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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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332
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Des klugen und Neckts- verständi gen HauS-Vatters

Desgleichen werden auch die Hauser und Gebaud zu mercken/ daß auch/ wann ein Haus eingerissen worden/

unterweilen der Stadt zumbesten niedergerissen/wann die darauf haftende Gerechtigkeit auf der Brandstatte

sie nemlicb zu nahe an die Stadtmauer gebauet sind/ daure / gleichwie wir dessen em Beyspiel mit der Pfand-

so daß der Feind mittelst demselben dee Stadt einen gros- schaffthaben/ v.I.29-§- 2.ff.6epiZnor.i.2!.ff 6epiAn.

sen Schaden zufügen könte. 1 .6. 14. l7 .L.6e operib.pubt. 3Lt.t.2i.inf.ss. 6e kerc6. vel s<Ä. venci. Es wäre dann

in welchem Fall aber denen Inwohnern der Schad / wo- daß eine Gerechtigkeit nur auf den blosen Gedau haffrece/

fern sie nicht selbst hieran schuldig sind / billich ersetzet wer- gestalten in diesem Fall / wann das Gebau hinweg / auch

den solle/ srZ. 1.2. in 5. pr. ff. a61^. KK06. 6e jaÄ. ^66. die Gerechtigkeit von selbsten weichen muste. v. §^z. 1- 6e

(-^il.2.0. 56. n.2.Le leqq. k^oäettin.pilt. l.Lonl. 16.

Xv^pen.2. Dec.zf. n. 17. ?erex. »6 rir. L. 6e oper. pudl.n.7. pecr.peclc. c.79. 6 in 6. n.z.ö: scl c.66.jbi6.k8cruv.c.l)iss.tk.67.ö- leq. von welchem wir beydem ersten Cap. des dritten ZSuchs gehandelt haben.Gleicher gestalten haben wir auch hieneben in eben diesemCap. dargethan / welchermassen unterweilen beyentstan-

Ulutr. ö!!. s. §. z. ff. quib. moci. uluskr. smirr. Au allenBaustrittigkeiten aber müssen vornehmlich dieVauver-standige gezogen werden / welchen man / als Erfahrnenin der Kunst / billich zu glauben hat / v. d?ov. 7c.?. §. 2.

circ. tin. 1.8. §. s. ff cle dj. O. t>I. ibiczue Lzrr. 6^ Ousren.s6ll.Lakrenl.aci I.4. pr. ff. 6eciamn. ins. (Zilbaul.srk.ju6. c>v. p. 2. srt. 2. csp. 6. §. 7. n. z. kulAer ü ulsncl. 6s

dener Feuersbrunsi ein Haus niedergerissen werden kön- Lommiffar. p. i. lib.4. c.4. bc t'eczq. in specis verö cgp.22.ne/damit die übrige sslviret werden/wohin wir demnach e-irp-ov. p. i. c.76. 6el.4.ö!s. 8cd-^snmann. p-oc^den günstigen Leser verweisen wollen. Endlich ist hiebey Lam. l.c. lo.ö!8rruv. c. vils.cb.ulc.

Das 1.. Capitel.

Vom Feidmessen.

1» Die Einleitung.Figuren.

Innhalt.

h. Von Benennung und Aufriß der§. l.

^Emnach zu den Landgütern / wie auch zu-weilen zu Stadthausern / auch Wisen/Felder / Walder und Weyher gehören/von welchen alsdann der Hausvatternothwendig eine Wissenschasst habenmuß / wie sie ligen/ wie sie abzumessen/und nach Morgen oder Tagwer ck berechnet / auch mitMarcksiemen besetzt werden müssen: als soll ihm mit hier-nachfolgenden kurzen Bericht und Anleitung von der(Zeomerria oder Feldmeßkunst / soviel hier zur Übungvonnöthen / an die Hand gegangen werden. Folgetdemnach

§. 2. Von Benennung und Aufreizung der Fiiguren. punHum ist ein subriles Tipfelein/oderZeichen/das keine Grösse hat / und doch aller Grösse ein Anfangist. Wie bey kig. i. zu sehen.

