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Digitalis.
mit braunrother, nach 12— 20 Stunden kirschroth werdender Farbe; bringtman diese schwefelsaure Lösung unter einer Glasglocke mit Bromdämpfenin Berührung, so tritt violettrothe Färbung ein ( Dragexdorff ) oder setzt manwenig Bromwasser hinzu, so erfolgt eine hell purpurrotke Färbung ( Ottoj.Versetzt man die frische schwefelsaure Lösung mit einigen Tropfen Wasser,so erfolgt eine grüne dauernde Färbung. Wasserfreies Chloral färbt dasDigitalin zuerst gelblich, dann grün, bei einer Erwärmung bis zu 60 — 70° C.violett und bei noch stärkerer Erwärmung tief schwarzgrün ( Flückiger).Werden einige Tropfen der Lösung des Digitalinkörpers in Wasser mit einigenTropfen einer verdünnten Lösung eingetrockneter Galle und dann mit concen-trirter Schwefelsäure versetzt, so dass Erwärmung (bis zu 70° C.) stattfindet,so erfolgt eine schön rothe Färbung, welehe Reaction jedoch auch bei anderenGlykosiden eintritt ( Bruxxer).
Das Untersuchungsobject wird entweder mit Wasser oder Weingeistextrahirt, der Verdampfungsrückstand mit Wasser aufgenommen, mit Bleiessigversetzt, nach einigen Stunden filtrirt und das Filtrat (von saurer Reaction)mit Aether und Chloroform ausgeschüttelt. Man kann auch mit Gerbsäure ausder wässrigen Lösung fällen, den Niederschlag mit Bleioxyd behandeln etc.
Dosis des D ig italins. Vom Digitalin werden Gaben von 0,001—0,002— 0,003 zwei- bis viermal täglich gut vertragen. Die stärkste Einzelngabeist zu 0,005, die stärkste Gesammtdosis auf den Tag zu 0,02 anzunehmen.(Die Pharmacopoea Austriaca 1869 normirt die stärkste Einzelndosis für ihrPräparat und das der Französischen Pharmakopoe zu 0,002, die stärkste Ge-sammtdosis auf den Tag zu 0,01.) Behufs der Abwägung höchst kleinerMengen Digitalins bedient man sich der folgenden Mischung.
ff Digitalina saecharata wird durch innige Mischung aus 1 Tb.Digitalin und 9 Th. trockenem Zuckerpulver bereitet und in einem kleinenGlasfläschchen neben Digitalin aufbewahrt. Die Mischung enthalte 1 / 10 Digi-talin und trage die Signatur: Partes 10 continent partem 1 Digitalinae. Siedient nur als Recepturerleichterung und zu genauer Dosirung des Digitalins.
(1) Candelae Digitalis.
fy- Foliorum Digitalis pulveratorum 50,0Kali nitrici 40,0
Radicis Althaeae pulveratae 10,0Aquae q. s.
Misce. Fiant candelae decem, quae locotepido siccentur.
(2) Cataplasma Digitalis.
fy Foliorum Digitalis 20,0
Placentae Lini seminis 80,0.M. f. pulvis grossus.
D. S. Zum Umschlag- (bei Hydrocele,Orchitis, Mastitis).
(3) Emplastrum Extracti Digitalis
Pharmacopoeae Franco-Gallicae.
IV Extracti Digitalis 18,0
Resinae Elemi colatae 4,0Cerae albae 2,0.
Leni calore miscendo fiat massa em-plastica.
(4) Enema diureticum.
iir Foliorum Digitalis
Bulbi Scillae ana 1,5.
Infunde
Aquae communis 300,0.
Colaturae adde
Tincturae Opii crocatae Guttas 15.D. S. Zu drei Klystieren, Morgens,Mittags und Abends eines.
(5) f Granula Digitalinae
Pharmacopoeae Franco - Gallicae.Granules de digitaline.
Parentur modo quo Granula DigitalinaeHomoele et Quevenne , nisi quod pilu-lae Argento foliato obducuntur.