Drittes Buch. 619
abgezogen werden können.cap. 4. 5.7. 8.22.26 >Sc ?2 .X. keine andere Gewonheit an einem Ort vorhanden / der
6e< > m. Es muß aber dieses geschehen / ehe die Steur Zehendherr mit dem abgestrichenen Scheffel vorlieb neh-
von denen Gütern entrichtet wird / ^sncellor.^id. 2. men müsse.
Intt. j ur. Lzn. ric. 2 6. verl. leci nec cenliis. s6cl. csp. Z z. Dieses ist noch übrig .- Ob dt'efem'ge / weiche
x.lie clecim.undzwar/fo bald die Frücht geschnitten/ hendbahreGüter haben/denZehenden m die Scheu/
oder fönst vom Boden oder Bäumen herunter gethan ren der Zehendherrn liefern müssen ? Welche Frag
rvorden /csp.7.in l.x. eukl. Dahero der Eygenherr o- von dem Lovsrruvia, I.ib. r. variar. kelol. c. 17. N. 8.
der Bejkandtner die Gefahr auffich hat/wann er die Be- vcrl. ocÄavo cx bis 8cc. bejahet wird ; Wiewol er sich
zah/Mg verzögert / folglich davor zu stehen gehalten ist / an eben der berührten Stell auch aufdas Herkommen be-
,v.M die abgenommene Frücht verderben/oder vom Un- ruffet/ welcher Meinung auch sicherer ist: angesehen die
gelvitter und andern Unfällen umkommen, srg. 1.47. §. k. Zehendleuth/ nicht einmahl ihre Frücht leicht einbringen
lie/eg. I. Ja wann es solche Früchte sind/ die auf dem dörffen/ wo sie nicht vorhero denen Zehendherrn darvon
Halm gestanden/ oder in denen Hülsen sind/ muß er den Nachricht gegeben: damit selbige vielleicht entweder selbst
Sehenden gemeiniglich auch mit denen Hülsen entrichten bey der Einsammlung der Früchte seyn/ oder jemand da-
^.(Iree!or.^Kolol^.I..2.jur.Uaiverl.c.26.n. 2.W0- hin senden mögen/umzusehen/ daß kein Betrug damit
fern nicht an andern Orten dieses herkommen/ daß der vorgehe, kebuf.yu. lz.n. 49.850. Wiewohl auch in
Zehend nur in blossen Körnern bezahlt werden soll; In diesem Fall dasHerkommen zu vsriiren pfleget: Aber ge-
welchen Fall ossrermahln ein Streit entstehet / ob solcher nug von diesem. Wer mehr hiervon zu lesen verlanget/
Zehend mit gehaufften oder abgestrichenen Scheffel ab- kan nach Belieben aufschlagen, kebut.tkcl.8ckor>
zurichten seye ? Welche Frag Lsrp2. in /upr. LonM. rel. v^ernärle ; diraris lociz, Lc LeloicI. I'b. pr. voc.
l^ib. 1. 6ef. 127. entscheidet / wann er lehret / daß / wo Zehend / ibiq; sllegat.
Das XXXV. Kapitel.
Von Einführung des Getraids.
Fnnhalt. als durch dessen Geruch die Mäuse sollen vertrieben wer-
§. r. Nothwendigkeit des Einführend. §. s. Was der Haus' - 29elche man auch mit Rauch von gebrann-
Vatter insonderheit vor dcni<elben mit Bereitung desSta» ten Kuhhornern fluchtig ZU machen weiß. Man hat
de!6 und Vertreibung der Mäuse. H. z. Was er bey dem. desto sorgsamer wider diese Thierezu seyn/ ie mehr aefehr
ÄIn ""b iu beob. sie denen Früchten sind. Sie fressen es nicht allein häu-fig/sondern zerschroten auch dessen eine ansehnliche Men-
. ge / und verunreinigen das übrige mit ihrem Koth. Des-
N Ach vollbrachter Ernde sollen die Gedan- wegen kan ich nicht unterlassen so wohl für die Stadel als
cken des Haus-Vatters auf das Emsuh- Korn - Böden dieses Mittel wohl zu empfehlen. Man
W
nicht nur Fleiß und Vernunffi verrichtet giebt. Man nimmt ein wenig Korn-Spreuer darun-wird / ist alle das gantze Jahr durch angewendete Muh rer/ und lasst es also stehen / daß es morsch werde. Her-vergebens/ man leidet im Haven erst Schistbruch/und ist nach knetet man es wohl durcheinander / und bestreuwarlich der Sorg und Mühe samt denen aufgewendeten chet die Spalte/ Risse und Mauer - Löcher / oder manUnkosten Feind. „ . ^ nimmt Häckerling oder Roßkoth darunter. Wanndiefe§.2. Bey dieser Einführung nun wollen wir unsern Kürte zu den Mäuse Löchern zu schwach wäre/so kan darmHaus-Vatterkürtzlichfurstellig machen / was er sowohl noch gröbüchrzerstossenes Glas genommen werden / wel-vorher als auch bey-und nach-derselben absonderlich zu che die Mäuse/wegen der scharfen Ecken/wohl unzerbissenbeobachten habe. Vor derselben >oll er in allewege da- lassen müssen.
rauf zielen / wie er erstlich gute starcke Wagen zurüste / §. z. Bey dem Einführen ist ferner zu bedencken/daßzugleich auch dleftlbige mit Spenkertlem wohl ver<s die Früchte weder an den Aehren / noch im Stroh / naßsehe / auf abHangenden jähen Steigen ihre schwere oder feucht einkommen; Massen es sonst leicht alles ver-Last zu sperren und aufzu halten / darnaH muß er auch dirbt/ anlausst und fchimlicht wird / fo / daß weder dieZusehen / ob er gute und wohlverwahrte^cheuren habe/ Frucht zum Mehl/ noch das Stroh zum Futter nützlichMr/ wo was fehlet / daß Zerlasterte bey zeiten machen angewendet werden kan: Es wäre dann / daß das nasseW-. damit es auf die eingebrachten Früchte weder reg- Wetter so lang anhielte/ und er das Getraid nicht länger/nm oder schneyen / noch das Geflügel möge dazu kom- entweder wegen Kriegs-Gefahr/ oder daß es gar zu sehrmenmdSchaden thun können. Zuwelchem End er dem-- überzeitiget/ im Feld stehen lassen dörffte / fondern noth,nach das mnwendige Fach der Scheuren / wenigstens ei- wendig benetzt einbringen müsste: angefehen in solchernen Monaivorher wohl saubern/ und alles Gemist / und unvermeidlichen Noth besser isteinengeringen oder wich-faules Sttvh sauber ausräumen / und den Stadel an rigen Schaden leiden / als ganft und gar um die Früchteallen Orten offen stehen lassen / doch verhüten solle / daß gebracht werden; Wann er nur m solchem Fall dieses be<kein Vieh hinein komme. Sonderlich sind die Huner obachtet/daß er solches nasse Getraid in dem Stadel aus-schadlich; So wird die Lussr besser durchstreichen / und trocknen / und zu dem Ende die Garben nicht dickundsolcher Gestalt allen Gesianck vertreiben/ und das Lager hart an dieWande desStadels oder auch über sich selbst/der Früchte fein lieblch zubereiten können. Fürnemlich legen/ sondern einen Raum dazwischen lässt: damit dersoll er vor der Einfuhrung den^Boden mit frischen Dampf desto leichter über sich verrauchen könne. Dar-Stroh/ samt Erlen-Laub und Sträuchen belegen lassen / nach hat er / bey der Einführung diefes in acht zu nehmen/
Iiii 2 baß