Ferrum sulfuratum.
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nachdem er mit einem Deckel geschlossen ist, zwischen Kohlen bis zur stärkstenRothgluth oder beginnenden Weissgluth erhitzt. Nachdem der überschüssigeSchwefel verdampft und die Masse flüssig geworden ist, giesst man diese aufeine Eisenplatte aus und zerbricht sie nach dem Erkalten in Stücke. Ausbeutecirca 75 Th.
2) In eine cylindrische Arzneiflasche mit dünner Wandung giebt man biszu 2 / 3 ihres Rauminhaltes in abwechselnden Schichten 46 Th. Eisenfeile und45 Th. Schwefel, aber mit oberster dickerer Schwefelschieht, stellt dieseFlasche in einen eisernen Topf und umschüttet sie bis zum Halse mit trocknemSande. Dann wird der Topf zwischen Kohlen bis zum starken Glühen erhitzt.Nach dem Erkalten zerschlägt man die Flasche und sammelt das Schwefeleisen.
3) Weissglühende Stangen Eisen werden über kaltem Wasser mit Stan-genschwefel berührt, so dass das davon abfliessende Schwefeleisen in dasWasser fällt.
Eigenschaften. Das nach vorstehend angegebenen Vorschriften darge-stellte Schwefeleisen enthält zu 80—90 Proc. Eisenmonosulfid und bildetschwere zusammengesinterte blasige oder auch dichte harte, dunkelgraue odergrauschwarze, zuweilen nach längerer Aufbewahrung bronzefarbene, geruch- undgeschmacklose stückige Massen, welche sich in feuchter Luft oxydiren undeinen tintenartigen Geschmack annehmen. Bei Luftabscliluss erträgt es selbstWeissglühhitze, ohne zersetzt zu werden.
Aufbewahrung. In dicht geschlossenen Glasgefässen.
Anwendung. Zur Darstellung von Schwefelwasserstoffgas.
Hepar Sulfuris martiale, ein Gemisch aus Kaliumsulfid und Ferrosulfid.40 Th. trocknes Kalicarbonat, 40 Th. gewaschener sublimirterSchwefel und 20 Th. feine Eisenfeile oder Eisenpulver werden gemischtin eine Flasche gefüllt und wie oben bei Bereitung des Ferrosulfids sub 2bemerkt ist behandelt. Eine graubraune Masse, welche in wohl verstopfterFlasche aufzuwahren ist.
Ferrum sulfuratum reeens praecipitatum, Ferrum sulfuratum hydratum,Ferrosulfidhydrat, frisch gefälltes Schwefeleisen, das durch Fällung aus wässrigerLösung eines Ferrosalzes abgeschiedene, noch feuchte Ferrosulfid.
Bereitung. 32,0 krystallisirtes Ferrosulfat werden zu Pulver zer-rieben mit 50,0 Aetzammon und 1000,0 Wasser übergössen. In diebisweilen agitirte Flüssigkeit wird nun Schwefelwasserstoffgas bis zur Ueber-sättigung eingeleitet. Der Niederschlag wird in einem Filter gesammelt, mitetwas Wasser ausgewaschen und für irgend einen Zweck (zur Darstellung einerMixtur, eines Syrups etc.) verwendet. Er enthält 10,0 Ferrosulfid.
Syrupus Ferri sulfurati, Sehwefeleisensyrup. Der nach vorstehenderVorschrift gewonnene Ferrosulfidni edersch lag wird mit 500,0 destil-lirtem Wasser, in welchem 5,0 krystallisirtes Natroncarbonat und2,0 trocknes Aetznatron gelöst sind, ausgewaschen, dann, so feucht wie erist, sofort mit 125,0 Zuckerpulver versetzt und im geschlossenen Gefässbis zur Auflösung des Zuckers digerirt. Endlich wird mit soviel destillirtemWasser verdünnt, dass das Gewicht des Syrups 200,0 beträgt. DieserSyrupus enthält gut umgeschüttelt 5 Proc. Ferrosulfid.