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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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398
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598 DeökluMUNd Rechts- verständigen HauS'VatterS

Wassern und sich ergiessenden Ströhmen bey starcken hender Hausbatte^/der einen Weinberg dessen ohwe<Regen / mit Sand und Stemm verschüttet / oder doch achtet kauffen will/ seine Absicht dahin richten/daß er sichleicht verschlemmt und verschwemmt zu werden unter- vorher erkundige: ob der Weinberg bey autein Bau undworffcn ? ob sie ein -zwep-oder drey - mehig seyen ? wie mit guten trächtigen Stöcken guter Art besetzt» wie dervielsie »n gemeinen Jchren anHeu und Gromath getra- Grundgeartet? oberhoch / abhängig/ ebenundgegengen? ob sie dürre oder aus ememBache gewassert wer- der Sommer-Seiten und Sonnen aeleaen ^ ob derden können/und ob das Wasser-Recht unstrittig? ob sie Dung leicht hinein zu bringen ? was von Wein-Gera-an der Sommer-Seiten l,egen/ da sie vom Morgen biß then vorhanden? wie hoch die Nußniessuna mbrinaen^gegen Abend d,eSonne haben / damit das Gras leicht wie viel man jahrlich grübe? was der Baukosten werdom°^ab-r°b fi°and-rWm»r-S-ii-n daSZchmd-B-rg-undL-ffMngS-R-ch-h<>b-/°d-r°bund m schamgten Waldern und tieffen Thalern liegen/ er von solchen Beschwerden ftey sw" ob Gefahr vorhan-da es sonderlich in Herbst-Zeiten bey abnehmenden Ta- den/daß er von Reiffen und Frösien beschädigt/ oder auchgm mit dem Heuen muhesamherzugehen pflegt/ daß man- von wilden Wassergüssen zerrissen und weaaeivüblt wel-ches Futter / entweder aus der Wiegen halb verfaulet/ den dörffte/ u.d.g.

oder wenns in den Heu - Stadel gefuhrt worden / im §. Bey dem Feldkauff ist einem iunaen ^aus-

Stock erbittert und verschimmelt / wovon das Vieh Wirth / der mitgeringem Vorrath und schlechter Baar-

nachmahlskranck / lungensiech oder sonst anbruchig wer- schafft zu Hausen anfangt / am sichersten gerathen / so er

§. 4. Bey denen Garten soll er betrachten / wie der te?/a?s erÄrdiM/^ Pfiüg^?en"und n!

Boden beschaffen / ob er trächtig oder unfruchtbar? da- guter Dungung erhalten kan : Denn daß er sich bald

von er ,enes an denen Bäumen und Grase / so iene frech Pferde / und anderes Vieh zulegen / und viel Gesindes/

undhoch gewachsen/ und laM ehe er zuVermögen kommt / dingen / und sich darüb-'e

aber schwach / grun und dick ineinander gewachsen ist / ab- anderwerts in Schulden stecken folte / ist gefährlich / und

nehmen kW. Ob d,e Mst-Baume wohl eingefriedet-ffreers in dieHare/ sonderttch wenn

und «-rwahrtt? ob st- schön-s/nsch«- .d>-« Obst von ak wach» u»!> Unk» am Vich da K , n L n

lerley Gattung tragen? worüber er von dem Gärtner aus zuführen vermögen/ mdern dasGesmdc und Pferde

emeVerzeichmß begchrenkan/ ob sie grasreich? gegen viele und grosse Mauler haben/ und des Brods/Futters

der Sonnen oder abhang.cht gegen Norden gelegen/ weil und Habern nicht schonen. Wo man aber nun nach und

,ene Gelegenheit dieser^ nach so v.elFelds zusammengebracht hatte/ daße.npaae

lich im Gesicht haben/und die Fruchte vor denen Garten- Pferde / oder welches anfangs ratbfamer ist / ein vaa5

