Ferrum sulfuricum.
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Limpidum - Pulver von P erry in England, ein die Tinte verbesserndes Mittel.Zerriebener gewöhnlicher Eisenvitriol. ( Stickel , Analyt.)
Magenpulver von R. Tüi/r. Gegen Yerschleimung, Drüsenleiden und derenFolgen. 5 Th. Salmiak, 1 Th. Alaun, 3 Tli. Eisenoxyd, 3 Th. Eisenvitriol, 3 Th.Schwammkohle, 3 Th. Knochenkohle, 5 Th. Alantwurzel, 5 Th. gerösteter Rha-barber, 10 Th. Bittersüss, 15 Th. Sennesblätter, 5 Th. Meisterwurzel, 5 Th. Zimmt,30 Th. Galanga. (25 (Inn. = 1,5 Mark.) ( H ager , Analyt.)
Steel's aromatic lozenges. Anaphrodisiacum (ein in England patentirt gewe-senes Geheimmittel) bestanden aus 5 Th. Eisenvitriol, 1 Th. Canthariden, 200 Th.Zucker etc.
ScHDANNOw'sche Flüssigkeit, ist trübe und dunkelbraun, von 1,06 spec. Gew.und eine Auflösung eines Eisenoxydulsalzes (Eisenchlorür ?) in Holzessig.
(Casselmann , Analyt.)
Stomachin von Dr. J ames (S. Mode in Berlin), gegen alle Unterleibskrank-heiten. Gröbliche Pulvermischung aus 8 Th. Eisenvitriol, 50 Th. weissem Farin-zucker, 20 Th. Kartoffelstärke, 13 Th. vanillehaltiger Gewürzchocolade, 3 Th. Zimmt-pulver. (125 Grm. = 1,5 Mark.) ( H ager , Analyt.)
Ferro-Ammonum sulfuricum, Ferrum sulfuricum ammoniatnm, Ammonferro-sulfat, Eisendoppelsalz (NH 4 0,S0 3 ;Fe0,S0 3 -f 6HO = 196 oder [NH 4 ] 2 S0 4 , FeS0 4+ 6H 2 0 = 392), wurde früher als Reagens in Stelle des Ferrosulfats gebraucht,weil man glaubte, dass es der Oxydation an der Luft weniger unterliege.Eine Lösung von 100 Th. reinem Eisenvitriol und 48 Th. Ammon-sulfat in 600 Th. destillirtem Wasser und 5 Th. verdünnter Schwe-felsäure wird filtrirt und durch Abdampfen und Beiseitestellen in Krystalleverwandelt. Die letzte Mutterlauge wird fortgegossen. Dann werden die Kry-stalle in der vierfachen Menge destillirtem Wasser gelöst und unter Umrührenin ein doppeltes Volum Weingeist eingegossen. Das abgeschiedene Krystall-melil ist in derselben Weise wie der durch Weingeist gefällte Eisenvitriol(S. 1084) zu behandeln.
Die Aufbewahrung erfordert dieselbe Fürsorge, wie der reine Eisenvitriol.
Ferro-Natrum sulfuricum, Natronferrosulfat, schwefelsaures Eisenoxvdul-Natron (Na0,S0 3 ;Fe0,S0 3 +4H0=183 oder Na 2 S0 4 ,FeS0 4 + 4H,0=366).
Darstellung. 100 Th. krystallisirtes Ferrosulfat, unter Erhitzengelöst in 100 Th. destillirtem Wasser und 2,0 verdünnter Schwefel-säure, werden mit 115 Th. sehr reinem krystallisirtem Glaubersalz(Natronsulfat) versetzt, ins Kochen gebracht und unter fortgesetztem Umrührenso weit eingedampft, bis das ausgeschiedene Salz vom Ganzen ungefähr 2 / iVolum, das Flüssige y 3 Volum einnimmt. Man entfernt nun vom Feuer, rührtbis zum Erkalten um, giesst die Flüssigkeit ab, giebt die Salzmasse in einenTrichter, welcher mit einem höchst lockeren Bäuschchen Glaswolle versehen ist,verdrängt die anhängende Lauge mit einer geringen Menge destillirtem Wasser(oder einer kalt gesättigten Lösung des Salzes), trocknet das Salz durchDrücken zwischen zwei Lagen Fliesspapier oberflächlich ab, dann in warmerStubenluft oder in der Sonne und endlich in der Wärme des Wasserbades(Biltz und Geaegee)-
Eigenschaften. Das Natronferrosulfat ist ein bläulich weisses Pulver vongrosser Beständigkeit, welches sein Krystallwasser noch bei 100° C. voll-ständig zurückhält. Es enthält 15,3 Proc. Eisen.
Hag er, Pharmac. Praxis. I. 69