I^mes reÄa, eine rechte und schnurgerade oder was-serrechte Linie/ ohne einige Breite und Dicke. L.L. kiZ. 2.

lunea curva. eine krumme Linie/ die sich von ihrenbeeden äussersten Puncten erhebet / oder nider begibt.Wie bey O.L. ki'Z.z.

lunea mixtÄ, eine vermischte Linie / so aus einerkrummen und geraden Linie gemachet wird.Wie bey 5.6.kis.4-

l^inex parsllel-e, gleichlauffende Linien/ die in glei-cher Weite von einander abstehen/ und unendlich verlän-gert nimmer zusammen flössen; werden also aufgerissen.Man machet die Linie l. nachmals setzet man den Cir-ckel in und reisset mit gegebener oder beliebiger Weiteden Circkelbogen 1^. Ferner setzet man den unverrucktenCirckel auch in l. und machet ebenfalls den CirckelbogenI.. Letzlich leget man das Linial auf beede äusserste RändederBogen / und ziehet dieLinie welche psrsllel istmit der Linie tt.l. Besihe kiZ.s.und6.und7. als?2rsl.lel-Linien.

I^inea perpenäiculsris. einewinckelrechteLinie/sovon einer geradligenden Linie winckelrecht aufsteiget/ odervon einem Punct über einer wassergleichen Linie bleyrecht

auf dieselbe herabfallet. Selche werden auf unterschied-liche Arien aufgerissen.

(1.) Eine perpencliculsr von dem Pnnct L. m dergemachten Linie L. aufzureissen / geschiehet also. Mansetzet den Circkel in L. und machet mit beliebiger Weitezu beeden Seiten die Gemercke l> L. alsdann machetman von l). und L. mit der Weite l). L. oder in einerandern beliebigen Grösse den Creutzbogen ?. und ziehetvon folchem nach L. die begehrte perpencücuiar 8.

(2.) Eine pei-penciicular von einem Ende der Linie(?.als vom (Z. aufzuführen / thue also: Erwäble aufder Linie den Punct l. und mache mit der Weite(-1. den Kreutzbogen ^.darnach reisse auch aus mit un-verrücktem Circkel den Bogen alsdann lege das Linealauf l und durchschneide den Bogen l-. Zuletzt zieheL.l.. zusammen/ so hast du die begehrte perpenäiculsi-.5's'S-

/?.) Eme perpencliculsr von dem Punct mit-ten über der Linie tt.o. herab zufallen / so reisse mit derWeite t>?. von d^. unrer der Linie den Bogen p. dar-nach durchschneide solchen von t->. mit der Weite Ki.l).weiter lege das Lineal auf und X. und ziehe die begehr-te perpenckculgr KI. (). b'iz;. 10.

(4.) Emepcrpen6>cu!zrvondemPunctk amEn-de über der Linie 81" herab zu fallen / so punctirt man vondem Punct K. auf die Linie 8 '7 eine gerade Linie k V. die-se theilet man in 2. Theil durch setzet den Circkel in

ulw durchschneidet mit der Weite V dieLinie 8 ?bey X. Letzlich ziehet K. x die verlangte perpenäicular.

k-g.li.

^nguluz re6kus, ein rechter Winckel ist / wann zwogerade Linien / nemlich eine senckrechte und wassergleiche/zusamm in einen Punct lauffen/ wie in der n.?. derWinckel X.

^nguius obtulus, ein stumpfer Winckel ist der jeni-ge / weicher weiter oder grösser ist / als ein rechter / wie derWinckel ^ 5ig. 12.

änAulu5scuru5, ein scharsser Winckel ist der/so spi-tziger oder kleiner als ein rechter Winckel / wie bey ^kiß.'?-

kiZurs, eine Figur / ist eine Grösse oder Flache / ssringsherum mit Linien umschlossen. ?,g. 14.

Lirculus, ein Circkel / ist eine Flache von einer krum-men

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