Dieben behalten könne? ob die Noth^ Ochsen daran ihre Arbeit hätten / alsdenn kanman sich

an Kraut/ Rüben/Rattig /Swibeln / Salat zu erbauen/ solche zulegen. Man mag aber nun gleich viel oder wenig

und vondem Überschuß den Garten -m Bau zu erhalwt Feldes kauffen wollen/ so soll man nachfolgende Stücke

em täglcher Pfenning einzunehmen? ob Hopfen-Gärten mBetrachtung ziehen: Ob derGrund ttAbr.q? ob er

vorhanden? ob der Hopfen guter Art/daß man sich dar- gedüngt oder auch ungedungr traae ? obs Schmal-

auf zum Lager-Bier verlassendorffe ? ob dessen fo viel/als Saat-oder nur gemein Brach-Feld feye^ wiÄl mm

die Hau^Nothdurfft erfordert / gebauet werde? oder Sommers und Winters aussä n könn ? w e M d a"

ob man uberley zumVerkauffen habe? obdle Garten an Feld in gemeinen Jakren an Korn / Weihen / Gersten/

solche Gegend liegen / wo sie vom Mehlthau undHun- Habern und andern Sorten Getreydes trage ^ was ein

mel-Bl'tzen le.cht Schaden nehmen? Sonderlich soll ein Schock in gemeinen Jahren an Körnern zu geben pflege?

mnger Hauswirth / der erst zu Hausen anhebt/ und keine wovon sich unten im Buch vom Ackerbau fartsamer U.!-

^r,ge Mittel nachLusetzen hat / bey Emkauffung eines terricht finden wird. Ob das Feld an einem oder etlichen

Weinberges bedachtsam und sorgfaltig verfahren/und Stücken nahe beysammen oder weit auseinander zer-

Herzn ^o?er> Rath / im z 6. Ca^ seines neundten Buchs streuet gelegen ? weil dorten die Arbeit hurtiger von stat^

sich davor lieber Huten / als mit Gefahr mdenKauff ein- ten gehet / als wenn man auf kleinen Aecke?nm?rdem

lWn. Denn weil Wem offt m 5. und mehr Zähren Pflug offt wenden/ und von einem Acker zum andern fah-

mcht gerathtt/^ er Wembau aber indessen gleichwohl fein ren muß. Ob das Feld von der Wohnung weit entle-

Recht und Gebuhr / nn hacken/ düngen / schneiden/ gen? wie die Ein-und AuO.hr beschaffen? obd rAck r

stablen und dergleichen mit ziemlichen Unkosten das Jahr eben oder abhangig ? ob die Hange sich gegen Mitter-

durch erfordert/so nacht oderMorgen undMittag neige ? weil ^nAcker/

bleiben wurde/ der Weinberg den Schaden m etlichen der an der Sommer - Seiten gegen Morgen und Mi?t^

Jahren nicht überwinden wurde / so .stder Überschlag erhaben liegt / mehr und bessere Früchte tragt/ als der a??f

bald gemacht / m was Schaden der Weinberg einen der Ebene und an der Winter-Seite gegen Mitternacht

durfftlgen Mann mittlerweile/ehe er einmahl gerathet/ und Abend liegt. Ob dieGegend und Gelegenheit d?s

Dabey denn gleichwohl noch zweiffelhaff- Orts auch also bewandt / daß das wilde Wasser das

tig bleibt/ob er m solchem guten ^ahr so viel wiederum obere und zubereitete Erdreich abspühlen / Gruben

eintragen werde/als er die vorhergehende Jahre nachein- reissen / und das mit Sand und Steinen verWütt ?

der gekostet. Nachdem aber diese Ursache gleichwohl von könne ? Ob der Feldbau so ungeschlacht und steinicht/ da^

kemn solchen Wichtigkeit zu achten / daß dieser Kauff ei- er nothwendig mit Pferden/ und mit keinen Ochsen bestck-

nem Hausvatter deßwegen allerdings verleidet werden let und gearbeitet werden könne? Ob nicht etwan Lu'-id-

solt^annwogen: daß ein vermöglicher Hausvatter/der straffen durch die Felder geben / oder die Benachbarte

die Mittel mchzUwerben hat / seiner Anlag auf ein? oder ihre Durchfuhr und Viehtrifften darüber auf ibre Fel-^

zweymal ergötz werden kan: Arme Leute aber nach Herm der und Hut haben ? wodm?) die Saat nassem We-

Qoler, Vorschlage von denen Frucht-Baumen / die im ter durch die Neben Wege / bey trockener und dürrer

We-nbeM bereits gezeugt warm Seit aber durch den StÄ ^

kon en/Mrl.chsoMlGenuß/ alssieaufden^^ fallet / derselben am Wachs Hum mel

jghrlchwagmmusten/nchmenkönnm /so solleinange- giebt. Obsieaucha^ngr^