Druckschrift 
1 (1876)
Entstehung
Seite
882
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

882

Cichorium.

Deu Cibotiumhaaren sind auch ähnliche Haare anderer Farne substituirt,wie Paku-Kidang oder Päkoe-Kidang von Balantinm chrijsotric/mmH ooker auf Java. Diese sind 34 Ctm. lang mit ungefähr 0,04 Mm. langenGliedern, an den knotenähnlichen Gelenken mit miregelmässig gezähneltenScheiden und mit stumpfer Spitze, welche auch oft abgebrochen ist, mitunteruntermischt mit starreren cylindrischen und zuweilen verästelten Haaren. Siesind goldgelb bis braun von Farbe.

Pulu-Pulu, von verschiedenen Cibotiumarten, sind weich und elastisch,bandförmig, die Glieder circa 0,1 Millim. lang. Sie werden nur zum Aus-stopfen von Kissen und Matrazen verbraucht.

Das Penghawar-Djambi wird von den Chirurgen als blutstillendes Mittelauf Wunden gebraucht, indem es schnell das Serum des Blutes aufsaugtund in dieser Weise das Blut verdickt.

Cichorium.

Cichorium Intybiis L inn ., Endivie, Cichorie, eine in Deutschland häufige,auf Rainen und an Wegen wildwachsende Composite aus der Abtheilung derCichorieen.

I. Folia (üehorii, i 'ichorienblätter, Cictaorienkraut, die getrockneten, als auchdie frischen grundständigen Blätter der jungen wildwachsenden Cichorie. Diegrundständigen Blätter bilden eine ausgebreitete Rosette. Sie sind gestielt,1520 Ctm. lang, länglich, fiedertheilig mit grossen endständigen und kleinerenseitlichen Fiedertheilen, sämmtlich zugespitzt und kurz gezähnt, auf der unterenSeite, besonders am Mittelnerven behaart.

Die getrockneten Blätter sind nicht mehr im Gebrauch (in Frankreichnoch officinell), jedoch werden die frischen Blätter im Frühjahr zur Darstellungvon Kräutersäften gesammelt.

II. Radix Cichorii, Cichorienwnrzel, die im Herbst von der wildwachsendenPflanze gesammelte und getrocknete Wurzel. Die Droguisten führen sie inihren Preislisten als Radix Cichorii silvestris auf, um damit die Einsamm-lung von der wildwachsenden Pflanze anzudeuten.

Im Handel trifft man sie häufig in Quer- und Längsschnitten oder in circa1 Cubikctm. grossen Würfeln an. Die äussere Rinde, wenn sie noch anhängt,ist blassgrau, die Schnittflächen weisslich, hier und da mit bräunliehen Strichengezeichnet. Die frische Wurzel ist spindelförmig, fingerdick, einfach, 20 bis30 Ctm. lang, mit Wurzelfasern besetzt, ein- oder mehrköpfig, mit verlängertenKöpfen, längsrunzlig, gelb-bräunlich, innen fleischig, weiss und mit einembitteren Milchsafte angefüllt. Nach dem Trocknen ist sie hart. Geruch fehlt,der Geschmack ist schleimig und mässig bitter.

Auf dem Querschnitt findet man eine J / 6 i /z des Durchmessers dickeweisse schwammige Rinde von dunkleren, Milchgefässe führenden Streifenstrahlig, und ein starkes blassgelbliches, durch Markstrahlen radial gestreiftesHolz, durch einen an Milchgefassen reichen bräunlichen Cambiumstreifen vonder Rinde getrennt. Mark fehlt meist.