedeuten / man darf es auch soKernen sehr schädlich wäre. Uberdas muß man trachten/ genau hierinnen nicht nehmen: Diese mag man nur dünndaß die benachbarten Baume ihre Treufe nicht dahin etwan einen Schuh weit voneinander setzen.abMrtzen. §. 7. Was endlich dieZeit belanget / so wollen die§. 6. Die Art des Steckens betreffend / ist zu wissen/ meisten / daß dieses Stecken am sichersten im Septemberdaß man die Kerne / so man zu stecken willens / nicht ins im alten Mond geschehe / wann man ohne diß den Win-Maul nehmen / sondern sauber austrocknen / und an ei- ter - Anbau zu verrichten beginnet; wiewohl andere liebern,m rcmperirten Ort biß zur Saat aufheben / zugleich den Frühling sowohl wegen der Kalt / als auch wegen deraber das Kern - von dem Stein - Obs absondern / und Mäuse und anders Ungeziefers vorschlagen/ welches dem,nachgehends in das hierzu bereitete Beetlein stecken; das nach zu dem Belieben des Haus» Vatter gestellet wird:Kern-Obs aber insonderheit mit einem hölzernen Rechen wir aber Haltens mit der Herbstzeit bis in den Novem-'einhacken / oder ein wenig Erden auffassen / und die ge- brem. Wann nun die Saat im 5eprembsrverrichtet ist/säete Kerne mit leichter Erde wieder zudecken; das Stein- werden sie den Winter über aufgehen /vor dessen KalteObs aber vier Finger tiess/ und so weit auch voneinander sie demnach mir Stroh oder Brettern wohl verwahretin die Erde setzen; hingegen die Kerne nicht öffnen oder werden müssen; so bald sie aber aufgehen / muß ihnen al-aufschlagen / sondern lieber 3. biß 4. Tag vorher einweü les Gras beyseits geraumet werden / damitsie denWiN-chen: und so man den Geschmack verbessern will/ wiewohl ter durch der Erden Nahrung desto besser gemessen kön-es wenig hilfft / das Wasser / darinnen sie geweicht sind/ nen; jedoch muß man / wann man die Erden aufwühlet/mit Malvasir und Zucker vermischen solle: gestalten dem nicht gar zu tief eingreiffen / die Wurzeln nicht zu beleidi-offenen und aufgeschlagenem Kern das Ungeziefer / nehm- gen. Endlich ist auch dieses zu mercken / daß die Garten-lich die Maus und Wurme/ sehr gefahrlich sind. Ferner Schößlinge das erste Jahr nicht sollen beschnitten und ge-sotten dieKerne etwas dick gesaet oder gestecket werden: düngen werden: damit sie nicht / wann sie nachgehendsangesehen die Mäuse derselben immerhin etliche verzehren in geringern Boden kommen / verderben und abstehen:oder sonst verderben. Ehe aber solches geschiehet / kan Jedoch ist es / wann dürres Wetter einfällt / selbige zuman sie zuvor / wie auch die Stein im Wasser Probiren/ wässern unverbotten. Und bißhieher genug von denenund diejenige / so gegen den Boden und auf den Grund zwey ersten Arten / wordurch die Baum-Gärten erhaltenfallen / wie bey dem Saamen ihrer Schwere Wichtig» werden. Folget nun die dritte Art / wie man nehmlichund Gewichtigkeit wegen gebrauchen : hingegen aber durch solche Bäumlein / die man aus der Pfrovf--unddiese / welche oben schwimmen / als taub und unnützlich/ pel^Schule versetzet hat / gedachte Gärten fortbringenwegen ihrer liederlichen Leichte / wegwerffen / auch eine und erhalten könne: Bey welcher Gelegenheit aber zuvor-jede Art auf dem Beer mit einem Aettelein oder andern derst von dem Pelzen insgemein zu handeln ist.
Zeichen bemercken : damit man ein iedwedes erkennen
ReM-Anmerckungen.
Und wann hernach die gesteckre Kerne gar zu dick aufge- Cap. zo. 8>c z 1.
hen / muß man die geringsten fein behutsam ausziehen/ da-
mitdienechsten nicbtauch mit ausgehoben oder locker ge- AVUOn Pflanzung der Bäume / unddaßdieseibige
macht werden. Vor allen aber ist sehr dienlich eine rich- AHHdemjenigen / in dessen Grund und Boden man
tigere Ordnung / als erst oben hin beschrieben war / und ^K^sie setzet/ insgemein eigenthumlich zugehören / istes also zu halten / daß/obschon die Kerne einander an Ge- bey dem vierten Lap. §. z. deßgleichen auch be? dem
statt gleich / sie doch nicht untereinander vermischt /und neunten in diesem Buch weitläufftig gehandelt worden,
vielmehr insonderheit die Kerne der Aepsel und Birnen/ äciö. L-rp-ov. lud. 2. kelj>. fz. n. 29. k zv.
Das XXXII. Kapitel.
Bon dem Pelze» insgemein / und von der Pelz-SZul.
Innhalt. wundern kan: anerwogen durch dieselbe die wilde Bäu-
5. r. Die Füttreffkchkeit'. der Pelz Kunst - 5. s. Und derselbe» me zahm / die unfruchtbare fruchtbar und wohltragend
Beschreibung, 5. ?. Beschaffenheit der Pelj-Reiser. H. 4. gemacht / die spaten m frühe-Frucht / ja sogar die Färb
Wie sie abzunehmen / und / ehe sie aufgepelzet werden / zu be. und der Geschmack an denenselben verwandelt und verän-
Wahren? Hu welcher Jelt sie abjunehmenundzupelzen, hext wird / da^alio nicbt unbillig n»»
h. 6. Wie sie aufzusetzen. §.7. Wie / und aufwas Wels end. jAr mrv / vap a^ Potentaten an
lich diePUtz-Schul anzurichten? ^eser Kunst ihre Lust und Eigötzlichkelt gehabt haben/
gleichwie solches von dem Persischen Konig Lvro, und
§- vom ^rrslo, dem König in kleines, bekannt ist/dernach
^^>JePelz-Pfropfe und Impfe Runsk/ denen Reichs-Geschäften sein anmutigstes Untermarck
> (immassen dieseWörter ohne Unterschied im Impfen oder Pfropfen gesucht. Der auch sonsten so
der Arbeit einerley Verstand haben) ist ei, grossen Reichthum erworben / daß die Römer/ die er zu
ne so fürtreffliche Kunst / daß sich die gesun- seinen Erben eingesetzt / den grössten Reichthum ärrslicss
be Vernunfft nicht genugsam darob ver- couäicioues, oder vivirias genennet. Nichts von denen
Römi,