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1 (1876)
Entstehung
Seite
807
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Cetaceum. °ui

Magenkrampf, chronischem Erbrechen, chronischem Durchfall, besonders beiVomitus gravidarum mit gutem Erfolge angewendet haben. Dosis 0,050,1 0,15 zwei- bis dreimal täglich in Auflösung oder Pillen,lieber das Ceroxyduloxyd als Reagens vergl. S. 207.

Cetaceum.

Physeter mcicrocephalus L inn., grossköpfiger Pottwal, Cachelot, ein dasWeltmeer zwischen Polar- und Wendekreis bewohnendes walfischartigesSäugethier aus der Familie der Wale (Ceti), und andere Arten der Gattung

Physeter.

Cetaceum, Sperma Ceti, Walrath, Wallrath, das gereinigte, vom Walrathölebefreite Fett aus den in verschiedenen Theilen des Körpers des Pottwals befind-lichen Walrathbehältern.

Eigenschaften. Der gereinigte Walrath, wie er in den Handel kommt,ist eine weisse, etwas feste, halbdurchscheinende, perlmutterglänzende,zerbrechliche, aber nicht spröde, dagegen schlüpfrig, mild und kaum fettig an-zufühlende, im Bruche blättrig krystallinische Substanz von mildem, etwasfadem Geschmack und sehr schwachem, eigenthilmliehern (süsslichem) Gerüche.Spec. Gew. 0,94 0,95. Schmelzpunkt 45 bis 50° C. Angezündet brennt ermit hellleuchtender geruchloser Flamme. Er macht keinen Fettfleck, ist fernerlöslich in 7 Theilen heissem und 35 Theilen kaltem Weingeist, sehr löslich inAether, Chloroform, Schwefelkohlenstoff, wenig löslich in kaltem Benzin undPetroläther. Ohne merklich sich zu verändern lässt er sich destilliren. Mitder Luft' in längerer Berührung oder bei langem Liegen wird er gelblich undranzig. Durch Waschen des geschmolzenen Walraths mit verdünnter Laugekann der ranzige wieder gereinigt werden. Eine gelbliche Waare ist zuverwerfen.

Bestandteile. Der Walrath ist kein Glycerid, er besteht vielmehr seinerHauptmasse nach aus Palmitinsäure-Cetyläther und dann aus kleineren MengenAethern der Stearinsäure, Myristinsäure, Laurinsäure und einigen Homologendes Cetylalkohols. Durch Krystallisation aus Weingeist gereinigt stellt erC hevkeuil's Cetin dar. Bei Verseifung wird kein Glycerin, sondern Cetylal-kohol abgeschieden.

Prüfling. Eine Verfälschung des Walraths mit Stearin giebt sich durchgrössere Härte, Mangel an Perlmutterglanz und das kleinblätt rige Krystall-gefiige zu erkennen. Ueberhaupt ist das Geftige stets kleinblättrig oder körnig,wenn dem Walrath ungehörige Substanzen zugesetzt sind. Durch Aufkochenmit verdünnter Natroncarbonatlösung lässt sich das Stearin (Stearinsäure) demWalrath entziehen, während Walrath schmilzt und sich an der Oberfläche derFlüssigkeit ansammelt.

Pulverung. Das Pulvern des Walraths wird erleichtert, wenn dieser mitstarkem Weingeist besprengt wird. Den Weingeist lässt man nach dem Pulvern