1090
Ferrum sulfuricum.
Aufbewahrung. Wie beim Ferrosulfat angegeben ist.
Anwendung. Zu analytischen Zwecken in Stelle des Ammonferrosulfatsund des Ferrosulfats ( Graeger ). Das Gewicht des krystallisirten Ferro-sulfats mit 1,3166 multiplicirt ergiebt das aequivalente Gewicht des Natron-ferrosulfats.
IV. Liquor Ferri sulfuriei oxydati, Liquor Sulfatis ferrici, Ferrisulfatlösung,flüssiges schwefelsaures Eisenoxvd (Fe 2 0 3 ,3S0 3 + 56HO=700,3 oder rS0 9 UFeo0 R +56H 2 0=1400,6).
Darstellung. 525,0 reines krystallisirtes Eisensulfat, 500,0 de-stillirtes Wasser und 93,0 reine concentrirte Schwefelsäure werdenin ein geräumiges porcellanenes Kochgef'äss gegeben und in der Wärme desSandbades unter Umrühren bis zur Lösung erhitzt. Dann werden in die kochendheisse Flüssigkeit 145,0 Salpetersäure von 1,184 spec. Gew. in kleineuPortionen unter fortgesetztem Umrühren eingegossen oder so viel dieser Säure,bis alles Eisensalz in Ferrisalz verwandelt ist und einige Tropfen der aufge-kochten Flüssigkeit mit Wasser stark verdünnt Kalihypermanganatlösung nichtmehr entfärben. Die Flüssigkeit wird nun einige Minuten ins Kochen gebracht,bis zur dicken Syrupconsistenz (unter Umrühren) eingedampft, der Rückstandendlich in soviel destillirtem Wasser gelöst, dass die kalte Ferrisulfatlösunggenau einen Liter füllt.
Das spec. Gew. der Ferrisulfatlösungen bei 18° C. ist
Proc.
Proc.
Proc.
Fe 2 0 3 ,3S0 3
Spec. Gew.
Fe 2 0 3 ,3S0 3
Spec. Gew.
Fe 2 0 3 ,3S0 3
Spec. Gew
25
1,271
27,5
1,303
30
1,337
25,5
1,277
28
1,310
30,5
1,344
26
1,284
28,5
1,316
31
1,351
26,5
1,290
29
1,323
31,5
1,358
27-
1,297
29,5
1,330
32
1,365
Eigenschaften. Die Ferrisulfatlösung bildet eine klare, braungelbe, ge-ruchlose, stark styptiscli schmeckende Flüssigkeit von der Consistenz einesdünnen Syrups, welche mit Wasser verdünnt und mit Salzsäure sauer gemachtdurch Chlorbaryum weiss, durch Ferrocyankalium blau gefallt wird. Sie hatein spec. Gew. von 1,317—1,319 bei 16° C. oder von 1,316—1,318 bei 18° C.und enthält 8 Proc. Eisen oder 28,57 Proc. wasserleeres Ferrisulfat.
Aufbewahrung. Die Ferrisulfatlösung muss wie alle anderen Ferrisalze vorLicht geschützt aufbewahrt werden und zwar in einer Menge von mindestens500 Gm. (wegen Verwendung zum Antidotum Arsetiici). Hat irgend eineSeries medicaminum in Deutschland die Ferrisulfatlösung nicht recipirt, so istdennoch der Vorrath von 500 Gm. dieser Flüssigkeit eine bestimmte und ge-setzliche Forderung der Pharmacopoea Germanica.
Prüfung. Eine Verunreinigung dieses Präparats mit fremden Salzen liegtunendlich fern, dennoch lässt Pharmacopoea Germanica behufs der Prüfungdas Eisenoxyd mit einem Ueberschuss Aetzammon aus der verdünnten (ambesten heissen) Lösung fällen und einen Theil des Filtrats eindampfen underhitzen, einen anderen Theil mit Schwefelwasserstoffwasser versetzen. Der