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Cubeba.
Händen durch das Sieb zu reiben. Die beste Zeit der Pulverung ist derWinter. Man soll nicht zu viel des Pulvera vorräthig halten, weil das flüchtigeOel sich in kurzer Zeit verharzt. Da nach Bekxatzik's Versuchen dasflüchtige Cubebenöl in der Gonorrhöe indifferent ist, würden alte oder in derWarme ausgetrocknete Kubeben für diesen Fall der Heilwirkung nicht nurausreichen, sondern auch leichter vertragen werden. Hiernach dürften die voreinigen Decennien empfohlenen Cubebae tostae dem Heilzwecke der Kubebenbesser entsprechen.
Bestandtheile. Die Kubeben enthalten ungefähr im 100: Holzfaser 56,Extractivstoff 9, Cubebin 5, wachsartigen Stoff 2, flüchtiges Oel 6 —15, Harz14i/j, Salze wie Chlornatrium, Chlorkalium etc. 10. Das Cubebin (C 10 H 10 O 3 )ist ein geruch- und geschmackloser, nicht flüchtiger, krystallinischer, farbloser,in kaltem Wasser und Weingeist kaum, in heissem Weingeist äusserst leichtlöslicher, dem Piperin sehr ähnlicher Körper. Kubebensäure fand B er-natzik zu 3 ,4 Proc. Sie ist amorph und harzähnlich, liefert aber mehrerebrystallisirende Salze. Sie soll den wirksamen Bestandtheil der Kubebenkilden.
Anwendung. Der widrige Geschmack und die reizende Wirkung derKubeben auf die Wagenschleimhaut erzeugen Ekel, Erbrechen, Leibschmerz,Durchfall, und es stellen sich beim Gebrauch zuweilen Fieber und Ausschlagein. Man giebt sie zu 1,5 — 3,0—5,0—10,0 drei- bis viermal täglich alsPulver oder in Latwerge oder Pillen und Bissen bei chronischen oder hart-näckigen Katarrhen, akuter und chronischer Gonorrhöe, schmerzhaften Haemor-rhoiden etc. Oft nimmt man sie ganz, wie sie sind, gegen Kopfschmerz;daher der Namen Schwindelkörner für Kubeben. Den Aufguss hat manauch zu Injectionen versucht.
Extractum Cubebarum aethereo-spirituosum (v. aethereum), Extra-(tum Cub ebariiin Pharmacopoeae Germanicae, Cubebine ( L abei.oxyk). 2 Th. grob gepul-verte Kubeben werden mit einem Gemisch aus 3 Th. Aether und 3 Th. Wein-geist Übergossen drei Tage macerirt, nach dem Abpressen nochmals mit einem Ge-misch aus 2 Th. Aether und 2 Th. Weigeist übergössen und macerirt. Die ge-mischten und flltrirten Colaturen werden in ein dickflüssiges Extract ver-handelt. Ein in Wasser unlösliches, dunkelgrünes Extract. Ausbeute 15—18Proc. Die Extraction wird bequem auf dem Wege der Deplacirmethode be-werkstelligt. Aufbewahrt wird das Extract in gleicher Weise wie das Cina-extract. Das während längerer Aufbewahrung steifer gewordene Extract wirddurch Zusatz von etwas Spiritus aetliereus flüssiger gemacht. Da es sichbeim Stehen etwas schichtet, so muss es vor der Dispensation gut umge-schüttelt werden.
Man giebt das Extract zu 0,5—1,0 — 2,0 Gm. mehrmals des Tages inPillen, Bissen oder in Capsules bei Gonorrhöe. Vorzuziehen ist das folgendeExtract:
Extraetum ('iibebaruni spiritnosum (Extractum Cubebarum Phar-macopoeae Austriacae, 1869). 1 Th. grobgepulverte Kubeben wirdzuerst durch dreitägige Digestion mit 6 Th. verdünntem Weingeist, dannin gleicher eise mit 2 Th. verdünntem Weingeist extrahirt. Diedurch Absetzenlassen und Filtriren geklärten Colaturen werden in ein Extract