Filix.
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an einem dunkelen Orte aufbewahrt. Einen übrigen Theil des Markes trocknet manin ganzen Stücken und hebt diese in gut verstopften gläsernen Gefässen aneinem dunkelen Orte auf. Das Pulver ist frisch von grünlichgelber Farbe undsehr schwachem Gerüche. Das Rhizom, von bergigen Anhöhen gesammelt,wird für das wirksamste gehalten.
Jedes Jahr wird das Rhizom frisch eingesammelt, der alte Vorrath aberfortgeworfen oder als gepulverte Johauniswurzel für Viehpulver verbraucht.Ein Pulver, welches nicht grünlich ist, darf nicht dispensirt werden. Da dieganzen Stücke im inneren die grünliche Farbe weit länger conserviren, so istes rathsam, immer nur einen Theil in Pulver zu verwandeln.
Bestandteile. B ock fand in 1000 Th.: 0,4 flüchtiges Oel, 60,0 fettesOel, 10,0 Stearin, 40,0 Harz, 100,0 Stärke, 4,0 Pflanzenleim, 35,0 Albumin,33,0 Gummi, 110,0 Zucker, 100,0 Gerbsäure mit Gallussäure, 21,0 Pektin,15,0 stärkemehlhaltige Faser, 21,0 Asche, 450,6 Faser und Verlust. DieFilixgerbsäure ( L uck's Taunaspidsäure) zerfällt beim Kochen mit ver-dünnter Schwefelsäure in Zucker und Filixroth von dunkler Ziegelfarbe.Die Filixsäure (C u H 18 0 5 ) ist nach L tjck die im Filixextract sich absetzendekrystallisirte Substanz. Sie ist in Wasser nicht löslich. Sie scheint der band-wurmtreibende Bestandtheil zu sein.
Anwendung. Das Filixrhizom findet selten in der Abkochung, meist inPulverform oder auch im aetherischen Extracte als Specificum gegen Bandwurm(Taenia solium) und auch gegen andere Eingeweidewürmer Anwendung. NachH errenschwand soll man 5,0— 8,0 Gm. des Pulvers Morgens und Abendszwei Tage hindurch nehmen, am dritten Tage morgens ein kräftiges Laxans.W aldenburg lässt des Morgens nach Genuss einer Tasse schwarzen Kaffeesdrei Dosen des Pulvers (in Latwei-ge oder Schüttelmixtur), viertelstündlich 4,0,und eine Stunde nach der letzten Dosis einen Esslöffel Ricinusöl nehmen. Einewässrige Abkochung ist ohne wurmtreibende Wirkung.
Extractum Filicis, Extractum Filicis actliereum, Oleum Filicis iiiaris, Wurm-farncxtract, Filixextract. Ein Theil mundirten gepulverten und zuvor nochmalsbei lauer Wärme ausgetrockneten Filixrhizoms wird mit 3 Th. Aether dreiTage macerirt und auf dem Wege der Deplacirmethode extrahirt. Die klarabgegossene Colatur wird in ein dünnes (dickflüssiges) Extract verwandelt. Aus-beute circa 10 Proeent. Ein grünliches, in Wasser unlösliches Extract, welchesnach längerer Aufbewahrung sich in zwei Schichten zu scheiden pflegt. Derin Krystallen niederfallende Bodensatz ist Filixsäure und wahrscheinlich derbandwurmtreibende Theil. Es ist daher das Extract vor der Dispensation stetsgut umzuschüttein.
Man giebt es zu 1,0—2,0 in zwei bis drei Portionen des Vormittags oderMorgens in Pillen oder Capsüles (nicht in wässriger Mixtur), zum Klystier inEmulsion mit Gummischleim.
Herba Polysticlii s. Asplenii, Farnkraut, die frischen Wedeln von Poly-stichum- und Aspleniumarten. Sie dienen zum Verpacken von Früchten oderals Zwischenlage für aufzubewahrende saftige Früchte. In dieser Verpackungconserviren sich diese ganz vorzüglich.