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1 (1876)
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1093
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Ferrum tartaricum.

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einem dunklen Orte zum Absetzen bei Seite gestellt. Die filtrirte Flüssigkeitwird alsdann bei gelinder Wärme eines Wasserbades (5565° 0.) zur Syrup-dicke eingedampft und auf Glastafeln aufgestrichen an einem lauwarmen Ortein trockne Lamellen verwandelt. Tages- und Sonnenlicht ist sorgsam bei derBereitung abzuhalten. Ausbeute circa 100 Th.

Eigenschaften. Das Kaliferritartrat bildet amorphe, durchsichtige, granat-rothe, an der Luft wenig hygroskopische, in Wasser leicht lösliche Lamellen,von sehr mild styptischem Geschmack. Der Ammonzusatz conservirt der Salz-verbindung die leichtere Auflöslichkeit in Wasser. Eine starke Erhitzung beimEindampfen fördert die Bildung von Ferrotartrat.

Aufbewahrung. Diese ist dieselbe, wie beim vorhergehenden Präparate.

Prüfung. Eine vollständige Lösliehkeit in 10 Th. Wasser und nur eineweisse Trübung durch Schwefelwasserstoff genügen als Zeichen der Reinheit.Spuren Ferrooxyd werden in dem Präparate immer vorhanden sein.

Anwendung. Der reine Eisenweinstein ist ein sehr mildes Eisensalz, welcheswie das vorhergehende und in gleicher Gabe angewendet wird. Es wird nurselten gebraucht.

IV. Ferro-Kali tartaricum crudum, Tartarus ferratns, Tartarus martiatus,Globuli martiales, Eisenweinstein, Stablkngeln, ein Gemisch aus Ferrotartrat, Ferri-tartrat und Weinstein.

Bereitung. Ein Th. grobgepulverte Eisenfeile und 5 Th. gepul-verter weisser Weinstein werden mit Wasser zu einem Breie gemischtin einem thönernen Gefässe unter öfterem Umrühren und unter Zusatz vonsoviel Wasser, als verdunstet, so lange digerirt, bis eine gleichartige schwarzeMasse daraus geworden ist und ein davon entnommener kleiner Theil sich inWasser zum grössten Theile löst und dieses Wasser grünschwarz färbt. Dannwird die an einem lauwarmen Orte getrocknete Masse in ein Pulver verwandelt.Ausbeute circa 5,6 Theile.

(ilobuli martiales, Boules de Xancy, Stahlkugeln. Das Publikum verlangtdieses Präparat der alchimistischen Küche in Form der Kugeln. Zur Dar-stellung derselben werden 100 Th. des gepulverten Eisenweinsteins mit20 Th. destillirtem Wasser und 1 Th. gepulvertem Arabischem Gummiangerührt und im Wasserbade so lange erwärmt, bis sich aus der warmenMasse Kugeln formen lassen. Man macht dieselben 35,0 36,0 Gm. schwerund lässt sie an einem lauwarmen Orte langsam austrocknen. Nach demTrocknen überstreicht man sie mit einer Lösung des Arabischen Gummis,welcher einige Tropfen Galläpfeltinktur zugesetzt sind, damit sie glänzend undschwärzlich werden. Eine Kugel wiegt dann circa 30,0 Gm. Man hatte auchMessingformen, in denen man die Kugeln durch Pressung darstellte.

Eigenschaften. Der Eisenweinstein ist, frisch bereitet, ein schmutzig-grünes,bei längerer Aufbewahrung grünlich-braunes, zuletzt braunes, säuerlich styptischschmeckendes Pulver, welches sich in 15 Th. Wasser zum grössten Theil undmit schwärzlich-grüner Farbe auflösen soll, sowie beim Erhitzen bis zum Glüheneinen eigentümlichen Geruch verbreitet und eine alkalische Asche hinterlässt.